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JA13Mehr Geld für Grundschullehrkräfte in Thüringen

Das thüringische Finanzministerium hat seine Blockade aufgegeben: Ab August 2021 werden Grundschullehrkräfte in dem Bundesland so bezahlt wie ihre Kolleginnen und Kollegen an anderen Schulformen.

16.12.2020

Die rot-rot-grüne Landesregierung und die CDU in Thüringen haben sich im Haushaltsausschuss darauf geeinigt, dass Grundschullehrkräfte ab 1. August 2021 die gleiche Bezahlung wie ihre Kolleginnen und Kollegen an anderen Schulformen erhalten. Darüber hinaus können Grundschullehrkräfte ohne Abstriche auch an Regelschulen unterrichten – ohne Einbußen in der Besoldung und entsprechend ihrer Ausbildung im Schwerpunktfach.

Im November hatte die GEW mit einer weiteren JA13-Kampagne erneut Druck auf die Länder gemacht. „Die Corona-Pandemie hat noch einmal deutlich gezeigt, wie unverzichtbar die Arbeit von Grundschul- und Sek-I-Lehrkräften ist“, sagte GEW-Vorstandsmitglied Frauke Gützkow. Immer noch werden in den meisten Bundesländern Grundschullehrkräfte, in einigen auch Lehrkräfte in der Sekundarstufe I, schlechter bezahlt als jene am Gymnasium. 

In Brandenburg, Berlin, Sachsen und seit diesem Schuljahr auch in Mecklenburg-Vorpommern ist A13/E13 umgesetzt. In Bremen und Schleswig-Holstein sind Stufenpläne vereinbart. In Hamburg läuft das Gesetzgebungsverfahren für die Höhergruppierung. In Niedersachsen wurden zum laufenden Schuljahr Zulagen für Grund-, Haupt- und Realschullehrkräfte eingeführt. 

Die interaktive Landkarte zeigt die Lage in den Ländern.

Nordrhein-Westfalen will nur jede 20. Stelle an Grundschulen in eine A13-Beförderungsstelle umzuwandeln, statt alle Kolleginnen und Kollegen besser zu bezahlen.