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A13: Stand der Dinge

Es ist Zeit für den Durchbruch zu A13 für alle. In manchen Bundesländern konnte die GEW bereits Erfolge verbuchen, andere Länder müssen sich noch auf den Weg machen. Ein Überblick über den Stand von A13 für Grundschullehrerinnen nach Bundesländern.

Grundschulen

Sekundarstufe I

Auf dem Weg zu A13: Bestandsaufnahme in den Bundesländern

  • Alle Lehramtsstudiengänge wurden zum Wintersemester 2015/16 auf die Bachelor- und Masterstruktur umgestellt. Die Regelstudienzeit für das Lehramt Grundschule beträgt acht Semester, für alle anderen sind es zehn Semester. Das alte Lehramt Grund- und Hauptschule gibt es seither nicht mehr.
  • Lehrer*innen mit der Befähigung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen und für das neue Lehramt an Grundschulen werden nach A 12 besoldet.
  • Hauptschullehrkräfte, die seit mehreren Jahren an einer Realschule oder Gemeinschaftsschule bzw. an einem SBBZ (ehemals Sonderschule) überhälftig unterrichten, können sich für die Besoldungsgruppe A 13 qualifizieren. Hauptschullehrkräften, die an ihrer Haupt-/Werkrealschule bleiben, verweigert die Landesregierung die Möglichkeit, A 13 zu bekommen.
  • Im Schuljahr 2016/17 starteten die ersten Hauptschullehrkräfte mit dem Lehrgang für einen horizontalen Laufbahnwechsel (HoLa). Im November 2017 war die Qualifizierung erfolgreich abgeschlossen. Die Auswahl und Zulassung für die weiteren HoLa-Lehrgänge für Gemeinschaftsschulen, Realschulen und Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren sind für Herbst 2018 weitgehend abgeschlossen.
  • Künftige Absolvent*innen eines lehramtsbezogenen Masterstudiengangs für das Lehramt Werkreal-, Haupt- und Realschule werden in A 13 eingruppiert.
  • Weitergehende GEW-Forderungen sind: A 13 für alle Lehrkräfte, das heißt auch für alle Grundschullehrer*innen.
  • Zwar wurde die Lehrerbildung in Bayern im Hinblick auf das europaweite Bachelor-Master-System modifiziert, das Staatsexamen bleibt jedoch als Abschluss des Lehramtsstudiums (je nach Lehramt nach sieben bis neun Semestern) nach wie vor Voraussetzung. Der Vorbereitungsdienst dauert für alle Lehrämter 24 Monate.
  • Die alte Schulform Hauptschule heißt jetzt Mittelschule. Sie kann - muss aber nicht - auch zum mittleren Schulabschluss führen.
  • Grund- und Mittelschullehrer*innen werden in Bayern als Beamt*innen nach der Besoldungsgruppe A 12, als angestellte Lehrkraft nach E 11, bezahlt. Damit verdienen sie weniger als ihre Kolleg*innen an anderen Schulformen, die meist nach A 13/ E 13 oder höher bezahlt werden.
  • Die GEW Bayern fordert bundesweit eine Anhebung der Eingangsbesoldung für alle Lehrämter auf A 13 beziehungsweise für Tarifbeschäftigte auf E 13.
  • Für die Fachlehrer*innen an Grund- und Mittelschulen in Bayern wird gefordert, das Einstiegsgehalt auf A 11 anzuheben.
  • Mit dem Lehrkräftebildungsgesetz von 2014 wurde die Studiendauer der Lehrämter angeglichen. Auf dieser Grundlage erfolgt seit 2017 die gleiche Besoldung; die gleiche tarifliche Eingruppierung von Lehrkräften verschiedener Schulformen.
  • Berlin beschäftigt neue Lehrkräfte grundsätzlich im Angestelltenverhältnis.
  • Seit dem Schuljahr 2017/18 werden alle Grundschullehrkräfte, die nach dem neuen Lehrkräftebildungsgesetz ab August 2014 ihr Referendariat begonnen haben, nach E 13 vergütet.
  • Gemeinsam mit Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) verkündete die GEW Berlin auf einer Pressekonferenz am 08. Mai 2018 die Höhergruppierung aller Grundschullehrkräfte in die Entgeltgruppe 13 zum 1. August 2019. 
  • In die Höhergruppierung werden auch alle Lehrkräfte mit einem Wahlfach an anderen Schulformen, die „Lehrkräfte unterer Klassen“ und die Sonderschullehrkräfte mit DDR-Ausbildung einbezogen.
  • Mit der Verabschiedung des neuen Lehrerbildungsgesetzes im Jahr 2012 fand eine Angleichung der Studiendauer der Lehrämter statt.
  • Verhandlungen zwischen der GEW Brandenburg und der Landesregierung führten zu dem Ergebnis, dass Lehrkräfte mit den Lehrämtern für die Sekundarstufe I und das schulstufenübergreifende Lehramt Sekundarstufe I/Primarstufe seit 1. August 2017 nach A 13/ E 13 bezahlt werden. Die Eingruppierung gilt auch für vergleichbare Lehrkräfte mit einer Ausbildung nach dem Recht der DDR. Gleichzeitig strich das Land Brandenburg den bisher für die Eingruppierung notwendigen Verwendungsanspruch.
  • Im Rahmen weiterer Attraktivitätsgespräche im November 2017 wurde festgelegt: Spätestens zum 1. August 2020 werden alle Lehrkräfte, die bisher in A 11 bis A 12 eingruppiert sind, in die Besoldungsgruppe A 13 gehoben. Dabei ist die Gleichstellung der Lehrer*innen im Land Brandenburg im Fokus der Verhandlungen gewesen; neben den neuen Lehrämtern werden auch die Lehrkräfte mit den Abschlüssen der DDR gleichbehandelt.
  • In Bremen fand eine Angleichung der Studiendauer der Lehrämter statt: Das Lehramtsstudium wird mit einem sechssemestrigen Bachelorstudium und einer darauf aufbauenden viersemestrigen Masterausbildung abgeschlossen. Der Vorbereitungsdienst dauert für alle Lehrämter 18 Monate.
  • Lehrer*innen mit Lehrbefähigung für die Primarstufe und die Sekundarstufe I an allgemeinbildenden Schulen werden in Bremen in die Besoldungsstufe A 12 als Eingangsamt eingeordnet. Für alle übrigen Bereiche gilt die Besoldungsstufe A 13 als Eingangsamt.
  • Als Erfolg der GEW ist zu verbuchen, dass die Bremische Bürgerschaft mit Wirkung zum 1. Juli 2017 die vor Jahrzehnten für Lehrkräfte gestrichene „Allgemeine Stellenzulage“ zumindest für Kolleg*innen in den Besoldungsgruppen A 12 und A 12a wieder eingeführt hat (bei Vollzeit monatlich damals 87,21 Euro).
  • Seit Ende August 2018 fordert die GEW betroffene Kolleg*innen auf, eine amtsangemessene Alimentation geltend zu machen und Widerspruch gegen die Besoldungsmitteilung für den Monat Mai 2018 einzulegen.
  • Seit 2015 kämpft die GEW Hamburg verstärkt dafür, alle Grund- und Mittelstufenlehrkräfte, die eine vollständige Lehrerausbildung mit erstem und zweitem Staatsexamen haben, wie alle anderen Lehrkräfte nach A 13 Z bzw. E 13 zu bezahlen.
  • Das von den GEW-Landesverbänden Bremen und Hamburg in Auftrag gegebene Rechtsgutachten von Prof. Dr. Brinktrine besagt, dass die schlechtere Bezahlung der Grund- und Mittelstufenlehrkräfte in Hamburg nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist.
  • Es findet eine Reform der Lehrer*innenbildung statt: Der Studienbetrieb der reformierten Lehramtsstudiengänge soll ab dem Wintersemester 2019/2020 aufgenommen werden. Mit den ersten Absolvent*innen dieser Studiengänge wird voraussichtlich im Jahr 2024/25 zu rechnen sein. Wichtig ist hierbei, dass durch die Reform die Leistungen und die Bedeutung aller Lehrämter gleichermaßen anerkannt werden.
  • Die Regelstudienzeit für die Lehrämter in Hessen variiert zwischen dreieinhalb und viereinhalb Jahren. Der Vorbereitungsdienst dauert für alle Lehrämter 21 Monate.
  • Nur Grundschullehrkräfte werden in Hessen nach A 12 besoldet, alle anderen Lehrkräfte sind im Eingangsamt der Besoldungsgruppe A 13 zugeordnet.
  • Das Hessische Kultusministerium kündigte am 20. März 2017 an dass es, aufgrund des Mangels an Grundschul- und Förderschullehrkräften in hessischen Schulen, Weiterbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte anderer Lehrämter einrichten will.
  • Die Regelstudienzeit, innerhalb derer das Lehramtsstudium in Mecklenburg-Vorpommern abgeschlossen werden soll, umfasst für das Lehramt an Grundschulen und für das Lehramt für Sonderpädagogik neun Semester, für alle anderen Lehrämter zehn Semester.
  • Grundschullehrkräfte sind in die Besoldungsgruppe A 12 (Tarifrecht: E 11) eingruppiert, während Lehrkräfte an Regional-, Gesamt- und Förderschulen, am Gymnasium und der Beruflichen Schule A 13 (Tarifrecht: E 13) erhalten. Damit erhalten Berufsanfänger*innen monatlich etwa 350 Euro weniger als ihre vergleichbaren Kolleg*innen der anderen Schularten.
  • Bildungsministerin Hesse (SPD) signalisierte Mitte August 2018 unter Hinweis auf den bundesweit gewachsenen Bedarf an Pädagog*innen erstmals die Bereitschaft für eine Gehaltsaufstockung für Grundschullehrer*innen. Sie machte jedoch keine Zeitangaben. Der CDU-Abgeordnete Marc Reinhardt schlug in einer Landtagssitzung am 12. September 2018 vor, die Gehaltsangleichung mit dem nächsten Doppelhaushalt 2020/21 vorzunehmen.
  • Die Lehramtsstudiengänge und die Vorbereitungszeit wurden in Niedersachsen angeglichen; die Anforderungen für Studierende des Lehramts an Gymnasien, Haupt- und Realschulen, Förderschulen und Berufsbildenden Schulen sind gleich.
  • Während Gymnasial- und Berufsschullehrer*innen im Eingangsamt der Besoldungsgruppe A 13 Z zugeordnet werden und Förderschullehrer*innen der A 13, sind Lehrer*innen an Grund-, Haupt- und Realschulen der Besoldungsgruppe A 12 zugeordnet.
  • Im Januar 2018 kündigte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) einen Stufenplan zur Anhebung der Besoldung von Grund-, Haupt- und Realschullehrern nach A 13 an. Bisher wurde noch kein Plan vorgelegt. Im Haushaltsentwurf für das Haushaltsjahr 2019 sind bisher keine Mittel für die Anhebung eingestellt. Eine mögliche Umsetzung befindet sich noch in der Prüfung durch die Landesregierung. Hierbei werden die unterschiedlichen Positionen deutlich. Das SPD-geführte Kultusministerium steht einer Anhebung auf A 13 für alle positiv gegenüber, das von der CDU geleitete Finanzministerium sieht keine Notwendigkeit einer Anhebung.
  • Die Große Koalition in Niedersachsen vertritt in dieser Frage bisher keine einheitliche Position.
  • Mit Erlass des Lehrerausbildungsgesetzes im Jahr 2009 sind in NRW die Ausbildungsanforderungen mit Blick auf Ausbildungsstätte, Studienabschlüsse, Vorbereitungsdienst und Ausbildungsabschluss vereinheitlicht worden.
  • Die besoldungsrechtliche Zuordnung der Lehrkräfte für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Real- sowie Gesamtschulen (Sek I) erfolgt nach Besoldungsgruppe A 12, Lehrkräfte mit dem Lehramt Gymnasium und Gesamtschule Sekundarstufe II oder dem Lehramt Berufskolleg (allgemeinbildende und berufliche Fächer) werden in die Besoldungsgruppe A 13 mit Zulage eingestuft. Die Besoldung für Lehrkräfte der Sonderpädagogik erfolgt nach Besoldungsgruppe A 13.
  • Am 04. Oktober 2017 kündigte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) an, besoldungsrechtliche Konsequenzen aus der Reform der Lehrkräfteausbildung von 2009 zu ziehen. Konkret bedeutet dies, dass künftig alle Lehrkräfte in NRW, die einen Masterabschluss haben, nach A 13 bzw. E 13 bezahlt werden sollen; unabhängig davon, an welcher Schulform sie unterrichten. Bisher gibt es keine Gesetzesvorlage.
  • Am 23. Januar 2018 brachte die Oppositionspartei SPD den Gesetzentwurf „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Anpassung der Lehrerbesoldung an ihre Ausbildung (Lehrerbesoldungsgleichstellungsgesetz)“ in den Landtag ein und beantragte eine Anhörung im Landtag. Nach Anhörung und Auswertung im Ausschuss für Schule und Bildung wurde der Antrag am 13. Juli 2018 vom Landtag gegen die Stimmen von SPD und Grünen abgelehnt.
  • Am 02. Oktober 2018 hat die SPD-Fraktion einen neuen Gesetzentwurf mit demselben Titel in den Landtag eingebracht. Dieser Gesetzentwurf befindet sich im Beratungsprozess.
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  • Während die Bachelorstudiengänge aller Lehrämter eine Regelstudienzeit von sechs Semestern und 180 Leistungspunkten (ECTS) erfasst, sind die Anforderungen für die Masterstudiengänge unterschiedlich. Die jeweils zu erwerbenden Leistungspunkte der Masterstudiengänge betragen beim Studium für das Lehramt an Grundschulen 60 ECTS, das Lehramt an Realschulen plus und das Lehramt an Förderschulen 90 Leistungspunkte und für das Lehramt an Gymnasien und berufsbildenden Schulen 120 Leistungspunkte.
  • Nur Lehrer*innen mit der Befähigung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen oder an Grundschulen sind der Besoldungsgruppe A 12 zugeordnet.
  • GEW-Landesvorsitzender Klaus-Peter Hammer kritisiert, dass sich Rheinland-Pfalz gegen eine Angleichung der Studiendauer der Lehrämter entschieden hat. Die GEW fordert, dass alle verbeamteten Lehrkräfte nach A 13 und Angestellte nach E 13 bezahlt werden.
  • Am 31. Januar 2018 forderte die GEW Rheinland-Pfalz die Landesregierung in dem von ihnen entwickelten „Forderungskatalog zur Behebung des Fachkräftemangels an rheinland-pfälzischen Schulen“ dazu auf, dringend erforderliche Schritte zur Behebung des Fachkräftemangels einzuleiten.
  • umfasst acht Semester, währen die Regelstudienzeit für die anderen Lehrämter zehn Semester beträgt. Der Vorbereitungsdienst ist für alle Lehrämter auf 18 Monate ausgelegt.
  • Grundschul- und Hauptschullehrer*innen werden in Saarland nach A 12 besoldet bzw. E11 bezahlt. Seit 2008 erhalten alle Grund- und Hauptschullehrer*innen (A 12) an Gemeinschaftsschulen nach fünfjähriger Bewährungszeit eine ruhegehaltsfähige Zulage von 200 Euro.
  • Die GEW Saarland startete im Herbst 2016 und im Mai 2018 die Online-Petitionen, zuletzt unter dem Titel „Rettungsschirm für Grundschulen“, um auf die Situation in Saarländer Grundschulen aufmerksam zu machen.
  • Im Jahr 2010 wurde die Lehramtsausbildung im Freistaat Sachsen von gestuften Bachelor-/Master-Studiengängen (eingeführt im Zuge der Bologna-Reformen im Jahr 2006) auf einstufige, schulartspezifische Studiengänge mit staatlicher Abschlussprüfung umgestellt. Gemäß der Lehramtsprüfungsordnung I vom 29. August 2012 wurden an den Universitäten modularisierte Studiengänge mit staatlicher Abschlussprüfung und unterschiedlicher Ausbildungslänge eingeführt.
  • Soweit eine Ausbildung nach neuem Recht (August 2012) für das jeweilige Lehramt vorliegt, werden Lehrkräfte der Oberschule, Förderschule, Gymnasium und berufsbildender Schule seit der Tarifeinigung vom 17. Februar 2017 in E 13 und Grundschul-lehrkräfte in E 11 eingruppiert.
  • Das vom Sächsischem Kabinett am 9. März 2018, vorgestellte Handlungsprogramm „Nachhaltige Sicherung der Bildungsqualität in Sachsen“ sieht vor, dass ab 1. Januar 2019 bis vorerst 31. Dezember 2023 neu einzustellende Lehrkräfte mit vollständiger Ausbildung verbeamtet werden können. Im gleichen Zeitraum wird vollständig ausgebildeten Lehrkräften, die bereits im sächsischen Schuldienst tätig sind und die Voraussetzungen (u. a. die Altersgrenze) erfüllen, die Möglichkeit eröffnet, sich ebenfalls verbeamten zu lassen. Grundschullehrer*innen werden ab 1. Januar 2019 nach A 13 besoldet bzw. nach E 13 vergütet.
  • Ein Artikelgesetz zur Umsetzung des Handlungsprogramms wurde am 21. August 2018 vom Kabinett verabschiedet und in den Landtag eingebracht.
  • Die Regelstudien- und Prüfungszeit für das Lehramt an Grundschulen und Sekundarschulen in Sachsen-Anhalt beträgt acht Semester und für das Lehramt an Gymnasien und Förderschulen neun Semester.
  • In Sachsen-Anhalt können alle neu einzustellenden Lehrer*innen den Beamtenstatus erlangen, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen. Erhebungen des Statistischen Bundesamtes von 2015 zeigen, dass der Regelfall immer noch die Lehrkraft im Angestelltenverhältnis ist.
  • Die GEW Sachsen-Anhalt fordert die Landesregierung auf, alle Grundschullehrkräfte in Sachsen-Anhalt mit E 13/A 13 zu bezahlen.
  • Am 23. April 2018 wurde die Besoldung für Schulleitungen kleiner Grundschulen, für Lehrkräfte mit DDR-Abschlüssen und Einfachlehrer*innen angehoben.
  • Mit Erlass des Lehrkräftebildungsgesetzes im Jahr 2014 sind auch in Schleswig-Holstein die Ausbildungsanforderungen mit Blick auf Ausbildungsstätte, Studienabschlüsse, Vorbereitungsdienst und Ausbildungsabschluss vereinheitlicht worden. Für alle Lehrämter wird gleichermaßen ein fünfjähriges Bachelor/Masterstudium und eineinhalbjähriger Vorbereitungsdienst verlangt.
  • Nach umfangreichen und starken Aktivitäten der GEW wurde im Januar 2016 im Lehrkräftebesoldungsgesetz die Besoldung der Lehrkräfte mit Sekundarstufenlehramt mit A 13 bzw. A 13Z beschlossen. Für die Bestandslehrkräfte wurde ein Stufenplan in der Laufbahnverordnung festgelegt. Danach können Grund- und Hauptschullehrkräfte in das Sekundarstufenlehramt und damit von A 12 nach A 13 wechseln, wenn sie fünf Jahre in Klassen mit mehreren Bildungsgängen (z.B. in der Gemeinschaftsschule) arbeiten. Die Grundschullehrkräfte werden weiter nach A 12 besoldet.
  • Am 17. April 2018 kündigte die Landesregierung an, sie habe sich in der Koalition auf eine bessere Bezahlung der Grundschullehrer*innen verständigt. Bis zum Jahr 2025 sollen danach alle Lehrkräfte von Besoldungsstufe A 12 nach A 13 aufsteigen. Inzwischen liegt ein Gesetzentwurf im Anhörungsverfahren vor.
  • Der Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Grundschulen dauert in Thüringen 12 Monate und für alle anderen Lehrämter 18 Monate.
  • Zum 1. Januar 2017 wurde die Besoldung/ Vergütung der Lehrkräfte für untere Klassen schrittweise von der Besoldungsgruppe A 11/ Entgeltgruppe E 10 an die Besoldungsgruppe A 12 / Entgeltgruppe E 11 durch Zahlung eines Überleitungsausgleichs vollzogen.
  • Lehrkräfte an den Thüringer Regelschulen erhalten rückwirkend zum 1. Januar 2018 eine ruhegehaltsfähige Zulage in Höhe von 50 Prozent der Differenz von A12 nach A13 bzw. von E11 zu E 13.
  • Auf der Regierungsmedienkonferenz vom 18. September 2018 wurde verkündet, dass die Regelschullehrer*innen in Thüringen ab dem 01. Januar 2020 in die Besoldungsgruppe A 13 bzw. in die Entgeltgruppe E 13 eingestuft werden und somit eine Gleichstellung mit ihren Kolleg*innen aus dem Gymnasium, den berufsbildenden Schulen und den Förderschulen erreicht wird.