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JA13Mehr Geld für Grundschullehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern

Ab 1. August 2020 sollen alle Grundschullehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern nach A 13/E13 bezahlt werden und damit so viel verdienen wie Lehrerinnen und Lehrer an anderen Schularten. Die GEW begrüßt die Entscheidung.

10.03.2020

Vom kommenden Schuljahr an sollen Grundschullehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern besser bezahlt werden: Ab 1. August 2020 sollen sie nach A13/E13 vergütet werden und damit genauso viel verdienen wie Lehrerinnen und Lehrer an anderen Schularten. Schulleitungen an Grundschulen sollen ebenfalls mehr Geld erhalten, wie das Landeskabinett beschloss. Dazu müssen das Landesbesoldungsgesetz, das Lehrerbildungsgesetz und die Bildungsdienst-Laufbahnverordnung geändert werden. 

„Es geht um Solidarität, Anerkennung der Leistung und die Positionierung im Wettbewerb um den Fachkräftenachwuchs.“ (Maik Walm)

„Dies ist ein guter Tag für die Grundschulen im Land. Es geht um Solidarität, Anerkennung der Leistung und die Positionierung im Wettbewerb um den Fachkräftenachwuchs“, sagte der GEW-Landesvorsitzende Maik Walm. „Endlich wird diese schon lange bestehende Forderung der GEW nun erfüllt“, ergänzte die GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner.  

Verkürztes Referendariat geplant

Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) kündigte zudem an, Grundschullehrkräfte sollten noch besser auf ihre Tätigkeit vorbereitet werden. „Wir intensivieren die Praxiszeit für angehende Grundschullehrkräfte schon während des Studiums. Dafür wollen wir das Referendariat von 18 auf 12 Monate verkürzen.“ Perspektivisch werde damit das Ziel verfolgt, mehr Grundschullehrerinnen und -lehrer im Land auszubilden.

Die GEW will sich die Pläne genauer anschauen und dann bewerten: „Grundsätzlich sehen wir einen engen Zusammenhang zwischen Studium und Referendariat und durchaus Möglichkeiten, dort Veränderungen mit Gewinn für die pädagogische Qualität vorzunehmen“, sagte Walm.

GEW fordert seit Jahren A13 für alle

Die GEW kritisiert die unterschiedliche Bezahlung an verschiedenen Schulformen seit Jahren und fordert: „Alle Lehrkräfte müssen nach A13 (Beamtinnen und Beamte) oder E13 (Angestellte) bezahlt werden.“ Im jüngsten Aktionszeitraum im Herbst 2019 nahm die Gewerkschaft vor allem Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ins Visier. „In diesen Ländern werden Lehrkräfte an Grundschulen immer noch nach A12/E11 bezahlt“, kritisierte Frauke Gützkow, im GEW-Vorstand für die JA-13-Kampagne verantwortlich.

Umgesetzt wurde A13 für Grundschullehrkräfte bereits in Brandenburg, Berlin und Sachsen. In Bremen und Schleswig-Holstein sind Stufenpläne vereinbart. In Niedersachsen werden Zulagen eingeführt. In Thüringen werden ab 2020 Regelschullehrkräfte in A13 eingruppiert. In Hamburg laufen Gespräche, um die Besoldung anzuheben.

Informationen zu allen Bundesländern und eine interaktive Landkarte gibt es hier