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E&W 6/2017: Gewerkschaftstag 2017

06.06.2017

Fünf Tage lang haben 432 Delegierte aus allen Landesverbänden beim 28. Gewerkschaftstag in Freiburg über den künftigen Kurs der Bildungsgewerkschaft diskutiert - unser Topthema in der Juni-"E&W".

Die GEW hat sich in vielen zentralen bildungspolitischen Fragen politisch klar positioniert - von Inklusion über Bildung in der Migrationsgesellschaft und Bildung in der digitalen Welt bis zu Lehrkräftemangel und Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern.

Für die Juniausgabe haben wir zudem ein Interview mit der Präsidentin des Bundesamtes für Migration (BAMF), Jutta Cordt, geführt. Sie sagt: Um ein zügiges und gerechtes Asylverfahren zu gewährleisten, habe es "im vorigen Jahr viele Qualitätsverbesserungen gegeben mit Blick auf Verfahrensdauer, Sorgfalt und Rechtssicherheit". Viele Schülerinnen und Schüler sind von Abschiebung bedroht. Lehrkräfte können ihnen helfen, wie das Beispiel einer Berufsschule in Frankfurt am Main zeigt.

Mit Blick auf den zunehmenden Rechtspopulismus fordert die Grünen-Bundestagsabgeordnete Monika Laza, die Medienkompetenz von Jugendlichen zu fördern. "Wichtig wäre eine Medienpädagogik, die schon in der Kita beginnt und auf Nachhaltigkeit angelegt ist." Über das, was Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften, Migrantenverbände, Sportvereine und die Kultur gegen Rechtspopulisten tun können, wurde beim Kölner Kongress der Allianz für Weltoffenheit diskutiert.

Im fünften Teil der Serie "Wirtschaftsmythen contra Fakten" klärt die "E&W" auf, dass Spitzensteuersätze keinesfalls das Wachstum ausbremsen. Und Investitionen in Kitas und Schulen führen einer Studie zufolge zu mehr Arbeitsplätzen: Sie eröffneten Alleinerziehenden neue Chancen und ermöglichten Frauen, Vollzeit zu arbeiten. Eine weitere Studie bestätigt: Kommerzielle Nachhilfe vergrößert die soziale Spaltung im Bildungswesen. Um den Trend zu stopnen, fordert die GEW mehr personelle Mittel für öffentliche Schulen.

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