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TV Gesundheitsschutz

Rund 3.300 Berliner Lehrkräfte streiken für kleinere Klassen

In Berlin sind erneut Tausende Lehrkräfte und Sozialpädagoginnen und -pädagogen in den Ausstand getreten, um einen Tarifvertrag Gesundheitsschutz durchzusetzen. Es war bereits die 16. Protestaktion.

Warnstreik der GEW Berlin für kleinere Klassen und einen Tarifvertrag Gesundheitsschutz am 11.10.2023. (Foto: Christian von Polentz).

Um den Druck auf den Berliner Senat weiter zu erhöhen, sind am Mittwoch rund 3.300 Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte zum Roten Rathaus gezogen und haben erneut einen Tarifvertrag Gesundheitsschutz gefordert. Es war der zweite von insgesamt drei Streiktagen. 

Die GEW Berlin kämpft seit langem für den Abschluss eines TV Gesundheitsschutz, der das Verhältnis von Schülerinnen und Schülern zu Lehrkräften und damit die Klassengröße an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen verbindlich regeln soll. 

„Es sind gerade unsere Kolleg*innen, die Verantwortung für die Schulen übernehmen und mit Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen den Beruf attraktiver machen wollen.“ (Anne Albers)

Am Mittwoch verteidigten die Berliner Kolleginnen und Kollegen auch ihre anhaltenden Proteste.„Die Bildungssenatorin und der Finanzsenator nennen unseren berechtigten Streik unverantwortlich. Dabei sind sie und ihre Vorgänger*innen diejenigen, die unverantwortlich handeln und handelten. Es sind gerade unsere Kolleg*innen, die Verantwortung für die Schulen übernehmen und mit Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen den Beruf attraktiver machen wollen“, sagte Anne Albers, Leiterin des Vorstandsbereichs Angestellten-, Beamten- und Tarifpolitik in der GEW Berlin

„Wenn Frau Günther-Wünsch und Herr Evers an uns appellieren, die Streiks zu überdenken, dürfen sie nicht mit leeren Händen kommen.“ (Sara Ziegler)

„Statt echte Verbesserungen zu schaffen, werden Umwandlungen nicht besetzter Lehrkräftestellen in andere Professionen als Entlastung verkauft. Und die Verbeamtung der Lehrkräfte ist nicht das versprochene Wundermittel gegen den Lehrkräftemangel, sondern wirkungslos“, ergänzte Sara Ziegler, ebenfalls Leiterin des Vorstandsbereichs Angestellten-, Beamten- und Tarifpolitik. „Wenn Frau Günther-Wünsch und Herr Evers an uns appellieren, die Streiks zu überdenken, dürfen sie nicht mit leeren Händen kommen.“