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lerntRÄUME gestaltenWeil Kinder am liebsten draußen spielen!

15.000 Mitglieder hat die GEW im Sommer 2018 gefragt, wie es um ihre Bildungseinrichtungen steht. Die Auswertung zeigt: Es gibt viel Verbesserungsbedarf – nicht nur innen, sondern auch beim Außengelände für die Kinder.

08.05.2019

Kinder spielen am liebsten draußen – da sind sich alle Befragten der GEW-Umfrage einig. Doch dazu ist ein gutes Außengelände mit vielen Spielmöglichkeiten und -gerüsten notwendig. Die Befragten bemängeln vor allem:

  • Oft ist der Außenbereich nicht groß genug, damit sich die Kinder wirklich frei bewegen und austoben können.
  • Die Außengelände sind oft einfallslos gestaltet. Ziel muss es aber sein, vielfältige Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten anzubieten, die Kinder die ganze Bandbreite an Aktivitäten draußen erleben lassen. Das heißt zum Beispiel: Spielen im Grünen soll auch bei Wind und Wetter möglich sein.
  • Damit Außengelände zu echten Spiel- und Experimentierplätzen werden, muss man den Kindern mehr und besser zuhören, was sie wollen und brauchen.

 

Kletterparcours, Sportgelegenheiten, Sitzmöglichkeiten mit und ohne Überdachung sowie Rückzugsmöglichkeiten sind ganz konkrete Maßnahmen, die den Kindern direkt mehr Möglichkeiten bieten, draußen zu spielen und ihre Umwelt zu erfahren. Aber auch Mitsprache- und Gestaltungsmöglichkeit der Kinder selbst finden viele der Befragten wichtig. Im Falle von Schulen könnte das auch heißen, Gestaltungsprojekte im Unterricht im Sinne von Bildung zur Nachhaltigkeit anzubieten oder Tipps und Hilfestellungen von Umweltorganisationen bei der Bepflanzung von Außengeländen zu berücksichtigen.

 

Die GEW organisiert mit den Landesverbänden Veranstaltungen, Aktionen und Studien zu allem, was bei Gebäuden der Bildungseinrichtungen wichtig ist:

  • Landesverbände wie die GEW-Hessen lenken ihren Fokus in diesem Jahr auch auf den Investitionsstau in Hochschulen oder was die baulichen Voraussetzungen des Ganztagsausbaus mit sich bringen.
  • Der GEW-Landesverband Berlin hat sich in einer Fachtagung im März 2019 damit beschäftigt, wie zukunftsfähiger Schulbau, der auch Arbeits- und Gesundheitsschutz der dort Beschäftigten ernst nimmt, aussehen kann.
  • Die GEW NRW wird sich im Rahmen ihres Landesgewerkschaftstages vom 23. bis 25. Mai ebenfalls mit dem „Schulbaunotprogramm“ beschäftigen.
  • In Sachsen wurde auf dem Landesgewerkschaftstag 2019 ein Beschluss zu Sanierung und Neubau gefasst – der Landesverband wird sich also auch in Zukunft für deren ausreichende Finanzierung stark machen.

 

Die GEW hatte im Sommer 2018 eine repräsentative Befragung unter 15.000 Mitgliedern aller Bildungsbereiche zur Gebäudequalität von Bildungseinrichtungen in Auftrag gegeben.
Neben quantitativen Erhebungen war auch eine offene zusätzliche Rückmeldemöglichkeit Teil der Befragung. Hier hat die GEW die Mitglieder nach Aspekten gefragt, die beim Thema „lerntRÄUME gestalten“ nicht vergessen werden dürften. Die zu hohen Temperaturen und die mangelhafte Temperaturregulierung kristallisierten sich dabei als ein wichtiger Punkt heraus. Das Ergebnis ist die Studie „Gebäudequalität von Bildungseinrichtungen“. 
Die Befragung wie auch das kontinuierliche Engagement unter dem Motto „lerntRÄUME gestalten“ ist Teil der bundesweiten GEW-Initiative „Bildung. Weiter denken!“ für bessere Lern- und Arbeitsbedingungen sowie mehr Geld für Bildung. Die GEW zeigt mit ihrer Initiative nicht nur, was sie unter guter Bildung versteht, sondern auch wie sich zusätzliche Investitionen in Bildung finanzieren lassen.

 

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