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Weg von der "Schwarzen Null" für bessere Bildung

Der Blog "Die Umverteiler klären auf" informiert über Argumente und Forderungen des Bündnisses "Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle". Im aktuellen Beitrag erklärt die GEW, wie eine nötige Erhöhung der Bildungsausgaben machbar ist.

06.06.2017

Um gute Bildung und bessere Arbeitsbedingungen von Pädagoginnen und Pädagogen zu finanzieren, fordert die GEW eine Abkehr von der "Schwarzen Null" und der Schuldenbremse sowie eine Streichung des Kooperationsverbotes von Bund und Ländern. "Das Versprechen von Kanzlerin Merkel und der MinisterpräsidentInnen aus dem Jahr 2008, die Ausgaben auf 7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Bildung und 3 Prozent für Forschung zu erhöhen, muss umgesetzt werden", schreiben GEW-Autorinnen und Autoren in "Die Umverteiler klären auf". Der Blog informiert über Argumente und Forderungen des zivilgesellschaftlichen Bündnisses "Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle".

Konkret verlangt die GEW etwa die Sanierung von Schulgebäuden, für die ein Sanierungsstau von 34 Milliarden Euro errechnet wurde. Bei den Hochschulen gibt es einen Baubedarf von 50 Milliarden Euro. Zudem benötigen Pädagoginnen und Pädagogen mehr Zeit für die Umsetzung der Inklusion und die Integration von Flüchtlingen. Für ein hochwertiges Ganztagsangebot ist eine bessere personelle Ausstattung notwendig. In den Kindertagesstätten fehlen nicht nur rund 300.000 Kita-Plätze, sondern auch Erzieherinnen und Erzieher. Von rund 700.000 Beschäftigten in der Weiterbildung sind 70 Prozent als Honorarlehrkräfte ohne soziale Absicherung tätig. Beim wissenschaftlichen Nachwuchs an Hochschulen haben 93 Prozent befristete Verträge.

Im Bündnis "Reichtum umverteilen" haben sich neben der GEW rund 30 Verbände und Organisationen zusammengeschlossen. Das Bündnis setzt sich für bessere soziale Absicherung, höhere öffentliche Investitionen, bezahlbaren Wohnraum und einen sozialökologischen Umbau ein und fordert dazu eine gerechtere Steuerpolitik.

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