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Unterrichtsmaterial von Brot für die Welt

„Made in Bangladesh“ erzählt die Geschichte einer jungen Textilarbeiterin

Der Spielfilm „Made in Bangladesh“ schildert die Geschichte der 23-jährigen Textilarbeiterin Shimu, die in Bangladesch unter ausbeuterischen Bedingungen arbeitet. Doch sie setzt sich zur Wehr, indem sie eine Gewerkschaft gründet.

Bangladesch ist nach China der zweitgrößte Textilexporteur weltweit. In der Textilwirtschaft arbeiten mehr als vier Millionen Menschen - 3,2 Millionen davon sind Frauen. In Bangladesch werden die niedrigsten Löhne weltweit bezahlt. (Foto: Pixabay / CC0)

Brot für die Welt hat Begleitmaterial zum Film „Made in Bangladesh“ über das Leben und den Kampf einer jungen Textilarbeiterin veröffentlicht. Das Material führt in die Themen Textilkonsum und -produktion, Arbeitsrechte sowie die Gleichberechtigung der Frau in Deutschland und Bangladesch ein. Die Themen sind eingebettet in Landes- und Projektinformationen zu Bangladesch.

Aufgezeigt wird auch, wie sich jede und jeder selbst für eine nachhaltige Textilproduktion engagieren kann. Das Begleitmaterial ist eng an den Film angelehnt, kann aber auch unabhängig davon genutzt werden. Die Arbeitsblätter können für einzelne Unterrichtsstunden, Unterrichtseinheiten oder Projekttage eingesetzt werden.

Shimu lässt sich nicht entmutigen

„Made in Bangladesh“ erzählt von der 23-jährigen Shimu, die in einer Textilfabrik in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, unter ausbeuterischen Bedingungen arbeitet. Doch sie setzt sich zur Wehr, indem sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen eine Gewerkschaft gründet. Daraufhin übt ihr Ehemann Druck auf sie aus, und die Fabrikleitung beginnt, ihr zu drohen. Aber Shimu lässt sich nicht entmutigen.

63 Euro Mindestlohn im Monat

Bangladesch ist laut Brot für die Welt nach China der zweitgrößte Textilexporteur weltweit. 80 Prozent der Exporterlöse stammen aus der Textilwirtschaft, wo rund vier Millionen Menschen, darunter 3,2 Millionen Frauen arbeiten. In Bangladesch werden die niedrigsten Löhne weltweit bezahlt, der Mindestlohn liegt bei 63 Euro im Monat. Gewerkschaften gibt es nur in 142 der insgesamt 7000 Fabriken.

Neben den niedrigen Löhnen ist die Arbeitssicherheit miserabel. In der Textilindustrie gab es bereits zahlreiche Unglücke, darunter den Einsturz der Fabrik Rana Plaza im Jahr 2013 mit 1136 Toten und 2500 Verletzten. Danach wurde der „Bangladesh Accord“ abgeschlossen und viele Textilfabriken saniert oder geschlossen.

Hier geht es zum Download des Begleitmaterials.