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Streik-Endspurt: "Sechs Prozent mehr Lohn, mindestens 200 Euro!"

13.04.2018

Zum Warnstreik-Endspurt sind heute noch einmal Tausende für ihre berechtigten Forderungen auf die Straße gegangen. GEW-Chefin Marlis Tepe richtete in Dresden deutliche Worte an die Arbeitgeber.

Die letzte Warnstreikwelle im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes nahm am Freitag kurz vor der dritten Verhandlungsrunde ihr Ende. Mehrere Tausend Beschäftigte aus Kindertagesstätten, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, des öffentlichen Nahverkehrs und der Kommunalverwaltungen waren dem gemeinsamen Streikaufruf von GEW und Ver.di nach Dresden gefolgt.

„Sechs Prozent mehr Lohn, mindestens 200 Euro, jetzt!“ (Marlis Tepe)

Auf der zentralen Warnstreikkundgebung auf dem Dresdner Markt richtete die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe klare Worte an die Arbeitgeber: „Wer Fachkräfte gewinnen will, muss das Personal so bezahlen und die Arbeitsbedingungen so gestalten, dass der Arbeitsplatz attraktiv ist. Deshalb: Sechs Prozent mehr Lohn, mindestens 200 Euro, jetzt! Die hohe Streikbeteiligung in Sachsen gibt dem Verhandlungsführer Frank Bsirske und uns in der GEW Rückenwind für die am Sonntag startende nächste Verhandlungsrunde.“ Tepe versprach sich von der hohen Streikbeteiligung, dass den Arbeitgebern nun deutlich werde, wie entschlossen die Kolleginnen und Kollegen seien.

“Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Wir haben aber nicht vor zu verlieren!“, bekräftigte die Vorsitzende der GEW-Sachsen-Anhalt die Forderungen der Gewerkschaften bei der Warnstreikkundgebung in Leipzig. Dort waren ebenfalls Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in den Streik getreten.

Auch die GEW- Hessen beteiligten sich am Streik-Endspurt. „Die Arbeitgeberseite hat die umfangreichen Streiks in dieser Woche ganz alleine zu verantworten“, erklärte Karola Stötzel, stellvertretende Vorsitzende der GEW-Hessen, am Freitag beim Warnstreik in Frankfurt am Main. Dort waren die Beschäftigten der Kindertagesstätten und des öffentichen Nahverkehrs den Warnstreikaufrufen von GEW und ver.di gefolgt.
 

Die GEW fordert gemeinsam mit ver.di und den anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes sechs Prozent, mindestens jedoch 200 Euro mehr Gehalt für die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes. Für die Lehrkräfte in Bayern, die bei den Kommunen beschäftigt sind, fordert die GEW die tarifliche Eingruppierung im Geltungsbereich des TVöD. Die Arbeitgeber legten auch in der zweiten Verhandlungsrunde zum Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes kein Angebot vor:  Die Forderungen der Gewerkschaften seien unbezahlbar. Die dritte Verhandlungsrunde findet am Sonntag und Montag in Potsdam statt.

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