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Juniorprofessorin: "Ich spiele auf Risiko"

"Wer sich nicht ständig um seine Karriere sorgen muss, hat den Kopf viel mehr frei für wissenschaftliche Fragen", sagt Julia Hauser, seit 2014 Juniorprofessorin für Globalgeschichte an der Universität Kassel. In der Septemberausgabe der "E&W" spricht die 35-Jährige über ihre Arbeitssituation und Perspektiven an der Hochschule.

07.09.2015

Hauser forscht und lehrt selbstständig, betreut mit KollegInnen ein Kolloquium und eine Dissertation. Zeit, ihre Habilitation voranzubringen, bleibt da wenig. Trotz ihrer Juniorprofessur will sich die 35-Jährige habilitieren. "Ich bin sicher, dass es mir nur gelingt, mich im Wissenschaftssystem zu etablieren, wenn ich eine Habil vorweisen kann", sagt sie. Ihre Juniorprofessur hat eine Laufzeit von sechs Jahren.

Weil die Uni die Stelle mit Sondermitteln geschaffen hat, ist nicht wahrscheinlich, dass sie von Dauer ist. Hauser, die das "Templiner Manifest" für planbare Karrierewege unterschrieben hat, betont: "Ich habe keinen Plan B. Ich tue alles dafür, dass Plan A klappt. Dafür spiele ich auf Risiko – am Ende meiner Juniorprofessur bin ich 40 Jahre alt. In der Theorie könnte ich vielleicht ins Museum oder in den Journalismus gehen – in der Praxis arbeiten aber auch dort Menschen, die, anders als ich, dafür ausgebildet wurden."

Das vollständige Interview mit Julia Hauser, das Jeannette Goddar führte, können Sie in der Septemberausgabe der "E&W" nachlesen. 

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