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"Im digitalen Hamsterrad"

WLAN in Schulen wird Kinder und Schüler nach Ansicht des Digitalexperten Gerald Lembke nicht schlauer machen. In seinem neuen Buch "Im digitalen Hamsterrad" analysiert er unterhaltsam die sogenannte digitale Revolution.

08.11.2016

Der Digitalexperte Gerald Lembke plädiert für einen verantwortungsvollen Umgang mit Smartphones und  Co. Das Digitale habe längst das Soziale verdrängt, schreibt er in seinem neuen Buch "Das digitale Hamsterrad". Digitale Mobilität mache jedoch nicht freier und autonomer, sondern fördere eine Gesellschaft der Unaufmerksamkeit.

Schulen würden trotz fehlender didaktischer und pädagogischer Konzepte zum Einsatz von digitalen Medien nach dem Gießkannenprinzip aufgerüstet, kritisiert der Professor für Digitale Medien und Medienmanagement an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Für Lehrkräfte gebe es zudem keine konkretisierten Leitziele für entsprechende Weiterbildungen.

Lembke kommt zu dem Schluss: "In der Frage, wie wir Kinder auf die Digitalität am besten vorbereiten können, gibt es eine Alternative. Eine Kindheit ohne Computer ist der beste Start ins digitale Zeitalter." Die Mittel für die digitale Bildung sollten gezielt für die Erarbeitung und Umsetzung von Digital-Präventions- und Informationsprogrammen in den Klassen 1 bis 8 sowie für die Erarbeitung von einheitlichen curricularen Vorgaben investiert werden.

Gerald Lembke, "Im digitalen Hamsterrad:Ein Plädoyer für den gesunden Umgang mit Smartphone & Co.", 1. Auflage, 2016, 159 Seiten, Softcover, ISBN: 978-3-86216-302-1, 19,99 Euro.

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