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Hamburger GEW demonstriert für JA13

Hamburg will sich im Ringen um A13 für alle Grund- und Mittelstufenlehrkräfte nicht von den anderen Bundesländern abhängen lassen. In dieser Woche sind erneut rund 500 Lehrkräfte für eine gerechte Bezahlung auf die Straße gegangen.

25.05.2018

Rund 500 GEW-Kolleginnen und Kollegen haben am Mittwoch vor dem Hamburger Rathaus für eine Besoldung beziehungsweise Eingruppierung nach A13Z oder E13 für alle Grund‐ und Mittelstufenlehrkräfte demonstriert „ In den anderen Bundesländern ringsherum – Niedersachsen, NRW, Schleswig-Holstein, Berlin, Brandenburg und so weiter – hat man die gesetzlichen Grundlagen schon geschaffen oder ist in Verhandlungen mit der GEW, um eine Gleichbehandlung zu vereinbaren“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Anja Bensinger-Stolze.

Nach der Kundgebung überreichten die Protestierenden Unterschriften an einen Vertreter der Senatskanzlei. Bereits im Herbst 2016 wurden rund 1.500  Unterschriften übergeben, nun wurden zusätzliche 1.700 gesammelt – damit dürften alle in Hamburg Betroffenen die GEW-Forderung unterstützen.

Grund- und Mittelstufenlehrkräfte hätten eine gleich lange, ebenso wissenschaftliche Ausbildung wie alle anderen Lehrämter, betonte Bensinger-Stolze. „Die Kolleginnen und Kollegen in den Grund- und Stadtteilschulen setzen die Inklusion und den Ganztag um, sie arbeiten kindbezogen und theoretisch fundiert, sie stoßen pädagogische Reformen an.“ Auch Schulsenator Ties Rabe (SPD) finde es grundsätzlich richtig, Grund- und Mittelstufenlehrkräfte nach A13 zu bezahlen. „Deshalb können wir nicht verstehen, warum wir als GEW noch keinen Gesprächstermin, kein Gesprächsangebot des Senators haben, um hier endlich zu einer gerechten Bezahlung zu kommen.“

Parallel zu den Protestaktionen bereitet die GEW Hamburg den Klageweg vor. Sie verweist dabei auf ein Rechtsgutachten des Würzburger Juristen Ralf Brinktrine, demzufolge die Besoldungspraxis mit der schlechteren Bezahlung von Grund‐ und Mittelstufenlehrkräften in Hamburg verfassungswidrig sei. Mit der Initiative „JA13 – Weil Grundschullehrerinnen es verdienen“ macht die GEW seit Herbst 2016 Druck für eine faire Entlohnung.

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