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#DigitalRespect4HerKampagne gegen digitale Angriffe auf Frauen

Frauen werden laut Studie weltweit durchschnittlich 27 Mal häufiger online angegriffen als Männer. Eine neue Kampagne der Europäischen Kommission will verstärkt Bewusstsein dafür schaffen und fordert #DigitalRespect4Her.

24.07.2019

Nutzerinnen werden deutlich öfter Opfer von Hasskommentaren, Belästigung und Cybermobbing als Nutzer. Laut des UN Broadband Commission for Digital Development-Berichts von 2015 werden Frauen weltweit durchschnittlich 27 Mal häufiger online angegriffen als Männer, wie die Initiative Klicksafe mitteilte.

Die Kampagne #DigitalRespect4Her setzt sich daher für mehr Sicherheit im Netz ein. Mit dem Hashtag #DigitalRespect4Her werden vor allem Frauen dazu aufgefordert, ihre negativen Erfahrungen in Bezug auf Sexismus im Netz zu teilen und auf das Problem aufmerksam zu machen. Mit der Nutzung des Hashtags können Userinnen und User aber auch grundsätzlich zeigen, dass sie mehr Respekt für Frauen im digitalen Umfeld fordern.

Mit der Kampagne wurden auch konkrete Ziele festgehalten, um die Erfahrungen von Frauen im Netz zu verbessern:

  • Meldeverfahren von unangebrachtem Verhalten sollen auf allen Webseiten und Apps vereinfacht werden. Zusätzlich sollen Betroffene besser unterstützt werden, indem Anlaufstellen ausgebaut werden.
  • Ein internationaler rechtsverbindlicher Vertrag soll mehrere Formen der Gewalt gegen Frauen – etwa psychische Gewalt im Internet, Stalking und sexuelle Belästigung - unter Strafe stellen.
  • Die Sensibilisierungsarbeit in diesem Bereich soll stärker aufgewertet werden.

Klicksafe rät außerdem: Wenn Du selbst Opfer oder Zeuge von Onlinegewalt wirst, kannst du den Beitrag oder die Nachricht auf der jeweiligen Plattform zu melden. Die Plattformbetreiber können den Vorfall dann überprüfen und den Beitrag entfernen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, bestimmte Nutzerinnen und Nutzer zu blockieren. 

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