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DGB-Ausbildungsreport 2014

Der Ausbildungsreport der DGB-Jugend zeichnet mit über 18.000 befragten Auszubildenden ein umfassendes Bild der Situation der dualen Ausbildung in Deutschland. Zwar zeigen sich 71,4 Prozent der Auszubildenden zufrieden, gleichzeitig jedoch werden deutliche Qualitätsmängel abhängig von Branchen, Ausbildungsberufen und Betriebsgrößen deutlich.

08.10.2014

So hat mehr als ein Drittel aller Auszubildenden keinen Ausbildungsplan, 11,7 % üben immer oder regelmäßig ausbildungsfremde Tätigkeiten aus und gut 10 % der Auszubildenden klagen über häufige Abwesenheit der Ausbilder/innen vom Ausbildungsplatz, 36,6 % müssen regelmäßig Überstunden leisten.

Aus Sicht der Bundefachgruppen Kaufmännische und Gewerbliche Schulen stimmen die sinkenden Einschätzungen der Qualität des Berufsschulunterrichts besonders bedenklich: Gerade einmal 56,2 % der befragten Auszubildenden bewerten die fachliche Qualität noch als mindestens gut.

Die im Ausbildungsreport formulierte Forderung der DGB-Jugend lautet (S. 26): „Die Rahmenbedingungen, unter denen in den Berufsschulen gelehrt und gelernt wird, müssen nachhaltig verbessert werden. ... Dazu gehören in erster Linie eine bessere materielle und personelle Ausstattung. Denn nur unter den passenden Rahmenbedingungen können die Berufsschullehrer_innen angemessen auf die Auszubildenden mit ihren jeweiligen Bedürfnissen eingehen, die Lerninhalte vermitteln und auch mögliche bestehende theoretische Defizite der betrieblichen Ausbildung ausgleichen.“ Die Bundesfachgruppen sehen im Ausbildungsreport einen Beleg für die langjährigen Forderungen an die Länder, die Rahmenbedingungen für das Lernen in den berufsbildenden Schulen nachhaltig zu verbessern.

(Das komplette Infoblatt steht als Download zur Verfügung)

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