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Verabschiedungen auf #GEWTAG21„Ihr seid meine Gewerkschaftsfamilie!“

Emotionaler Abschied: Mit berührenden Worten der Anerkennung wurden auf dem Gewerkschaftstag GEW-Vorsitzende Marlis Tepe, Schatzmeisterin Petra Grundmann und Ansgar Klinger, verantwortlich für Berufliche Bildung und Weiterbildung, verabschiedet.

09.06.2021

Der stellvertretende GEW-Vorsitzende Andreas Keller mit der Delegiertennummer 007 hatte an diesem Abend die „Lizenz zum Verabschieden“. Die Worte, die er für die ausscheidenden Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstands fand, sorgten für besonders emotionale Momente.

„Er hat die Fahne der beruflichen Bildung hochgehalten.“ (Andreas Keller)

Keller würdigte Ansgar Klinger, der von 2013 bis 2021 den Organisationsbereich Berufliche Bildung und Weiterbildung geleitet hat: „Er hat die Fahne der beruflichen Bildung hochgehalten und deutlich gemacht, dass man berufliche Bildung auch nur mit Lehrkräften an berufsbildenden Schulen machen kann. Er hat für die Weiterbildnerinnen und Weiterbildner gekämpft. Er war die Stimme der GEW in Nürnberg bei der Bundesanstalt für Arbeit, hat dort beharrliche Arbeit geleistet. Sorgfalt, Verlässlichkeit und Pünktlichkeit zeichneten ihn aus.“

Klinger bedankte sich: „Ich habe der GEW viel zu verdanken, auch in meiner eigenen Entwicklung, und dass ich immer gutes Gehör finden konnte. Ich wünsche der Organisation alles Gute für die Zukunft.“

„Du hinterlässt hier ein gut bestelltes Feld für deinen Nachfolger.“ (Andreas Keller)

Danach wurde Petra Grundmann verabschiedet, die von 2001 bis 2021 Schatzmeisterin der GEW war. Keller würdigte sie als die Frau, die mit zwei Dekaden „die längste Amtszeit hier in die Waagschale werfen kann“. „Du hinterlässt hier ein gut bestelltes Feld für deinen Nachfolger“, sagte Keller anerkennend. Er beschrieb Grundmann aber nicht nur als geschätzte Schatzmeisterin, sondern auch als „Sozialpädagogin im Geschäftsführenden Vorstand, die sich immer gerne in die bildungs-, tarifpolitischen aber auch gesellschaftspolitischen Debatten eingemischt hat“. Und natürlich durfte in der Würdigung auch ihre persönliche Art nicht fehlen: „Was wir alle vermissen werden, ist dein Wortwitz.“ Und „laut zu sagen, was ist“, so Keller.

„Schon jetzt steht fest, dass die Ära Tepe in die Geschichte der GEW eingehen wird.“ (Andreas Keller)

Zum Schluss wurde die Vorsitzende Marlis Tepe in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Sie hatte die GEW von 2013 bis 2021 geführt. In ihrer Amtszeit war sie gleich zweimal mit Krisensituationen konfrontiert. Erstens mit der sogenannten Flüchtlingskrise, „die uns beschäftigt hat mit den bleibenden Auswirkungen auch auf die Koordinatenverschiebungen in unserer politischen Landschaft“, sagte Keller. Und zweitens mit der Coronapandemie, die die Agenda heute maßgeblich bestimmt.

„Ohne Marlis hätten wir nicht so zusammengehalten und diese Herausforderungen beherzt in Angriff genommen.“ (Andreas Keller)

Der GEW-Vize war und ist überzeugt: „Ohne Marlis hätten wir nicht so zusammengehalten und diese Herausforderungen beherzt in Angriff genommen. Schon jetzt steht fest, dass die Ära Tepe in die Geschichte der GEW eingehen wird als eine Ära, in der auch historische Erfolge erzielt worden sind.“ Etwa JA13, die Bezahlung von Grundschul- und Sekundarstufen-I-Lehrkräften nach A13 bzw. E13 in inzwischen zahlreichen Bundesländern. Ebenso die Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst und die Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Keller rechnete es Tepe hoch an, dass sie immer auch „die zwischenmenschliche Seite ernstgenommen“ habe. „Hier gibt es viele weinende Augen, wenn Marlis Tepe verabschiedet werden muss“, sagte er.

Tepe zeigte sich unter viel Applaus sichtlich gerührt: „Diese GEW-Zeit hat meine Zeit gefüllt, sie hat sie angefüllt mit unendlich vielen Eindrücken, Erlebnissen, sie hat sie aber auch erfüllt mit Freude und Erfolg, auch mit viel Stress, aber ich habe es unheimlich gern getan. Es war mir eine Ehre. Ihr seid meine Gewerkschaftsfamilie!“

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