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Vorbereitungsdienst: Der Weg ins Klassenzimmer

Startschuss für Phase zwei: Nach dem Abschluss des Lehramtsstudiums folgt der Vorbereitungsdienst, der in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich lang ist und bis zu zwei Jahre dauert. Vor dem zweiten Staatsexamen steht ein umfangreiches Programm aus Seminaren, Stundenvorbereitung, Probeunterricht, Korrekturarbeiten und Konferenzen an. Wir haben Tipps zusammengestellt, wie ihr von Beginn an gut durch diesen Ausbildungsabschnitt kommt.

7 Tipps, die den Einstieg in den Vorbereitungsdienst erleichtern

Studien zeigen: Das Referendariat wird psychosozial oft als sehr belastend wahrgenommen. Vielen Neulingen droht der sogenannte Praxisschock. Einige angehende LehrerInnen brechen den Vorbereitungsdienst sogar ab. Um Stress und Überbelastung gleich am Anfang der zweiten Ausbildungsphase zu vermeiden, haben wir hier ein paar Tipps für den Start zusammengestellt.

Mach dich frühzeitig mit deiner Ausbildungsschule vertraut. Schau dir die Webseiten an, lerne deine Mentorin oder deinen Mentor kennen und verabrede einen Vorstellungstermin. Jede Schule hat ihre eigene Schulordnung. Mach dich rasch mit allen internen Regeln vertraut und knüpfe wichtige Netzwerke – zum Beispiel auch zu anderen LehrerInnen im Vorbereitungsdienst.   

Um zwischen Seminaren, Stundenvorbereitung, Lehrproben und Korrekturen den Überblick zu behalten, solltest du dich auch ums Zeitmanagement kümmern. Apps zur Terminplanung helfen – zum Beispiel Taskmanager wie Wunderlist und Chandler oder Evernote für deine Notizen.

Die GEW-Landesverbände geben für ihre Mitglieder unterschiedliche Kalender heraus, darunter auch den "Lehrerinnnen- und Lehrerkalender". Bestellt werden können diese bei den jeweiligen Landesverbänden.

In einer der jüngsten Ausgaben unserer Mitgliederzeitschrift "E & W" haben wir uns darüber hinaus intensiv mit dem Thema Stress und Überlastung bei LehrerInnen befasst.

Im Dienst sind weder Anzug noch Freizeitlook passend. Du solltest dich weder verkleiden noch durch zu lässige Kleidung den Eindruck erwecken, dich bei deinen SchülerInnen anbiedern zu wollen. Wichtig ist neben einem authentischen Stil außerdem, gepflegt aufzutreten. Mit Jeans und Hemd oder Bluse kannst du nichts falsch machen.

Für den Umgang mit Vorgesetzten aus Direktorat und Seminarleitung gibt es kein Pauschalrezept. Als künftige Lehrerin oder künftiger Lehrer solltest du ein Gespür für Menschen und Situationen haben. Grundsätzlich sind für einen erfolgreichen Vorbereitungsdienst Freundlichkeit, Aufgeschlossenheit, Engagement und Teamgeist auf allen beruflichen Ebenen sicher wichtig.     

Je nach Bundesland und nach Schulform bekommen Referendare zwischen rund 1.100 und etwa 1.300 Euro brutto im Monat - ohne mögliche Zuschläge für Kinder und Verheiratete. Für mögliche finanzielle Rückerstattungen im Zuge des Lohnsteuerjahresausgleichs kann es es hilfreich sein, von Anfang an sämtliche Belege für Unterrichtsmaterialien zu sammeln. Weitere Informationen rund um das Thema Geld im Vorbereitungsdienst gibt es auch bei den GEW-Landesverbänden.

Die Bildungsgewerkschaft GEW im Deutschen Gewerkschaftsbund vertritt die Rechte von LehrerInnen, setzt sich für gute Arbeitsbedingungen ein und streitet für faire Bezahlung. LehrerInnen im Vorbereitungsdienst zahlen für eine Mitgliedschaft in der GEW nur vier Euro monatlich. Dafür gibt es unter anderem Rechtsschutz, eine Berufshaftpflichtversicherung und zum Rechtspaket gibt es Fortbildungen. Außerdem bieten wir die Landeszeitschriften und die bundesweit erscheinende Mitgliederzeitschrift "E & W" an.

Auch die GEW-Landesverbände bieten auf ihren jeweiligen Internetseiten weitere Tipps rund um den Vorbereitungsdienst. Außerdem gibt es etliche private Blogs, in denen LehrerInnen im Vorbereitungsdienst von ihren Erfahrungen berichten. Hier eine kleine Auswahl: