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250.000 Menschen fordern: Abschalten!

Ein deutliches Zeichen in Richtung Bundesregierung setzten am Samstag die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der größten Anti-Atom-Proteste, die es jemals in Deutschland gab. Zur Beteiligung an den Demonstrationen in Berlin, Hamburg, Köln und München hatte auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) aufgerufen.

28.03.2011

In Berlin gingen rund 120.000 Atomkraftgegner auf die Straße, in Hamburg beteiligten sich 50.000, in Köln und München jeweils 40.000 Menschen an den Protest-Demos.

DGB-Chef Michael Sommer erklärte auf der Kundgebung in Berlin, es sei an der Zeit, endlich Konsequenzen zu ziehen und zu erkennen, dass Menschen die Atomkraft nicht vollständig beherrschen könnten. "Der Ausstieg aus der Atomenergie war richtig und ist richtig. Es war falsch von der Bundesregierung, diesen Weg zu verlassen", so Sommer weiter.

An die Adresse der Atomlobby und alle Verfechter der Atomindustrie sagte der DGB-Vorsitzende: "Wir haben genug von den Lügen, den Beschwichtigungen, den Verharmlosungen! Unsere Botschaften an Bundesregierung und Kernkraft-Lobby sind klar: Wir lassen uns keine Angst machen. Die Lichter werden nicht ausgehen, wenn es in Deutschland keine Atomkraftwerke mehr gibt. Von 17 Meilern sind derzeit gerade mal 4 voll am Netz. Und trotzdem ist genug Strom da. Die Atomenergie ist keine Brückentechnologie. Diese Brücke ist in Fukushima endgültig eingestürzt. Wir wollen erneuerbare Energien. Auch das schafft Arbeit. Hört auf, den Beschäftigten Angst zu machen! Die deutsche Wirtschaft wird ohne Atomstrom nicht zusammenbrechen, denn es gibt genug vernünftige Alternativen.

Der Atomausstieg sei alternativlos, betonte Sommer. "Wir wollen ernst machen mit einer humanen und naturgerechten Energiepolitik. Und wir werden sie durchsetzen. Gemeinsam haben wir die Kraft dazu!“

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