GEW - Die Bildungsgewerkschaft

Bundeswehrschulen im Ausland

Die Bundeswehr unterhält Schulen für Kinder von Bundeswehrbeschäftigen an Auslandsstandorten in den USA, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Belgien mit integrierten Angeboten vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe.

An den sieben Auslandsschulen der Bundeswehr werden rund 400 Kinder in deutscher Sprache von etwa sechzig Lehrerinnen und Lehrern aus Deutschland unterrichtet. Lehrkräfte, die einen Abschluss als Grund- und HauptschullehrerIn haben, können hier eher auf ein Vermittlungsangebot hoffen als im übrigen Auslandsschulwesen. Die Schulen befinden sich an Bundeswehrstandorten in den USA (El Paso, Alamogordo, Sheppard), Frankreich (Le Luc), Italien (Decimomannu), Niederlande (Brunssum) und Belgien (Mons).

Die Zeugnisse und Abschlüsse sind bundesweit anerkannt. Seit 2004 gilt eine Vereinbarung zwischen der Bundeswehr und dem Land Nordrhein-Westfalen, dessen schulrechtliche Regelungen anzuwenden, um die Gleichwertigkeit der Abschlüsse zu gewährleisten.  Unterrichtet wird daher nach den Lehrplänen von Nordrhein-Westfalen, an deren Lernstandserhebungen und Leistungsvergleichen die Schulen teilnehmen.

Die Auslandsschulen der Bundeswehr unterscheiden sich grundsätzlich von anderen Deutschen Auslandsschulen, welche überwiegend in privater Trägerschaft sind. Bei den Auslandsschulen der Bundeswehr handelt es sich jedoch um öffentliche deutsche Schulen, deren Träger das Bildungszentrum der Bundeswehr im Auftrag des  Bundesministeriums für Verteidigung ist. Schülerinnen und Schüler sind in ihrer großen Mehrheit Kinder von Bundeswehrbeschäftigten.  Soweit freie Kapazitäten vorhanden sind, stehen die Auslandsschulen der Bundeswehr auch Kindern von Nicht- Bundeswehrbeschäftigten offen, die dafür allerdings Schulgeld bezahlen müssen.

Der Unterricht erfolgt ausschließlich durch verbeamtete oder fest angestellte Lehrkräfte, die aus Deutschland für drei bis sechs Jahre abgeordnet werden. Die Besetzung frei werdender Stellen findet jeweils zum 1. August des Jahres statt. Voraussetzung für einen Einsatz an einer Auslandsschule der Bundeswehr ist eine Freistellung durch die zuständige Dienststelle des Bundeslandes sowie die offizielle Bewerbung als Auslandsdienstlehrkraft bei der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Bonn.

Während der Tätigkeit im Ausland bleibt das Dienstverhältnis zum abordnenden Bundesland bestehen, das auch weiterhin die Inlandsdienstbezüge bezahlt. Diese müssen wie gewohnt versteuert werden. Zusätzlich erhalten Lehrkräfte an Auslandsschulen der Bundeswehr steuerfreie Auslandszuschläge, um die besonderen Belastungen im Ausland abzugelten. Die Höhe dieser Auslandszuschläge berechnet sich nach dem Grundgehalt.

Folgende Bundeswehreinrichtungen nehmen Initiativbewerbungen für die Tätigkeit an einer Auslandsschule der Bundeswehr an:

Bildungszentrum der Bundeswehr
Abteilung B - Bildung, Qualifizierung und Zertifizierung
Referat IV 4 - BwFachS-ASchBw
Königswinterer Straße 556
53227 Bonn
E-Mail:
BiZBwAbtIVRef4BwFachS-AuslS(at)bundeswehr(dot)org

oder:

Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr
Abteilung V 1.5
Alte Heerstraße 81
53757 Sankt Augustin
E-Mail:
BAPersBwV15(at)bundeswehr(dot)org