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Entgrenzte Inszenierungen in der Kinder- und Jugendliteratur

Metafiktionale Verfahren erfahren auch in der Kinder- und Jugendliteratur zunehmend Aufmerksamkeit. Die neue Ausgabe von kjl&m macht das Phänomen daher zum Schwerpunkt.

16.03.2017

Am Anfang des Abenteuerklassikers "Die Schatzinsel" inszeniert Robert Louis Stevenson seinen Protagonisten Jim Hawkins als narrative Instanz einer Geschichte, die damit auf der Ebene des Textes Authentizität einfordert. Dem Abenteuer wird eine scheinbare Glaubwürdigkeit vermittelt, welche die Intensität der Lektüreerfahrung verstärkt. Auch Erich Kästner lässt sein literarisches Selbst im Emil eine erlebte Geschichte erzählen, und Bilbo Beutlin wird im "Herr der Ringe"retrospektiv als Autor des "Hobbits"inszeniert. Dieses Spiel der metafiktionalen Verfahren hat in den vergangenen Jahren auch in der KJL zunehmende Aufmerksamkeit erfahren. Daher soll diesem Phänomen der Themenschwerpunkt der vorliegenden Ausgabe von kjl&m gewidmet werden.

"Metafiktionales Erzählen: Entgrenzte Inszenierungen in der Kinder- und Jugendliteratur", AG Jugendliteratur und Medien - AJuM (Hrsg.), kjl&m 17.1, forschung.schule.bibliothek, München 2017, Verlag kopaed, ISSN 1864-144X, 11 Euro.

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