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Drei Jahre Entgeltordnung Sozial- und Erziehungsdienst - ein Zwischenfazit

Die Beschäftigten in Einrichtungen des Sozial- und Erziehungsdienstes halten es für richtig, dass es im TVöD spezielle tarifliche Regelungen für ihre Eingruppierung und die Gehälter gibt. Nach einer Online-Umfrage der GEW sind 83 Prozent der Befragten der Auffassung, dass mit einer eigenen Entgeltordnung den Besonderheiten der Berufsgruppe besser Rechnung getragen werden kann. Allerdings äußerten viele der 950 befragten GEW-Mitglieder auch deutliche Kritik.

07.02.2013

So sei die Eingruppierung nicht mehr zeitgemäß und die Gehälter müssten deutlich angehoben werden. Nur so sei es in Zukunft möglich, genügend Nachwuchs für soziale und Erziehungsberufe zu gewinnen. Besonders stark wurde kritisiert, dass man bei einem Arbeitgeberwechsel oftmals Gehaltsverzicht in Kauf nehmen müsse. Dies sei ein unhaltbarer Zustand, der dazu führe, dass Mobilität und Flexibilität verhindert würden, befanden die befragten Kolleginnen und Kollegen. Ein weiteres großes Problem ist ihrer Ansicht nach der Personalmangel. Drei Viertel der Befragten gaben an, dass es in ihrer Kindertageseinrichtung freie Stellen gibt, die nicht zu besetzen seien. Gleichwohl müsse man daran festhalten, nur voll ausgebildete Fachkräfte einzustellen.

Die Entgeltordnung für den Sozial- und Erziehungsdienst ist noch bis zum 31.12.2014 festgeschrieben. Die GEW beginnt bereits jetzt damit, eine Konzeption für eine vollständige Neuordnung der Eingruppierung zu diskutieren. Die jetzigen Tätigkeitsmerkmale, die zum großen Teil noch aus dem BAT der 1960-er Jahre stammen, müssen grundlegend überarbeitet werden. Dazu gehören zum Beispiel auch die Beschreibung von Leitungstätigkeiten, die Fachberatung und die Veränderung inhaltlicher Konzeptionen.

Die Ergebnisse der Mitgliederbefragung und eine Auswahl der Zuschriften können Sie im Kasten rechts herunterladen.

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