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Verschwörungserzählungen und -mythen: Eine Bedrohung der Demokratie?

Wieso sind Verschwörungserzählungen plötzlich allgegenwärtig? Wie entstehen sie, was verbindet sie? Welche Rolle spielen dabei antisemitische, rassistische und antifeministische Ressentiments? Wer hat Interesse an ihrer Verbreitung? Was bedeuten sie für unsere Demokratie und wie können wir ihnen entgegenwirken – im privaten wie im beruflichen Kontext? Welche besonderen Herausforderungen gibt es in verschiedenen Bildungsbereichen? Wo gibt es fachliche Unterstützung und Handlungshilfen?

Online-Seminar

Freitag, 26. März 2021

16.00 – 19.00 Uhr

Mit: Judith Rahner von der Amadeu Antonio Stiftung (angefragt), Kai Venohr, Mark Haarfeldt und Ulf Teichmann (techn. Support) vom DGB Bildungswerk Bund.

Verschwörungserzählungen haben im Zuge der Coronapandemie sehr viel Aufmerksamkeit gewonnen, und sie verbreiten sich rasend schnell, vor allem über die sozialen Medien. In Zeiten der Krise und Verunsicherung suchen Menschen nach einfachen Erklärungen und „Feindbildern“ – das ebnet den Weg zu antisemitischen Mythen und menschenfeindlichen Weltanschauungen, die schon seit Jahrhunderten existent sind und nach einem bestimmten Muster funktionieren. Sie richten sich typischerweise gegen ein politisches, wirtschaftliches, mediales oder wissenschaftliches „Establishment“, das angeblich im Auftrag einer geheimen Elite handelt.

Während QAnon-Anhängerinnen und -anhänger an eine satanistische Führungsmacht glauben, die eine Verjüngungsdroge aus Kinderblut begehrt, wittern andere Corona-Leugnerinnen und -leugner hinter Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie eine Weltherrschaft durch die „Bilderberger“, die Familie Rothschild, Bill Gates oder George Soros. In dem von der sog. Neuen Rechten propagierten Verschwörungsnarrativ des „Großen Austauschs“ der europäischen Bevölkerung durch Migration verbinden sich antisemitische, rassistische und antifeministische Ressentiments. Diese ideologischen Kernelemente fungieren nicht nur als Motiv rechter Gewalt, sondern finden – wie auch Anti-Establishment-Parolen – zunehmend Anklang in der gesellschaftlichen Mitte, wie etwa bei Protesten der „Querdenken“-Bewegung beobachtbar.

Das Online-Seminar in Kooperation mit dem DGB Bildungswerk Bund (Projekt VAU – Vernetzung, Aufklärung, Unterstützung) richtet sich an alle interessierten GEW-Mitglieder, die sich mit diesen demokratiefeindlichen Tendenzen und damit verbundenen Radikalisierungsgefahren auseinandersetzen sowie Handlungsmöglichkeiten diskutieren wollen, um ihnen entgegenzuwirken.

Termin
26.03.2021, 16:00 - 19:00 Uhr
Veranstaltungsort
Online-Seminar

Anmeldeschluss
24.03.2021

Anmeldungen sind bis spätestens 22. März möglich und werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Aus organisatorischen Gründen werden automatische Anmeldebestätigungen versendet. Wir bitten daher um verbindliche Anmeldungen. Nach Ablauf der Anmeldefrist erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer per Email einen Zugangslink sowie Informationen zum Seminarablauf.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, bei zu hoher Nachfrage die Teilnehmendenzahl zu begrenzen sowie einzelne Personen von der Teilnahme auszuschließen, sollten diese durch rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung treten.

Kontakt
Elina Stock
Referentin im VB Vorsitzende
Adresse Reifenberger Straße 21
60489 Frankfurt am Main
Telefon:  069/78973113