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8. Baustelle Inklusion: Armut ist Diskriminierung!

Klassistische Barrieren in Kita und Grundschule erkennen und abbauen

Die unterschiedlichen sozioökonomischen Verhältnisse, in denen Kinder aufwachsen wirken auch in Kindertageseinrichtung und Schule hinein. Auch Kinder nehmen diese Unterschiede wahr: Wer hat beim Spielzeugtag das neue Star-Wars-Schwert? Wer hat das angesagte neue Smartphone? Wessen Familie verreist nie? In Deutschland wachsen mehr als 17 Prozent der unter Dreijährigen in Familien auf, die von staatlicher Grundsicherung leben. Für über die Hälfte der Kinder ist Armut ein anhaltender Normal- und Dauerzustand. Menschen, die über ein geringes Einkommen verfügen, auf Transferleistungen angewiesen sind oder einen niedrigen Bildungsabschluss haben, erfahren in unserer Gesellschaft weniger Wertschätzung: sie erleben Stigmatisierung, Ausgrenzung und Diskriminierung. Diese Form der Diskriminierung wird als Klassismus bezeichnet.

Ein diskriminierungskritischer Blick auf Armut und klassistische Machtverhältnisse erfährt in Kita und Grundschule sowie gesamtgesellschaftlich bisher zu wenig Aufmerksamkeit. Dieser Blick ist jedoch wichtig, um soziale Ausgrenzung nicht zu reproduzieren. Welche Auswirkungen haben klassistische Machtverhältnisse auf die Identitätsentwicklung sowie die Bildungsprozesse von Kindern? Wie sind Klassismus und andere Diskriminierungsformen dabei miteinander verstrickt? Welche Barrieren müssen abgebaut werden? Wie können pädagogische Fachkräfte den Auswirkungen von Klassismus und Armut begegnen und Kinder in ihren Identitäten und ihrer Entwicklung stärken?

Mit der 8. Baustelle Inklusion: Armut ist Diskriminierung! – Klassistische Barrieren in Kita und Grundschule erkennen und abbauen wollen wir diesem Handlungsbedarf begegnen, zu Aufklärung und Sensibilisierung beitragen sowie Handlungsspielräume erweitern.

Termin
25.06.2018, 09:30 - 18:00 Uhr
Veranstaltungsort
Berliner Stadtmission
Lehrter Str. 68
10557 Berlin
Teilnahmebeitrag
120 Euro Solipreis, 95 Euro regulärer Preis, 75 Euro ermäßigter Preis für Geringverdienende und Studierende
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