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GEW: „Solidarität mit entführten Mädchen in Nigeria darf nicht nachlassen“

Bildungsgewerkschaft zur Kampagne #BringBackOurGirls 100 Tage nach Entführung

22.07.2014

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) appelliert 100 Tage nach der Entführung von mehr als 270 Mädchen im Norden Nigerias, den internationalen Druck aufrecht zu erhalten und die Demonstrationen für die Befreiung der von islamistischen Terroristen verschleppten Schülerinnen beharrlich fortzusetzen. „Die Bundesregierung muss jede Anstrengung unternehmen, um die entführten Mädchen zu retten“, forderte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe angesichts der andauernden Ungewissheit über das Schicksal der Schülerinnen.

„Obwohl die Massenentführung Anfang April weltweite Empörung hervorgerufen hat, fehlt von den meisten Mädchen immer noch jegliche Spur. Anschläge auf Schulen sowie Massaker der Boko Haram sind in Nigeria weiterhin an der Tagesordnung. Wir dürfen nicht zulassen, dass die internationale Aufmerksamkeit gegenüber diesen Menschenrechtsverbrechen nachlässt“, so Tepe.

Gemeinsam mit der Bildungsinternationalen (BI), dem internationalen Dachverband der Bildungsgewerkschaften, ruft die GEW zu weiteren Solidaritätsaktionen im Rahmen der Kampagne #BringBackOurGirls auf. Sie prangert zugleich die Ermordung von über 170 Lehrkräften in Nigeria sowie den systematischen Angriff des Terrornetzwerkes Boko Haram auf das Recht auf Bildung an. Die GEW hatte bereits am 22. Mai in einem Schreiben an den Präsidenten von Nigeria gefordert, den Zugang zu Bildung zu sichern und alles zu tun, damit die Mädchen befreit werden.

Info:
Am 14. April hatte die Islamistengruppe Boko Haram über 270 Mädchen aus einer Schule in Chibok entführt, einem Ort im Norden Nigerias. Von 219 verschleppten Mädchen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren fehlt weiter jede Spur. Weltweit wird seitdem für ihre Freilassung demonstriert.

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