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„Uni oder divers?“ Unterschiedliche Promotionskontexte und ihre Bedingungen

GEW-Seminar für Doktorandinnen und Doktoranden

Mit Blick auf die im Titel gestellte rhetorische Frage „Uni oder divers? Unterschiedliche Promotionskontexte und ihre Bedingungen“ wird bereits deutlich, dass Promovieren keinesfalls eine gleichförmige, gleichartige und homogene Erfahrung darstellt. Promovieren ist nicht nur durch sehr unterschiedliche persönliche, fachspezifische und strukturelle Bedingungen gekennzeichnet.

Ob eine Promotion auf einer wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen- oder Mitarbeiterstelle erfolgt, im Zuge einer strukturierten Promotionsförderung oder im Rahmen einer Individualpromotion, geht mit unterschiedlichen Gestaltungs- und Zugangsmöglichkeiten sowie -hürden einher. Darüber hinaus gibt es in einigen Fächern sogenannte Industriepromotionen, künstlerisch-praktische Promotionen oder es wird bilingual promoviert. Weiter wird eine hitzige Debatte über das Promotionsrecht von Fachhochschulen bzw. Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen als Promotionsorte neben den Universitäten geführt. Die Auswirkungen von Bologna-Prozess und Exzellenzinitiative bzw. Exzellenzstrategie habe die Debatte um die Promotionslandschaft nochmals erweitert.

Daraus ergeben sich für uns Fragen wie: Welche Rahmenbedingungen für Promovierende bestehen an unterschiedlichen Promotionsorten? Vor welchen Herausforderungen, Chancen und Risiken stehen Promovierende in ihren unterschiedlichen Kontexten? Was verbindet Promovierende trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen? In unserem Seminar möchten wir Promotionsinteressierten und Promovierenden zunächst einen Überblick über die unterschiedlichen Promotionskontexte und ihre Bedingungen geben. Außerdem setzen wir uns kritisch und interaktiv mit den unterschiedlichen Rahmenbedingungen, ihren Vor- und Nachteilen und ihren politischen Implikationen auseinander.

In diesem Sinne laden wir euch herzlich ein, vom 13. bis 16. Juni 2019 in der Akademie am Meer in Klappholttal auf Sylt mit Promovierenden, Promotionsinteressierten sowie Expertinnen und Experten aus Hochschule und Forschung über die Bedingungen des Promovierens an unterschiedlichen Orten zu diskutieren.

Das GEW-Seminar für Doktorand*innen richtet sich an Promovierende und Promotionsinteressierte aller Fachrichtungen sowie weiteren Interessierten. Wir freuen uns besonders über Anmeldungen von Kolleginnen und Kollegen aus Gruppen, die in der Wissenschaft unterrepräsentiert sind, wie etwa Menschen mit Migrationshintergrund und/oder Flucht­erfahrung, People of Color, Frauen und LGTBIQ-Personen.

Wir bitten um einen Teilnahmebeitrag in Höhe 40 Euro für GEW-Mitglieder und 80 Euro für Nicht-Mitglieder. Darin sind Unterkunft und Verpflegung sowie die Erstattung der Reisekosten (DB zweite Klasse) eingeschlossen. Bitte meldet euch bis 24. Mai 2019 an.

Das GEW-Seminar für Doktorand*innen ist ein Ort des respektvollen Miteinanders, in der alle Beteiligten dazu aufgefordert sind, eine Atmosphäre zu schaffen, in der auf Basis von Solidarität ein gleichberechtigtes Handeln, Denken und Lernen möglich ist.

Beim Bildungs- und Förderungswerk der GEW bedanken wir uns für die freundliche Förderung.

Beginn
13.06.2019, 16:00 Uhr
Ende
16.06.2019, 12:30 Uhr
Veranstaltungsort
Akademie am Meer
Klappholttal
25992 List/Sylt
Teilnahmebeitrag
GEW-Mitglied: 40 Euro, kein GEW-Mitglied: 80 Euro
Anmeldeschluss
24.05.2019
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