Zum Inhalt springen

Schluss mit hire and fire! Das WissZeitVG auf dem Prüfstand

Hybrid-Konferenz: in Präsenz in Berlin und online als Livestrem

2021 haben zehntausende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem Twitter-Hashtag #IchBinHanna das Befristungsunwesen in Hochschule und Forschung angeprangert. Aus gutem Grund: 89 Prozent der wissenschaftlichen Angestellten an Universitäten sind befristet beschäftigt, die durchschnittliche Vertragslaufzeit beträgt gerade mal 22 Monate vor und 28 Monate nach der Promotion. Das ergab die erste Evaluation der 2016er Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes durch Freya Gassmann, die die GEW 2020 veröffentlicht hat.
Foto: Pixabay

Die Ampelkoalition hat inzwischen eine Reform des Gesetzes in Aussicht gestellt. Die Ergebnisse der von der Bundesregierung beauftragten Evaluation werden im Frühjahr 2022 vorliegen. Auf unserer Hybrid-Konferenz am 3. Juni werden Vertreter der beiden mit der Evaluation beauftragten Forschungsinstitute HIS-HE und INTERVAL die Ergebnisse vorstellen. GEW-Hochschulexperte Andreas Keller wird Vorschläge der GEW für die Weiterentwicklung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes zu einem Wissenschaftsentfristungsgesetz zur Diskussion stellen. Bundestagsabgeordnete aus Koalition und Opposition werden zu den Evaluationsergebnissen und den GEW-Vorschlägen Stellung nehmen.

Die Zeit ist reif für Dauerstellen für Daueraufgaben in Hochschule und Forschung, verläss­liche Karrierewege, gleiche Chancen für alle. Die Debatte über eine Reform des Wissen­schaftszeitvertragsgesetzes wird nach Veröffentlichung der Ergebnisse der Evaluation nicht mehr zu bremsen sein. Es kommt jetzt darauf an, dass wir diese Debatte aktiv mitgestalten und auf wirksame Verbesserungen dringen.

Termin
03.06.2022, 11:00 - 15:00 Uhr
Veranstaltungsort
Tagungswerk
Lindenstr. 85
10969 Berlin
Teilnahmebeitrag
Kostenfrei
Anmeldeschluss
24.05.2022
 Routenplaner