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Save the Date: Zehn Jahre Templiner Manifest

Jubiläumskonferenz am 25. November in Berlin

Vor zehn Jahren hat die GEW ihre Kampagne für den „Traumjob Wissenschaft“ gestartet. Das 2010 vorgelegte Templiner Manifest war ein Weckruf für die bundesdeutsche Wissenschaftspolitik. Nach einer Dekade möchten wir eine Bilanz ziehen und die Weichen für die GEW-Kampagne in den zwanziger Jahren stellen.

Immer mehr Zeitverträge mit immer kürzeren Laufzeiten, lange und steinige Karrierewege –die Probleme leugnet heute niemand mehr. Die prekäre Lage von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an Hochschulen und Forschungseinrichtungen hat es nach ganz oben auf die politische Agenda geschafft.

Das Templiner Manifest wirkt. Die 2016 in Kraft getretene Novelle des Wissen­schaftszeitvertragsgesetzes zielte darauf ab, unsachgemäßen Befristungen und Vertrags­laufzeiten entgegenzuwirken. Der „Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken“ verpflichtet die Länder, Schwerpunkte beim Ausbau unbefristeter Beschäftigungsverhältnisse zu setzen. Mit dem Tenure-Track-Programm von Bund und Ländern werden berechenbare Karriere­wege zwischen Promotion und Professur gefördert. Weit über 100 Hochschulen und Forschungseinrichtungen haben Kodizes für faire Beschäftigungsbedingungen und ver­lässliche Karrierewege nach dem Vorbild des von der GEW erarbeiteten Herrschinger Kodex „Gute Arbeit in der Wissenschaft“ vorgelegt. In einer Reihe von Landeshochschulgesetzen wurden die Weichen für eine Reform der Personalstruktur und eine bessere Absicherung des Status von Lehrbeauftragten und Promovierenden gestellt.

Und doch liegt das größte Stück des Wegs zum „Traumjob Wissenschaft“ noch vor uns. Die bisher ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Befristungsunwesens und zur Schaffung verlässlicher Karrierewege haben eine begrenzte Wirkung. Die 2019 vorgelegte Bayreuther Erklärung der Universitätskanzlerinnen und Universitätskanzler zeigt, dass wir jederzeit mit Rückschlägen rechnen müssen. Hinzu kommen die unabsehbaren Auswirkungen der Corona-Krise, die zu neuen Unsicherheiten für befristet Beschäftigte, Lehrbeauftragte, Stipendiatinnen und Stipendiaten führen.

Auf unserer Jubiläumskonferenz am 25. November 2020 in Berlin werden wir gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundes, der Länder und der Hochschulen eine kritische Bilanz ziehen, wie sich die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen in der Wissenschaft in der letzten Dekade entwickelt haben. Darüber hinaus möchten wir den Blick nach vorne richten und die weiteren Schritte für die GEW-Kampagne für den „Traumjob Wissenschaft“ beschreiben.

Termin
25.11.2020, 10:30 - 16:00 Uhr
Veranstaltungsort
Maritim proArte Hotel Berlin
Friedrichstraße 151
10117 Berlin
Teilnahmebeitrag
Kostenlos
Anmeldeschluss
11.11.2020
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