GEW - Die Bildungsgewerkschaft
Sie sind hier:

Promovieren als Berufsqualifikation – Realitäten, Motivation und Perspektiven

GEW-Seminar für Doktorandinnen und Doktoranden 15.–17. Juni 2018 Erkner – mit freundlicher Unterstützung des Bildungs- und Förderungswerks der GEW

Die aktuelle Situation Promovierender zeichnet sich durch vielfältige Qualifikationsanforderungen aus, welche sie besitzen oder sich aneignen müssen, um ihre Promotionsvorhaben erfolgreich umzusetzen und anschließend im Beruf einzusetzen. Diese Anforderungen reichen weit über die für die unterschiedlichen Disziplinen erforderlichen Fähigkeiten in Forschung und Lehre hinaus – Promovieren, das bedeutet heute auch Projektmanagement, internationales und diversitätssensibles Netzwerken und Teamwork sowie Kompetenzen des Präsentierens, Moderierens und wissenschaftlichen Schreibens für ganz unterschiedliche Formate. Darüber hinaus gibt es ausgehend vom Bologna-Prozess eine Debatte, inwieweit auch die Vermittlung von Kompetenzen für die berufliche Praxis jenseits der Wissenschaft Gegenstand der Promotion werden soll. Für uns ergeben sich daraus folgende Fragen:

  • Können und sollen Promovierende all diesen Anforderungen gerecht werden?
  • Fallen diese überhaupt mit den eigenen Motiven für die Arbeit an einer Promotion zusammen?

Diese Fragen möchte wir auch vor dem Hintergrund diskutieren, dass es für Promotionsinteressierte wie Promovierende oftmals notwendig ist, die aufgezählten Anforderungen zu erfüllen, um beispielsweise eine Promotionsfinanzierung zu erhalten oder in einem Bewerbungsgespräch für eine wissenschaftliche Mitarbeiter*innenstelle reüssieren zu können. Dieses wollen wir zum Anlass nehmen, um vom 15. bis 17. Juni 2018 in Erkner bei Berlin mit Promovierenden, Promotionsinteressierten sowie Expert*innen aus Hochschule und Forschung über den Stellenwert der Promotion als Berufsqualifikation zu diskutieren. Die vielfältigen Qualifikationsanforderungen und Bedingungen werden dabei ebenso kritisch in den Fokus gerückt wie die Motive und Realitäten der Teilnehmer*innen. Leitend sind dabei für das Seminar folgende Fragen:

  • Lässt sich von einer Entwicklung der Promotion von einer wissenschaftlichen Qualifizierung hin zu einer allgemeinen Berufsqualifizierung sprechen?
  • Welche Konsequenzen hätte eine solche Veränderung für die Promotionsphase?
  • Wie ist es zu bewerten, dass im Zuge der Öffnung und Verbreiterung des Zugangs zu höherer Bildung immer mehr Menschen eine Promotion anstreben?

Das GEW-Seminar für Doktorand*innen richtet sich an Promovierende und Promotionsinteressierte aller Fachrichtungen ebenso wie an alle an diesem Themenkomplex interessierten Kolleg*innen. Besonders herzlich eingeladen sind Personen, die Gruppen angehören, die in der wissenschaftlichen Community bisher unterrepräsentiert sind, wie z. B. Menschen mit sog. Migrationshintergrund und/oder Fluchterfahrung, People of Colour, Frauen und LGTBIQ-Personen. Wir bitten um einen Teilnahmebeitrag in Höhe von 40 Euro (GEW-Mitglieder: 20 Euro). Darin sind Unterkunft und Verpflegung sowie die Erstattung der Reisekosten (DB zweite Klasse) eingeschlossen. Kinderbetreuung wird bei Bedarf gerne bereitgestellt. Der Tagungsort ist barrierefrei zugänglich. Bitte meldet euch bis 22. Mai 2018 an.

Beim Bildungs- und Förderungswerk der GEW bedanken wir uns für die freundliche Förderung.

Beginn
15.06.2018, 15:00 Uhr
Ende
17.06.2018, 12:30 Uhr
Veranstaltungsort
Bildungszentrum Erkner
Seestr. 39
15537 Erkner (bei Berlin)
Teilnahmebeitrag
40 Euro (GEW-Mitglieder: 20 Euro)
Anmeldeschluss
22.05.2018
Kalendereintrag herunterladen (ICS)
 Routenplaner