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(Neue) `Normalitäten´?! Hürden und Hilfen auf dem Weg zur Promotion

GEW-Seminar für Doktorandinnen und Doktoranden

Unter den Bedingungen der Corona-Pandemie sind Fragen danach, ob Wege zu einer (neuen) ,Normalität‘ an den Hochschulen eingeschlagen werden oder ob und wann wir wieder zu einer vorherigen ,Normalität‘ zurückkehren können und sollten, virulent geworden. Wir möchten daher mit diesem Seminar zu einer kritischen Reflektion darüber einladen, welche Bedeutungen (neue) ,Normalitäten‘ im Hochschulkontext haben – denn auch hier war schon vor Corona so einiges „nicht mehr normal“.
Foto: Kay Herschelmann

Vorstellungen von ‚Normalität‘ in Hochschulbetrieben berühren auch Fragen danach, wer überhaupt in welchem Ausmaß Zugang zu Hochschulen und zum „Doktortitel“ erhält und wie sich das hochschulische Wir eigentlich zusammensetzt. Wie kommt es also zu ungleichen Zugangs- und Promotionsmöglichkeiten? Wie werden Vorstellungen von Normalität aktuell durch die Corona-Pandemie, anhaltend prekäre Arbeitsbedingungen oder einer neuerlich erstarkenden rechten ‚Bewegung‘ verstärkt – und wieviel Einfluss hat die sich formierende hochschulische, zivil-gesellschaftliche und gewerkschaftliche Gegenwehr?

In unserem Seminar möchten wir alle Promotionsinteressierten und Promovierenden dazu einladen, sich digital und in Präsenz mit (gegenwärtigen) Normalitätsvorstellungen und daher auch mit Belastungen auf dem Weg zur Promotion auseinanderzusetzen und Umgangsstrategien mit diesen zu entwickeln. Hierzu werden wir uns kritisch mit dem Spannungsfeld zwischen Promotionsbedingungen und individuellen Möglichkeiten sowie Beschränkungen auseinandersetzen und hierfür einen dezidiert intersektional geprägten Blick einnehmen. Wir werden in unterschiedlichen Formaten – in Vorträgen, Diskussionen, in Kurz-Coachings und Peer-to-Peer-Mentorings – praktische Umgangsweisen, Hilfestellungen und gewerkschaftliche Handlungsstrategien erarbeiten. Herausforderungen und Unterstützung für Promotionsinteressierte werden ebenso fokussiert, wie Hürden und Hilfestellungen für Doktorand*innen. Mit dabei sind Dr. Reyhan Şahin alias Lady Bitch Ray, Nadine Golly von KARFI – Schwarzes Bildungskollektiv, Dr. Katrin Rothmaler vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Dr. Verena Limper von Erste Generation Promotion e.V., Prof. Dr. Christoph Butterwegge und viele weitere Expert*innen.

Wir laden Euch herzlich dazu ein, am 30. Juni 2022 online und vom 8. bis 10. Juli 2022 in Hannover mit Promovierenden, Promotionsinteressierten sowie verschiedenen Expert*innen aus Hochschule und Forschung kritisch über „(Neue) ‚Normalitäten‘ auf dem Weg zur Promotion“ zu diskutieren!

Dabei freuen wir uns besonders über Anmeldungen von Kolleg*innen mit Migrationsgeschichte und/oder Fluchterfahrung, BIPoC, Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen bzw. Neurodivergenzen, LGBTQIA*-Personen sowie Sorgearbeiter*innen und alle, die im Wissenschaftsbetrieb unterrepräsentiert sind.

Wir bitten um einen Teilnahmebeitrag in Höhe von 45 Euro für GEW-Mitglieder und 90 Euro für Nicht-Mitglieder. Darin sind Unterkunft, Verpflegung sowie die Erstattung der Reisekosten (DB zweite Klasse) eingeschlossen. Bitte meldet euch bis 15. Juni 2022 über den Anmeldebutton an.

Das GEW-Seminar für Doktorand*innen ist ein Ort des respektvollen Miteinanders. Alle Beteiligten sind dazu aufgefordert, eine Atmosphäre zu schaffen, in der auf Basis von Solidarität und Wertschätzung ein gleichberechtigtes Handeln, Denken und Lernen möglich ist.

Beim Bildungs- und Förderungswerk der GEW bedanken wir uns für die freundliche Förderung.

Beginn
30.06.2022, 15:00 Uhr
Ende
10.07.2022, 11:45 Uhr
Veranstaltungsort
Hotel Plaza Hannover
Fernroder Str. 9
30161 Hannover
Teilnahmebeitrag
GEW-Mitglieder: 45 Euro, Nicht-Mitglieder: 90 Euro
Anmeldeschluss
15.06.2022
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