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Herbstakademie 2021

Gute Arbeit in der Erwachsenenbildung- Nationale Weiterbildungsstrategie – Wie weiter?

Die diesjährige Herbstakademie des GEW Vorstandsbereichs Berufliche Bildung und Weiterbildung wird vom 23. bis zum 24. September im Hybridformat an der FernUniversität Hagen stattfinden.

Nachdem die Nationale Weiterbildungsstrategie (NWS) von Bund, Ländern und Sozialpartnern in der ersten Junihälfte 2021 ihren (Abschluss-)Bericht mit Handlungsempfehlungen vorgelegt haben wird, wird die GEW dieser weiterbildungspolitisch wichtigen Strategie somit eine eigene größere Veranstaltung widmen. Wir werden die Ergebnisse der NWS sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus gewerkschaftlicher Sicht beleuchten. In verschiedenen Fachforen zur Grundbildung, Beratung, Politischer Bildung und Integration werden wir uns mit Expertinnen und Experten über unsere Forderungen und Arbeitsaufträge, die sich mit Abschluss der NWS ergeben, austauschen. In einer Podiumsdiskussion werden wir die Haltung der demokratischen Parteien zur NWS abfragen. Wir werden Schlussfolgerungen für die Professionalisierung des Weiterbildungspersonals ziehen.

Wir freuen uns auf Beiträge u.a. von Prof. Dr. Sabine Schmidt-Lauff (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg) und Prof. Dr. Dieter Nittel (FernUniversität Hagen), Prof. Dr. Ada Pellert (FernUniversität Hagen) sowie Maike Finnern (GEW) und Elke Hannack (DGB).

Aufgrund der aktuellen Corona-Vorsichtsmaßnahmen findet die Veranstaltung im Hybridformat statt, die Plätze vor Ort sind bereits vergeben. Hier können Sie sich für die Online Teilnahme anmelden.

Beginn
23.09.2021, 12:00 Uhr
Ende
24.09.2021, 13:00 Uhr
Veranstaltungsort
Hybridveranstaltung
Anmeldung nur für Online-Teilnahme
Anmeldeschluss
31.08.2021
Kalendereintrag herunterladen (ICS)Anmelden

Programm

Donnerstag, 23. September 2021

12:00-13:00 UhrAnreise in Hagen
13:00-13:45 UhrBegrüßung
  • Prof. Dr. Ada Pellert, Rektorin der FernUniversität, Hagen
  • Maike Finnern, Vorsitzende der GEW, Frankfurt am Main
Einführung in das Tagungsprogramm
  • Prof. Dr. Dieter Nittel, Goethe-Universität Frankfurt am Main/FernUniversität in Hagen
  • Ralf Becker, GEW Hauptvorstand, Leiter Berufliche Bildung und Weiterbildung
14:00-15:30 Uhr Bewertung der Nationalen Weiterbildungsstrategie aus wissenschaftlicher Perspektive, Prof. Dr. Sabine Schmidt-Lauff, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg:Vortrag u. Diskussion
15:30-16:00 UhrKaffeepause
16:00-18:00 UhrForen 1 bis 4

Freitag, 24. September 2021

09:00-10:00 UhrZusammenfassung der Ergebnisse aus den Foren 1 bis 4 Die Moderator:innen berichten.
10:00-10:45 UhrVortrag Bewertung der Nationalen Weiterbildungsstrategie aus gewerkschaftlicher Sicht, Elke Hannack, DGB-Bundesvorstand, Berlin
10:45-11:00 UhrPause
11:00 11:30 UhrVortrag Was folgt aus der bisherigen NWS für die Professionalisierung des Weiterbildungspersonals (und die Organisationsentwicklung)? Prof. Dr. Dieter Nittel, Goethe-Universität Frankfurt am Main / FernUniversität in Hagen
11:30-12:45 Uhr Podiumsdiskussion: Haltung der Parteien zur Nationalen Weiterbildungsstrategie – Austausch mit den Gewerkschaften
  • Ulrike Bahr, SPD, Berlin
  • Astrid Mannes, CDU/CSU, Berlin
  • Jens Brandenburg, FDP, Berlin
  • Wolfgang Strengmann-Kuhn, Bündnis 90 / DIE GRÜNEN, Berlin
  • Birke Bull-Bischoff, DIE LINKE, Berlin
  • Ralf Becker, GEW Hauptvorstand, Frankfurt am Main
Moderation: Ansgar Klinger (GEW NRW)
12:45-13:00 Uhr   Schlusswort und Ausblick Ralf Becker, GEW-Hauptvorstand, Frankfurt am Main

Grundbildung

„Die Länder haben die Regelstrukturen und die Förderung für die Alphabetisierung und Grundbildung bedarfsgerecht und nachhaltig ausgebaut“, so eine Aussage aus dem Umsetzungsbericht der Nationalen Weiterbildungsstrategie. Entspricht das der tatsächlichen Situation und den Erfahrungen der Einrichtungen und Beschäftigten?  Nachdem Bund und Länder 2016 die „Nationale Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung“ ausgerufen haben, sollen im Forum in der „Halbzeit“ eine realistische Bilanz der ersten Hälfte der Dekade und der Empfehlungen des Themenlabors gezogen sowie begründete Handlungsempfehlungen und Konsequenzen für die gewerkschaftliche Praxis der zweiten Dekade-Hälfte diskutiert werden.

  • Georg List, Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung, Münster/W.
  • Matthias Anbuhl, DGB, Berlin
  • Moderation: Andreas Klepp, GEW Niedersachsen

Beratung in der Weiterbildung

Wenn u.a. infolge der Digitalisierung die Arbeit in allen Berufsfeldern vor massiven Umbrüchen steht, bedeutet dies für das Lernen und Lehren, adäquat auf diese Veränderungen zu reagieren. Eine Strategie des Lebensbegleitenden Lernen umfasst neben der Fortschreibung beruflicher Kompetenzen auch die Aneignung von Fach-, Orientierungs- und Netzwerkwissen zur gesellschaftlichen Mitbestimmung. Genügt eine primär arbeitsmarktpolitisch motivierte Beratung in der Weiterbildung? Sollte Bildungsberatung eine Synthese der Förderung beruflicher, allgemeiner und politischer Weiterbildung sein?

  • Prof. Bernd Käpplinger, Justus-Liebig-Unversität Gießen
  • Mark-Cliff Zofall, Lebensbegleitende Berufsberatung, Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg
  • Barbara Lampe, Nationales Forum Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung e.V., Berlin
  • Moderation: Wilfried Rehfeld, GEW NRW

Politische Bildung

Im 80seitigen Umsetzungsbericht der Nationalen Weiterbildungsstrategie taucht der Begriff der Politischen Bildung nicht auf. Demgegenüber hatte die Schweriner Erklärung der GEW „Demokratie stärken – mehr politische Bildung in Berufs- und Weiterbildung“ veranschaulicht, dass die gesellschaftlichen Herausforderungen sich nicht alleine mit fachspezifischer Bildung in der Berufs- und Weiterbildung bewältigen lassen. Im Forum soll der Stellenwert der Politischen Bildung für eine künftige Weiterbildungsstrategie herausgestellt werden.

  • Barbara Menke, Arbeit und Leben, Wuppertal
  • Moderation: Katja Nonn, GEW Thüringen

Integration: Sprachlos im Gesamtprogramm Sprache - Lehren aus der Pandemie

Kursausfälle und -unterbrechungen mit der Folge erheblicher Lern- und Integrationsverluste für die Teilnehmenden kennzeichnen die Lage der Sprachkurse unter Corona. Den Lehrkräften und den hauptberuflichen pädagogischen Mitarbeiter:innen bescherte dies Zwangspausen im Wechsel mit Phasen der physischen und psychischen Überlastung. Für die freiberuflichen Lehrkräfte bedeutete dies Einnahmeverluste und zusätzliche soziale Unsicherheit. Im Forum wollen wir eine Bilanz der Lehren aus der Pandemie ziehen und dringende Schritte zu einer Verbesserung der Lage sowie Wege zu einer grundlegenden Reform des Gesamtprogramms Sprache beraten.

  • Julia von Westerholt, Deutscher Volkshochschul-Verband, Bonn
  • Matthias Jung, Fachverband Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Düsseldorf
  • Moderation: Barbara Simoleit, GEW NRW; Josef Mikschl, GEW Schleswig-Holstein
Ansprechpartner_in
Ralf Becker
Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands, OB Berufliche Bildung und Weiterbildung
Reifenberger Straße 21
60489 Frankfurt am Main
069/78973-325
Referent_in
Helena Müller
Referentin im OB Berufliche Bildung und Weiterbildung
Reifenberger Straße 21
60489 Frankfurt am Main
069/78973-319