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Her mit der Milliarde!

Von der Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes zum Pakt für verlässliche Karrierewege in der Wissenschaft

7. Follow-up-Kongress zum Templiner Manifest

Am 17. März 2016 ist die Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes in Kraft getreten. Auch wenn bei weitem nicht alle Vorschläge der GEW umgesetzt wurden: Die Gesetzesnovellierung hat die Rechte der Beschäftigten an Hochschulen und Forschungs­einrichtungen gestärkt.

Damit wir tatsächlich zu berechenbaren Karrierewegen und stabilen Beschäftigungs­bedingungen in der Wissenschaft kommen, müssen jetzt über das Gesetz hinaus die Rahmenbedingungen verbessert werden. Bund und Länder sollten mit einem speziellen Förderprogramm für verlässliche Karrierewege in der Wissenschaft gezielt Anreize für die nachhaltige Schaffung von berechenbaren Berufswegen und eine Reform der Personalstruktur geben – die GEW hat das bereits 2013 der neuen Bundesregierung mit ihrem Köpenicker Appell ins Stammbuch geschrieben.

Inzwischen hat sich die Große Koalition darauf verständigt, einen "Pakt für den wissen­schaftlichen Nachwuchs" auf den Weg zu bringen und dafür für einen Zeitraum von zehn Jahren eine Milliarde Euro bereitzustellen. Voraussichtlich am 22. April 2016 wird die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) zusammenkommen und über die Ausgestaltung des Pakts beraten. Aber was sagen dazu eigentlich die Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaftler und ihre Gewerkschaft, die GEW? Die Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes – war das schon alles? Das werden wir am Vortag, am 21. April 2016, auf dem 7. Follow-up-Kongress zum Templiner Manifest gemeinsam diskutieren.

Berechenbare Perspektiven für Postdocs - Dauerstellen für Daueraufgaben: Das sind zwei zentrale Reformvorschläge des 2010 von der GEW vorgelegten Templiner Mani­fests. Beim 7. Follow-up-Kongress werden wir debattieren, welchen Beitrag ein Bund-Länder-Programm zur Umsetzung dieser Vorschläge leisten kann. Ausgangspunkt der Diskussion ist eine Expertise, die Dr. Anke Burkhardt vom Institut für Hochschulfor­schung Wittenberg im Auftrag der GEW-nahen Max-Traeger-Stiftung erarbeitet. Steffen Krach, Berliner Staatssekretär für Wissenschaft, Mitglied der GWK-Staatssekretäre-AG zur Vorbereitung des Bund-Länder-Programms, wird seine Erwartungen formulieren.

Im Anschluss daran laden wir zum Aktiven-Ratschlag in Form einer Fishbowl-Diskussion ein. Wie geht es jetzt weiter auf dem Weg zum "Traumjob Wissenschaft"? Was sollte die GEW als nächstes tun? Diskutieren Sie gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen, die sich in der GEW, in Hochschulgremien, in Personalräten für faire Beschäftigungsbedingungen und verlässliche Karrierewege engagieren.

Die Veranstaltung ist öffentlich, die Teilnahme kostenfrei. Außerdem erstattet die GEW ihren Mitgliedern die Reisekosten. Bitte melden Sie sich verbindlich bis 23. März 2016 an.

Datum
21.04.2016
Uhrzeit
10:30 bis 16:30 Uhr
Veranstaltungsort
Hotel Aquino Tagungszentrum
Hannoversche Str. 5b
10115 Berlin
Teilnahmebeitrag
Kostenfrei, dennoch bitten wir um verbindliche Anmeldung, da der GEW für jede/n Teilnehmer/in gegenüber dem Tagungshaus Kosten entstehen
Anmeldeschluss
11.04.2016
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