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Demografischer Wandel und gesellschaftliche Teilhabe

GEW & Equality

In der Veranstaltungsreihe GEW & Equality geht es diesmal um das Thema, wie der demografische Wandel die politischen Debatten um Rente und Absicherung im Alter sowie um nachhaltige Gesundheits- und Pflegesysteme verschärft. Dabei ist auch eine erhöhte Erwerbsquote von Frauen im Gespräch.

In den kommenden Jahren wird es immer mehr ältere Menschen in der Europäischen Union geben. Heute sind 20 Prozent der Bevölkerung älter als 65 Jahre, bis 2070 werden es 30 Prozent sein. Dieser demografische Wandel verschärft die politischen Debatten um Rente und Absicherung im Alter, sowie um nachhaltige Gesundheits- und Pflegesysteme. Die EU-Kommission hat im Januar 2021 das Grünbuch zum Thema Altern veröffentlicht, in dem der demografische Wandel mit einem Lebensverlaufansatz und den Herausforderungen und Chancen einer alternden Gesellschaft in Europa vorgestellt werden.

Während das Grünbuch die erweiterte Solidarität und Verantwortung zwischen den Generationen fordert, hat sich während der Coronapandemie immer wieder ein Generationenkonflikt aufgetan. Dieser Konflikt war geprägt von Rechten und Möglichkeiten der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und dem Zugang zu Digitalisierung.

Die Europäische Kommission sieht die Notwendigkeit einer hohen Erwerbsbeteiligung und eines langen Erwerbslebens zur Abfederung des demografischen Wandels. Dies könne durch eine erhöhte Erwerbs­quo­te von Frauen und die stär­kere Ein­bin­dung von Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund und mit Behin­de­run­gen in den Arbeits­markt erreicht wer­den. Gegensätzlich betonen senior*innenpolitische Forderungen des DGB, dass Defizite des Sozialstaates nicht durch die mögliche Arbeitskraft von Menschen im Ruhestand ausgeglichen werden dürfen.

Wir freuen uns auf eine spannende Debatte und möchten uns darüber austauschen, wie gewerkschaftliche Forderungen zur Senior*innenpolitik auf europäischer Ebene ungesetzt werden können.

Astrid Dentler ist Mitglied im Europäischen Kabinett der Vizepräsidentin Dubravka Šuica, zuständig für Demokratie und Demografie. Sie betreut den Arbeitsschwerpunkt Altern und bildet mit ihrer Expertise die europäische Diskussion zum Thema Altern und institutioneller Sicherheitsvorsorge ab.

Klaus Beck ist DGB-Bundesseniorenbeauftragter und Leiter des Referats für Seniorenpolitik der DGB. Er setzt sich für eine stärkere gewerkschaftliche Präsenz von Senior*innenpolitik ein.

Veranstalterinnen:
Frauke Gützkow und Janina Henkes
Vorstandsmitglied und Referentin für Frauen-, Gleichstellungs-, Geschlechterpolitik

Termin
01.12.2021, 19:30 - 21:00 Uhr
Veranstaltungsort
Videokonferenz

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Hinweis: GEW-Mitglieder können bei Bedarf einen Zuschuss zu den Kosten für Kinderbetreuung bzw. Pflege eines Angehörigen beantragen. Kontakt für weitere Informationen: sekretariat(dot)frauenpolitik(at)gew(dot)de

Ansprechpartner_in
Janina Henkes
Referentin im AB Frauen-, Gleichstellungs-, Geschlechterpolitik
Reifenberger Straße 21
60489 Frankfurt am Main
069/78973-306