Die Gewerkschaften und die Arbeitgeber in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) mussten in dieser Tarifrunde viele unterschiedliche Themenkomplexe unter einen Hut bekommen. Das war nicht einfach, weil sie einen Ausgleich zwischen allen Themen und Forderungen finden mussten. Deshalb ist es gut, dass es gelungen ist, ein Gesamtpaket zu schnüren. Dieses Paket enthält neben der allgemeinen Gehaltserhöhung mit Mindestbeträgen und einer überproportionalen Anhebung der Stufe 1, einer höheren Angleichungszulage für Lehrkräfte und mehr Geld im Sozial- und Erziehungsdienst noch weitere Verbesserungen, unter anderem für Beschäftigte in der Pflege und in Krankenhäusern. Bei der Bewertung einzelner Ergebnisse muss man immer im Blick behalten, dass ein Mehr für eine Beschäftigtengruppe zu Abstrichen für andere Kolleginnen und Kollegen führen kann – es also immer wichtig ist, auf das Gesamtvolumen zu schauen, das die Gewerkschaften durchgesetzt haben.
Das Tarifergebnis zusammengefasst
- Rückwirkend zum 1. Januar 2019: 3,2 Prozent (inkl. Mindestbetrag 100 Euro)
- Ab 1. Januar 2020: 3,2 Prozent (inkl. Mindestbetrag 90 Euro)
- Ab 1. Januar 2021: 1,4 Prozent (inkl. Mindestbetrag 50 Euro)
- Darin enthalten sind außerdem größere Erhöhungen der Stufe 1: 4,5 Prozent zum 1. Januar 2019, 4,3 Prozent zum 1. Januar 2020 sowie 1,8 Prozent zum 1. Januar 2021
- Das sind insgesamt 8 Prozent bei 33 Monaten Laufzeit des Tarifvertrags.
- Erhöhung der Angleichungszulage für angestellte Lehrkräfte von bisher 30 auf 105 Euro.
- Angleichung der Gehälter im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder an das Niveau von Bund und Kommunen
