GEW - Die Bildungsgewerkschaft - Medieninformationen https://www.gew.de GEW - Die Bildungsgewerkschaft - Medieninformationen de-DE GEW - Die Bildungsgewerkschaft - Medieninformationen Mon, 11 Dec 2017 17:14:09 +0100 Mon, 11 Dec 2017 17:14:09 +0100 TYPO3 EXT:news news-12987 Tue, 05 Dec 2017 10:54:24 +0100 GEW: „In Grundschulen und gezielte Leseförderprogramme investieren“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-in-grundschulen-und-gezielte-lesefoerderprogramme-investieren/ Bildungsgewerkschaft zur IGLU-Studie: neues Ganztagsschulprogramm auflegen Schule Bildungsgerechtigkeit Bildungsqualität Presse Hauptvorstand news-12914 Mon, 27 Nov 2017 12:00:00 +0100 GEW: „Bildung kann nicht warten!“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-bildung-kann-nicht-warten-5/ Bildungsgewerkschaft stellt Studie „Chancen und Hoffnung durch Bildung“ vor Bremen/Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) macht sich dafür stark, dass geflüchtete Kinder und Jugendliche so schnell wie möglich in die Schule kommen oder eine Berufsausbildung aufnehmen können – und zwar unabhängig vom Aufenthaltsstaus. Dafür sei es notwendig, zusätzliche Lehrkräfte sowie Sozialarbeiter und -pädagoginnen einzustellen und diese entsprechend zu qualifizieren. „Bildung kann nicht warten! Wir wollen geflüchtete Kinder und Jugendliche in die Gesellschaft integrieren und ihnen die Möglichkeit geben, sich in Deutschland ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen. Dafür sind Bildung, qualifizierte Schul- und Berufsabschlüsse eine sehr wichtige Voraussetzung“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Montag in Bremen während der Vorstellung der Studie „Chancen und Hoffnung durch Bildung“ vor der Presse.

Tepe machte deutlich, dass gute Arbeitsbedingungen der Pädagoginnen und Pädagogen und deren Qualifikation die Voraussetzungen seien, damit Integrationsprozesse gelingen können. „Aufnahme und Integration geflüchteter Kinder und Jugendlicher stellt das Schulsystem in allen Bundesländern vor große Herausforderungen. Die chronische Unterfinanzierung des Bildungsbereichs, der ins Stocken geratene Ausbau des Ganztags und der hausgemachte Lehrkräftemangel erschweren die Aufgabe“, betonte Tepe. Das gelte auch für Bremen. So seien beispielsweise die Arbeitsbedingungen insbesondere für Vorkurs-Lehrkräfte prekär. „Diese Lehrerinnen und Lehrer brauchen ein  unbefristetes Arbeitsverhältnis, ein angemessenes Gehalt sowie adäquate Fort- und Weiterbildungsangebote“, unterstrich die GEW-Vorsitzende. Zudem müssten die Abschlüsse und Qualifikationen zugewanderter Lehrkräfte schneller und unbürokratischer anerkannt werden. Diese Lehrkräfte brauchten ebenso wie Quer- und Seiteneinsteiger neue Wege für Anpassungs- und Nachqualifizierungen. Tepe wies darauf hin, dass mehr multiprofessionelle Teams in den Schulen nötig seien, beispielsweise um traumatisierte Kinder und Jugendliche zu unterstützen.

Sie machte deutlich, dass sie die Anstrengungen der Bundesländer, die Aufgaben der Migration seit 2015 zu meistern, durchaus anerkenne. „Ohne den großen Einsatz der Lehrkräfte wäre die Situation jedoch nicht zu bewältigen gewesen. Jetzt müssen die Pädagoginnen und Pädagogen entlastet werden. Dafür müssen die Länder noch mal eine Schippe drauflegen und für die Integration geflüchteter Kinder und Jugendlicher mehr Geld in die Hand nehmen“, mahnte die GEW-Vorsitzende. Der Bund müsse zudem in ein umfassendes Sanierungs- und Modernisierungsprogramm für allgemein- und berufsbildende Schulen sowie in ein Programm zur Schulsozialarbeit investieren.

Für eine bessere Integration in den Schulen schlug sie ein Bündel an Maßnahmen vor. So sollten integriertes Fach- und Sprachlernen sowie Unterrichtsangebote in Herkunftssprachen systematisch verankert und ausgebaut werden. Damit könne der Unterricht in Vorkursen bzw. Vorbereitungsklassen besser an den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Kinder und Jugendlichen anknüpfen. Ebenso werde den Kindern und Jugendlichen der Übergang in die Regelklasse, der so schnell wie möglich erfolgen soll, erleichtert. Bewährt habe sich auch das teilintegrative Modell, bei dem die Kinder und Jugendlichen von Anfang an stundenweise an Fächern wie Kunst, Musik, Sport, Mathe oder Fremdsprachen teilnehmen. Dieses müsse ausgebaut und bedarfsgerecht ausgestattet werden. „Wir brauchen mehr altersgerechte Sprachförderangebote für Deutsch als Fremd- bzw. Zweitsprache in allen Schulformen“, sagte Tepe. Zugleich regte sie Bildungsangebote an, die Vorkenntnisse und Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen in Fächern wie Mathematik, Naturwissenschaften und weiteren Sprachen stärker berücksichtigten. „Alle diese Maßnahmen können am besten im Ganztag umgesetzt werden – und wenn der Unterricht häufiger von zwei Lehrkräften gestaltet wird“, stellte die GEW-Vorsitzende fest.

Info: Die Studie „Chancen und Hoffnung durch Bildung. Wie das deutsche Schulsystem Geflüchtete integriert“ der Autorinnen Dita Vogel und Elina Stock gibt einen Überblick über rechtliche und bildungspolitische Rahmenbedingungen zur Integration Geflüchteter ins deutsche Schulsystem. Sie beleuchtet exemplarisch die aktuelle Situation sowie besondere Herausforderungen im Bundesland Bremen. Dabei werden drei Phasen (Schulzugang, Einstiegsphase sowie Interventionen und Interaktionen im Regelunterricht) genauer und mit Blick auf bestehende Regelungen, deren praktische Umsetzung sowie zentrale Handlungsbedarfe untersucht. Zudem werden Positionen und Initiativen der GEW vorgestellt, um gewerkschaftliche Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die gleichberechtigte Bildungszugänge und -teilhabe Geflüchteter fördern. Die Bildungsinternationale, der internationale Dachverband von 400 Bildungsgewerkschaften, hatte die Studie in Auftrag gegeben.

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Schule Migration Presse Hauptvorstand
news-12901 Fri, 24 Nov 2017 09:57:17 +0100 GEW: „Digitalisierung in Berufs- und Weiterbildung muss den Menschen dienen“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-digitalisierung-in-berufs-und-weiterbildung-muss-den-menschen-dienen/ Bildungsgewerkschaft: mehr Lehrkräfte für Berufsbildende Schulen und die Weiterbildung! Hamburg/Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mahnt mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft an, mehr Lehrende in der Berufsbildung und der Weiterbildung zu beschäftigen. Diese müssten zusätzliche Qualifizierungsangebote erhalten. „Der Trend zu mehr Vernetzung und weiterer Verdichtung der Arbeitsbeziehungen führt zu neuen Lernformaten. Er erfordert neue Kompetenzen in der beruflichen Bildung und der Weiterbildung. Diese Entwicklung können wir schon jetzt in der Industrie, den Dienstleistungsbereichen, im Handwerk und in der Erwachsenenbildung beobachten“, sagte Ansgar Klinger, GEW-Vorstandsmitglied für Berufliche Bildung und Weiterbildung, während der Tagung „Die digitale R*Evoultion? – Herausforderungen für Berufliche Bildung und Weiterbildung“ am Freitag in Hamburg. „Das Bildungswesen ist nicht ausreichend finanziert und schlecht ausgestattet. So sind die neuen Herausforderungen nur schwer zu bewältigen.“

„Sowohl die Arbeits- als auch die Ausbildungs- und Studienbedingungen der Lehrkräfte an beruflichen Schulen müssen deutlich verbessert werden. Sonst wird der Lehrkräftemangel weiter dramatisch steigen. Zudem brauchen wir ein Bundesgesetz für die Weiterbildung, das endlich den Zugang, die Teilnahme und die Finanzierung der Weiterbildung und der Lehrenden einheitlich auf hohem Niveau sicher stellt“, benannte Klinger die Mindestbedingungen, damit die Herausforderungen der Digitalisierung gemeistert werden können.

Der GEW-Experte machte deutlich, dass Bildung - gerade mit Blick auf die Digitalisierung - den Menschen und ihrer umfassenden Persönlichkeitsentfaltung dienen müsse. Arbeitsorganisation, Mitbestimmung und Tarifbindung seien für die im Bildungswesen Beschäftigten im Sinne guter Arbeit zu gestalten, so wie dies für alle Arbeitsgebiete der Gesellschaft gilt. Unterrichtsprinzipien wie „Augmented Reality“, mit der modernste Technik virtuell in den Unterrichtsraum gebracht werden kann, müssten auch in der Berufs- und Weiterbildung mediendidaktisch kritisch hinterfragt und begleitet werden. „Der Einsatz neuer Medien im Unterricht darf nicht dazu führen, dass benachteiligte Menschen noch mehr in Gefahr geraten, gesellschaftlich abgehängt zu werden“, betonte Klinger. Er forderte die Länder auf, für ihre beruflichen Schulen und die Einrichtungen der Erwachsenenbildung nachhaltige Konzepte der Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte zu entwickeln und umzusetzen.

Info: Die GEW-Tagung „Die digitale R*Evoultion? – Herausforderungen für Berufliche Bildung und Weiterbildung“ findet zurzeit in Hamburg statt. Alle weiteren Informationen auf der Veranstaltungsseite

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Weiterbildung Berufliche Bildung Bildungsfinanzierung Presse Hauptvorstand
news-12870 Tue, 21 Nov 2017 12:00:53 +0100 GEW: „Länder haben Ausbildung von Lehrkräften verschlafen“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-laender-haben-ausbildung-von-lehrkraeften-verschlafen/ Bildungsgewerkschaft schlägt Sofortprogramm zur Erhöhung der Ausbildungskapazitäten vor / Einschulungszahlen 2017 veröffentlicht Schule LehrerInnenbildung Presse Hauptvorstand news-12824 Thu, 16 Nov 2017 10:45:35 +0100 GEW: „Das Ende der Fahnenstange ist erreicht!“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-das-ende-der-fahnenstange-ist-erreicht/ Bildungsgewerkschaft ruft an den Goethe-Instituten zum „Schwarzen Freitag“ als Protest gegen verfehlte Personalpolitik auf Tarif Presse Hauptvorstand news-12822 Thu, 16 Nov 2017 10:25:54 +0100 GEW: „Lehrkräftemangel bekämpfen – ohne Abstriche an der Ausbildung!“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-lehrkraeftemangel-bekaempfen-ohne-abstriche-an-der-ausbildung/ Bildungsgewerkschaft präsentiert Konzept zur Reform der Lehrerinnen- und Lehrerbildung Wissenschaft Schule LehrerInnenbildung Gleichstellung Presse Hauptvorstand news-12815 Wed, 15 Nov 2017 13:52:36 +0100 GEW: „Zusagen über Mehrinvestitionen in Bildung und Forschung sind nur der erste Schritt!“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-zusagen-ueber-mehrinvestitionen-in-bildung-und-forschung-sind-nur-der-erste-schritt/ Bildungsgewerkschaft zu den Sondierungsgesprächen von CDU/CSU, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bildungsbereiche Bildung weiter denken Bildungsfinanzierung Presse Hauptvorstand news-12797 Tue, 14 Nov 2017 10:56:36 +0100 GEW: „JA13 für alle Lehrkräfte an Grundschulen und in der Sekundarstufe I“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-ja13-fuer-alle-lehrkraefte-an-grundschulen-und-in-der-sekundarstufe-i/ Aktionen der Bildungsgewerkschaft für bessere Bezahlung laufen bis zum 24. November Schule Gleichstellung Presse Hauptvorstand news-12786 Mon, 13 Nov 2017 10:13:41 +0100 GEW: „Forschung und Lehre neben der Professur aufwerten!“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-forschung-und-lehre-neben-der-professur-aufwerten/ Bildungsgewerkschaft appelliert an Hochschulrektorinnen und -rektoren Frankfurt a.M./Berlin/Potsdam – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat sich für eine durchgreifende Reform der Personalstruktur und Karrierewege an den Universitäten ausgesprochen. „Deutschlands Universitäten versuchen, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts mit einer Personalstruktur aus dem 19. Jahrhundert zu bewältigen: Wenigen Professorinnen und Professoren stehen Scharen an wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Lehrkräften und Lehrbeauftragten gegenüber, die in der Regel in Abhängigkeit gehalten und mit Kurzzeitverträgen abgespeist werden. Die Karrierewege an Unis sind lang und steinig, akademische Freiheit und Innovationskraft werden gehemmt. Damit muss endlich Schluss sein“, sagte Andreas Keller, stellvertretender GEW-Vorsitzender und Hochschulexperte, am Montag am Vorabend der Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz in Potsdam. „Wir brauchen dringend eine Reform der Personalstruktur und Karrierewege, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neben der Professur aufwertet: mehr Eigenverantwortung in Lehre und Forschung, Dauerstellen für Daueraufgaben sowie berechenbare Karrierewege.“
 
Es sei falsch, die Karrierewege in der Wissenschaft ausschließlich an der Professur auszurichten, kritisierte Keller: „Der Löwenanteil der Forschung und Lehre wird schon heute von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ohne Lehrstuhl geleistet. Die GEW macht sich daher für neue Karrierewege an den Unis stark, die nicht nur zur Professur, sondern zu weiteren verantwortungsvollen Dauerpositionen in Lehre, Forschung und Wissenschaftsmanagement führen. Damit Universitäten mit anderen Arbeitgebern in der Industrie und im Ausland wettbewerbsfähig bleiben, müssen sie jetzt ihre Personalstruktur und Karrierewege modernisieren und entsprechende Personalentwicklung betreiben. Bund und Länder sollten prüfen, inwieweit die Hochschulgesetze sowie das vor Kurzem gestartete ‚Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses‘ dem Reformbedarf gerecht werden.“ Als Blaupause für entsprechende Reformen legte der GEW-Vize den Universitäten ein Konzept vor, das der Gewerkschaftstag der Bildungsgewerkschaft beschlossen hat und heute während einer Tagung in Berlin vorgestellt wird.
 
Info:

  • Der Reformvorschlag der GEW für eine neue Personal- und Karrierestruktur an Universitäten ist unter dem Titel „Wissenschaft als Beruf“ als Broschüre veröffentlicht worden.
  • Das GEW-Reformkonzept wird heute in Berlin während der Tagung „Gute Arbeit in der Wissenschaft“ präsentiert, die die Bildungsgewerkschaft gemeinsam mit dem „Netzwerk Gute Arbeit in der Wissenschaft“ veranstaltet.
  • An Deutschlands Universitäten sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts rund 24.000 Professorinnen und Professoren tätig. Ihnen stehen rund 250.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ohne Professur, darunter rund 168.000 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber.
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Wissenschaft Bildungsfinanzierung Presse Hauptvorstand
news-12748 Tue, 07 Nov 2017 12:46:58 +0100 GEW: Martin Petersens „Exit Sugartown“ erhält Wolgast-Preis https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-martin-petersens-exit-sugartown-erhaelt-wolgast-preis/ Bildungsgewerkschaft zur Verleihung des Heinrich-Wolgast-Preises der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien Schule Presse Hauptvorstand news-12721 Fri, 03 Nov 2017 09:51:45 +0100 GEW: „Befristungsunwesen bedroht akademische Freiheit“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-befristungsunwesen-bedroht-akademische-freiheit/ Bildungsgewerkschaft zum 20. Jahrestag der UNESCO-Empfehlungen zum Hochschulpersonal Wissenschaft Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Presse Hauptvorstand news-12709 Thu, 02 Nov 2017 10:48:54 +0100 GEW: „Junge Menschen brauchen eine Ausbildungsgarantie!“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-junge-menschen-brauchen-eine-ausbildungsgarantie-3/ Bildungsgewerkschaft zur Veröffentlichung der Ausbildungszahlen der BA Berufliche Bildung Presse Hauptvorstand news-12696 Sun, 29 Oct 2017 09:26:00 +0100 GEW: „Berufsverbote-Opfer endlich rehabilitieren und entschädigen“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-berufsverbote-opfer-endlich-rehabilitieren-und-entschaedigen/ Tagung der Bildungsgewerkschaft „45 Jahre ‚Radikalenerlass‘“ GEW Gesellschaftspolitik Presse Hauptvorstand news-12656 Tue, 24 Oct 2017 13:10:45 +0200 Über 30 Organisationen: Bündnis „Reichtum umverteilen“ fordert in offenem Brief steuerpolitischen Kurswechsel https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/ueber-30-organisationen-buendnis-reichtum-umverteilen-fordert-in-offenem-brief-steuerpolitischen-ku/ Gemeinsame Pressemitteilung des Bündnisses „Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle!“ Bildungsbereiche Bildungsfinanzierung Presse Hauptvorstand news-12628 Thu, 19 Oct 2017 11:54:32 +0200 30 Organisationen fordern: „Gute Bildung für alle Menschen!“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/30-organisationen-fordern-gute-bildung-fuer-alle-menschen-1/ Breites Bündnis macht sich für mehr Geld in der Bildung stark Bildungsbereiche Bildung weiter denken Bildungsfinanzierung Presse Hauptvorstand news-12601 Tue, 17 Oct 2017 10:10:27 +0200 ver.di und GEW fordern Bundesgesetz für die Weiterbildung https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/verdi-und-gew-fordern-bundesgesetz-fuer-die-weiterbildung/ Gewerkschaften machen sich für einheitliche, verbindliche Strukturen, mehr Qualität, bessere Ressourcen und Freistellungsansprüche stark Weiterbildung Presse Hauptvorstand news-12578 Fri, 13 Oct 2017 11:26:23 +0200 GEW: „Länder haben Grundschulen vernachlässigt!“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-laender-haben-grundschulen-vernachlaessigt-1/ Bildungsgewerkschaft zum „IQB-Bildungstrend 2016“: mehr Lehrkräfte einstellen, Ausbildungskapazitäten erhöhen, Arbeitsbedingungen verbessern Berufliche Bildung Schule Migration Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem LehrerInnenbildung Gleichstellung Presse Hauptvorstand news-12516 Wed, 04 Oct 2017 14:43:52 +0200 GEW verurteilt Verhaftungen und Massenentlassungen von Lehrkräften und Wissenschaftlern in der Türkei https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-verurteilt-verhaftungen-und-massenentlassungen-von-lehrkraeften-und-wissenschaftlern-in-der-tuerke/ Bildungsgewerkschaft zum „Weltlehrer*innentag 2017“: „Lehren in Freiheit, Lehrkräfte stärken“ Wissenschaft Schule Migration Gesellschaftspolitik Internationales Presse Hauptvorstand news-12514 Wed, 04 Oct 2017 12:16:35 +0200 GEW: „Numerus clausus überwinden, Hochschulen öffnen und ausbauen“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-numerus-clausus-ueberwinden-hochschulen-oeffnen-und-ausbauen/ Bildungsgewerkschaft zur mündlichen Verhandlung beim Bundesverfassungsgericht Studium Wissenschaft Berufliche Bildung Presse Hauptvorstand news-12490 Fri, 29 Sep 2017 11:08:31 +0200 GEW: „Exzellenzstrategie um Entfristungsoffensive ergänzen“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-exzellenzstrategie-um-entfristungsoffensive-ergaenzen/ Bildungsgewerkschaft zu den heutigen Auswahlentscheidungen Frankfurt a. M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat Bund und Länder gemahnt, rasch die Weichen für eine Entfristungsoffensive an den Hochschulen zu stellen. „Im Rahmen der Exzellenzstrategie werden Bund und Länder Jahr für Jahr über eine halbe Milliarde Euro für exzellente Spitzenforschung an ausgesuchten Universitäten überweisen. Ich gratuliere den 41 Hochschulen, die in der Vorauswahl Erfolg hatten und jetzt die Chance bekommen, ihre Anträge für die Endrunde des Exzellenzwettbewerbs einzureichen. Allerdings ist zu befürchten, dass die Exzellenzstrategie das Befristungsunwesen an den Hochschulen weiter anfeuern wird. Deshalb müssen Bund und Länder die Exzellenzstrategie jetzt rasch um eine Entfristungsoffensive ergänzen“, sagte der stellvertretende GEW-Vorsitzende und Hochschulexperte, Andreas Keller, am Freitag in Frankfurt a.M.

Keller bezog sich mit dieser Forderung auf die Evaluation der Exzellenzinitiative, dem Vorgängerprogramm der Exzellenzstrategie, durch eine von dem Schweizer Physik-Professor Dieter Imboden geleitete internationale Expertenkommission. Diese hatte in ihrem Abschlussbericht 2016 die unsicheren Qualifizierungs-, Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen im deutschen Wissenschaftssystem kritisiert und der Exzellenzinitiative bescheinigt, die Probleme nicht gelöst, sondern verschärft zu haben. „Mit befristet eingeworbenen Exzellenzgeldern stellen die Hochschulen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch nur befristet ein. Läuft die Förderung aus, werden die Beschäftigten auf die Straße gesetzt. Das ist nicht nur unfair gegenüber hoch qualifizierten Akademikern, sondern unterminiert zudem die Kontinuität und damit Qualität von Forschung und Lehre“, betonte der GEW-Vize.

„Wir brauchen allein an den Universitäten 40.000 zusätzliche Dauerstellen im akademischen Mittelbau. Weitere 10.000 Mittelbaustellen brauchen die Fachhochschulen, um ihrer erweiterten Aufgabenstellung in Lehre und Forschung, Nachwuchsförderung und Wissenstransfer gerecht zu werden“, unterstrich der Hochschulexperte. Dabei bezog er sich auf die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Expertise des Instituts für Hochschulforschung an der Universität Halle-Wittenberg, die die GEW-nahe Max-Traeger-Stiftung gefördert hat. An die politischen Parteien appellierte er, die Weichen in den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen für die neue Bundesregierung zu stellen.

Info: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat heute die Ergebnisse der Vorauswahl für die Exzellenzstrategie bekannt gegeben. Eine internationale Expertenkommission hat 88 Antragsskizzen ausgewählt, die von 41 Hochschulen in 13 Bundesländern eingereicht wurden. Für den weiteren Verlauf des Wettbewerbs sollen die ausgewählten Skizzen nun bis zum 21. Februar 2018 zu Förderanträgen ausgearbeitet und wiederum bei der DFG eingereicht werden. Weitere Informationen: www.dfg.de

Auf Grundlage von Berechnungen des Instituts für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat die GEW 2016 in ihrer „Wittenberger Erklärung“ eine Entfristungsoffensive für 40.000 zusätzliche Dauerstellen im akademischen Mittelbau an Universitäten und weitere 10.000 an Fachhochschulen vorgeschlagen.

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Wissenschaft Presse Hauptvorstand
news-12428 Thu, 21 Sep 2017 15:51:34 +0200 Tepe und Trümper für bessere finanzielle Ausstattung des Bildungsbereichs https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/tepe-und-truemper-fuer-bessere-finanzielle-ausstattung-des-bildungsbereichs/ GEW Sachsen-Anhalt und GEW-Hauptvorstand zur Sommertour der Vorsitzenden Marlis Tepe. Auf ihrer Sommertour durch die Bundesrepublik machte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe heute in Sachsen-Anhalt Station. In Magdeburg besuchte sie das Albert-Einstein-Gymnasium, kam dort mit Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften und der Schulleitung ins Gespräch. Außerdem hielt sie in der 12. Klassenstufe eine Unterrichtsstunde in Sozialkunde. Anschließend traf sie sich mit dem Oberbürgermeister (OB) der Stadt Magdeburg, Lutz Trümper (SPD), zu einem Gespräch über die Gestaltungsmöglichkeiten für bessere Rahmenbedingungen in der Bildung.

Nachdem sich Tepe vor Ort einen Eindruck der Europaschule verschafft hatte, betonte sie im Gespräch mit dem OB, dass bei weitem nicht alle Kinder und Jugendlichen so gute Lernbedingungen vorfänden. Mit Blick auf den schlechten Zustand vieler Schulen im Bundesgebiet betonte sie: „Wir brauchen einen politischen Richtungswechsel: Die Politik muss endlich mehr Geld für Bildung in die Hand nehmen. Denn die Bundesrepublik braucht mehr und bessere Bildung für alle Menschen. Dies ist der Schlüssel für eine lebenswerte, chancengleiche und zukunftsfähige Gesellschaft.“ Allerdings hätten die Kommunen oft nicht den notwendigen finanziellen Spielraum, um Ausbau und Modernisierung des Bildungswesens zügig voranzutreiben.

Mit dem Argument, die Geburtenzahlen sinken weiter, sei gerade in den östlichen Bundesländern viele Jahre lang der Fokus auf Abbau und Rückzug gelegt worden. „Die Realität spricht eine andere Sprache. In den nächsten Jahren werden zumindest in den Ballungszentren wieder deutlich mehr Kinder in die Tagesstätten und Schulen kommen. Und das ist gut so! Aber: Diese Entwicklung bringt große Probleme mit sich, weil in den letzten Jahren in der Bildung massiv gekürzt worden ist, statt diesen Bereich auszubauen. Die Fehlentscheidungen der Vergangenheit holen die Politik jetzt ein“, unterstrich Tepe. Mit dieser gewaltigen Herausforderung dürften die Kommunen nicht alleingelassen werden. Einer direkten Unterstützung durch den Bund stünde in vielen Fällen aber nach wie vor das kürzlich gelockerte Kooperationsverbot im Wege. Mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl ergänzte Tepe deshalb: „Diese unnötige Blockade muss endlich komplett fallen. Es ist notwendig, dass der Bund die Länder und Kommunen ohne Umwege finanziell unterstützen kann. Allein der bauliche Investitionsbedarf für Schulen liegt bei mindestens 3,2 Milliarden Euro jährlich über die nächste Dekade. In Magdeburg, aber auch in anderen größeren Städten in den östlichen Bundesländern wie Leipzig gibt es zudem erheblichen Sanierungs- und Neubaubedarf bei den Kindertagesstätten. Zusätzlich stehen die allermeisten Länder und Kommunen vor gewaltigen Personalproblemen, Sachsen-Anhalt bildet da keine Ausnahme.“

Alexander Pistorius – Pressesprecher GEW Sachsen-Anhalt

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Schule Bildung weiter denken Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem Presse Hauptvorstand
news-12427 Thu, 21 Sep 2017 15:32:15 +0200 GEW: „Nicht zurücklehnen, sondern nachlegen!“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-nicht-zuruecklehnen-sondern-nachlegen/ Bildungsgewerkschaft zum Start des Bund-Länder-Programms wissenschaftlicher Nachwuchs Wissenschaft Bildungsfinanzierung Bildungssystem Presse Hauptvorstand news-12384 Fri, 15 Sep 2017 13:39:42 +0200 GEW: „Ausstattung verbessern – Technik muss der Pädagogik dienen“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-ausstattung-verbessern-technik-muss-der-paedagogik-dienen/ Bildungsgewerkschaft zum „Monitor Digitale Bildung“ der Bertelsmann-Stiftung Studium Weiterbildung Berufliche Bildung Schule Presse Hauptvorstand news-12349 Tue, 12 Sep 2017 11:16:53 +0200 GEW: „Bessere Bezahlung und Lernbedingungen in Grundschulen und der Sekundarstufe I dringend notwendig“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-bessere-bezahlung-und-lernbedingungen-in-grundschulen-und-der-sekundarstufe-i-dringend-notwend/ GEW zur OECD-Studie „Bildung auf einen Blick“ Schule Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem Presse Hauptvorstand news-12303 Thu, 07 Sep 2017 11:50:05 +0200 GEW: „Grundbildung weltweit dauerhaft stärken“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-grundbildung-weltweit-dauerhaft-staerken/ Bildungsgewerkschaft zum Weltalphabetisierungstag Schule Gesellschaftspolitik Internationales Bildungsgerechtigkeit Presse Hauptvorstand news-12237 Thu, 31 Aug 2017 14:10:00 +0200 GEW: „Fachkräftemangel bekämpfen und Bildungsberufe aufwerten!“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-fachkraeftemangel-bekaempfen-und-bildungsberufe-aufwerten/ Bildungsgewerkschaft zum Fachkräftemangel an Bildungseinrichtungen Presse Hauptvorstand news-12236 Thu, 31 Aug 2017 11:58:54 +0200 GEW: „Mehr Geld für Bildung statt für Rüstung“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-mehr-geld-fuer-bildung-statt-fuer-ruestung/ Bildungsgewerkschaft zum Antikriegstag Gesellschaftspolitik Internationales Presse Hauptvorstand news-12193 Mon, 28 Aug 2017 12:59:33 +0200 GEW: „Bundesweit einheitliches, verbindliches Kita-Qualitätsgesetz dringend notwendig“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-bundesweit-einheitliches-verbindliches-kita-qualitaetsgesetz-dringend-notwendig/ Bildungsgewerkschaft zum Ländermonitoring „Frühkindliche Bildungssysteme“ der Bertelsmann-Stiftung Kita Bildungsgerechtigkeit Presse Hauptvorstand news-12086 Fri, 11 Aug 2017 11:00:00 +0200 GEW: „Mehr Geld in Bildung investieren und den Rechtsrahmen verbessern!“ https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-mehr-geld-in-bildung-investieren-und-den-rechtsrahmen-verbessern/ Bildungsgewerkschaft zur Bundestagswahl: 15 bildungspolitische Anforderungen an eine neue Bundesregierung. Berlin – Die Politik muss endlich mehr Geld für Bildung zur Verfügung stellen und den Rechtsrahmen für deren Qualität verbessern. Das fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit Blick auf die Bundestagswahl 2017. Die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe erläuterte heute während einer Pressekonferenz in Berlin die 15 Positionen der GEW zur Bundestagswahl.

„Bildung ist ein Menschenrecht. Der Zustand des Bildungswesens steht der Bedeutung der Bildung, die immer wieder gerne in Wahlkampfreden beschworen wird, jedoch diametral entgegen“, sagte Tepe zum Auftakt der Pressekonferenz in Berlin. Auf ihrer Tour „GEW in Bildung unterwegs“ machte sich die GEW-Chefin in den vergangenen Wochen selbst ein genaues Bild vom Zustand vieler Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland. „Unsere Befürchtungen wurden noch übertroffen“, stellte Tepe fest. Auf der Tour habe sie Belege für viele Probleme gesehen: „Marode Schulen, große Qualitätsunterschiede beim Kita-Angebot, Fachkräftemangel insbesondere an Schulen und in Kitas, zu wenige Dauerstellen an Hochschulen, reformbedürftige Lehrkräfteausbildung, zu kleines BAföG für zu wenige Studierende, schlechte Bezahlung der Lehrkräfte in der Weiterbildung. Die Bedarfsliste im Bildungsbereich ist lang!“

Bereits vor einem Jahr hatte die GEW die Politik zu einem Kurswechsel in der Bildungspolitik aufgerufen. Es sei nun Zeit, eine Bilanz zu ziehen, so Tepe. „Eine Reihe von Forderungen haben die Parteien in ihren Wahlprogrammen auch aufgenommen.“ Doch um die vielen Probleme zu lösen und das Bildungswesen nachhaltig zu finanzieren, müsse die neue Bundesregierung endlich mehr Geld für Bildung bereitstellen. „Dazu muss das Kooperationsverbot endlich auch für den Bereich der allgemeinen Bildung fallen!“ So könne der Bund Länder und Kommunen ohne Umwege bei der Finanzierung der Bildungsaufgaben unterstützen, sagte Tepe.

Tepe stellte die Kernpunkte der Positionen der Bildungsgewerkschaft zur Bundestagswahl vor: „Der Bund muss Länder und Kommunen bei der Sanierung, Modernisierung und dem Neubau von Schulen und Hochschulen entlasten. Wenn in Klassenräumen der Putz von den Wänden bröckelt oder die Schülerinnen, Schüler und Studierenden den Gang zur Toilette scheuen, leidet auch der Lernprozess.“ Gleichzeitig bräuchten die Bildungseinrichtungen zeitgemäßere Lernräume als etwa im Schulalltag vergangener Jahrzehnte, um Inklusion und Ganztagsbetreuung umsetzen zu können. Auch eine digitale Ausstattung sei dringend notwendig. „Der Bund kann mit einem Sanierungs- und Modernisierungsprogramm unmittelbar dazu beitragen, die Lehr- und Lernqualität zu verbessern.“ Wenn sich der Investitionsstau nicht in einem Jahr beheben ließe, so müsse die Politik mindestens einen Stufenplan über fünf, längstens zehn Jahre vorlegen. Auf zehn Jahre gerechnet seien dazu jährlich 3,4 Milliarden Euro für die Schulen und 2,9 Milliarden Euro für die Hochschulen notwendig.

„Eine neue Bundesregierung muss die Qualität im Ganztag verbessern“, bekräftigte Tepe. Dazu sei mehr, vor allem multiprofessionelles Personal notwendig. Es fehle aber an Fachkräften. „Wir brauchen einen Schlüssel von einer Sozialarbeiterin oder einem Sozialarbeiter auf 150 Schülerinnen und Schüler“, erklärte die GEW-Vorsitzende. Um diese Stellen zu schaffen, seien jährlich rund 2,35 Milliarden Euro notwendig.

Als Gesetzgeber könne der Bund einiges bewegen, bekräftigte Tepe. „Wir brauchen dringend ein bundesweites Kita-Qualitätsgesetz, das hohe Standards verbindlich festsetzt.“ Nach dem erfolgreichen quantitativen Ausbau der Kitas werde immer deutlicher, dass es in den Einrichtungen erhebliche Qualitätsunterschiede und -mängel gibt. „Dabei belegen alle Studien: Auf den Anfang kommt es an! In der frühen Kindheit werden die Weichen für eine erfolgreiche Bildungsbiographie gestellt. Das Gesetz soll einen Beitrag leisten, für Kinder endlich bundesweit vergleichbare Lebensverhältnisse zu schaffen“, betonte Tepe. Dabei müssten vor allem die Fachkraft-Kind-Relation, die Vor- und Nachbereitungszeiten und die Zeiten für Leitungstätigkeiten berücksichtigt werden.

Für die Hochschulen müsse sich der Bund ebenfalls stärker einsetzen als bisher, forderte die GEW-Vorsitzende. Um die hohe Zahl von Studierenden angemessen ausbilden und betreuen zu können seien 5.500 zusätzliche Tenure-Track-Professuren sowie 50.000 zusätzliche Dauerstellen im akademischen Mittelbau nötig. „Dazu sollte die Finanzierung der Hochschulen mittelfristig auf sichere Füße gestellt werden. Der Hochschulpakt muss in eine dauerhafte Grundfinanzierung umgewandelt werden“, sagte Tepe.

Zur Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern forderte Tepe: „Wir brauchen eine ‚Qualitätsoffensive Lehrer_innenbildung‘, um zukünftige Lehrerinnen und Lehrer gezielt auf Vielfalt in den Klassenräumen vorzubereiten.“ Ebenso sei ein Konzept der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften notwendig, das sie für den digitalen Klassenraum fit macht.

Zudem sei der Gesetzgeber für die Erwachsenen- und Weiterbildung gefordert, fuhr Tepe fort. „Die GEW schlägt über unsere Forderungen von 2016 hinaus vor, mit einem Bundesgesetz für die Weiterbildung Rahmenbedingungen festzulegen.“ Es solle die Finanzierung, die Lernzeiten und den Zugang sowie die Qualitätssicherung der Angebote und die Professionalität des Personals regeln.

„Unsere Vorschläge lassen sich alle finanzieren: Dafür muss der Staat seine Einnahmen erhöhen“, stellte Tepe klar. Dabei wies sie auf das Steuerkonzept der GEW hin. „Die Maßnahmen, die wir in unserem Steuerkonzept vorschlagen, bringen jährlich fast 74 Milliarden Euro zusätzlich in die öffentlichen Kassen“, so Tepe. „Die bildungspolitischen Programme der Parteien müssen finanz- und steuerpolitisch hinterlegt werden, damit sie umsetzbar sind. Hier müssen die Parteien nacharbeiten. Wir werden uns weiterhin für mehr Geld für die Bildung stark machen“, schloss Tepe.

Info: Die GEW-Positionen zur Bundestagswahl beinhalten zudem Forderungen zu Bildungsangeboten für Geflüchtete, Sprachkitas, Integrationskursen, Arbeitszeit, Lohngerechtigkeit sowie Bildungsforschung. Die Positionen stehen hier zum Download zur Verfügung. Bereits seit 2016 kämpft die GEW mit ihrer bundesweiten Initiative „Bildung. Weiter denken!“ für mehr Geld in der Bildung.

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news-11931 Wed, 12 Jul 2017 07:56:45 +0200 GEW: „Kraftanstrengung für mehr Lehrkräfte nicht länger aufschieben https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-kraftanstrengung-fuer-mehr-lehrkraefte-nicht-laenger-aufschieben/ Bildungsgewerkschaft zur Studie „Demografische Rendite adé“. Hauptvorstand Presse Schule Bildung weiter denken Rheinland-Pfalz