GEW - Die Bildungsgewerkschaft - Website https://www.gew.de GEW - Die Bildungsgewerkschaft - Website de-DE GEW - Die Bildungsgewerkschaft - Website Fri, 19 Jan 2018 08:26:57 +0100 Fri, 19 Jan 2018 08:26:57 +0100 TYPO3 EXT:news news-13259 Thu, 18 Jan 2018 09:57:43 +0100 Das Joly und „die wundersame Sauberzuppe“ https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/das-joly-und-die-wundersame-sauberzuppe/ Das Joly ist eine Mischung aus Superman und tollpatschigem Troll. Es kann sich an andere Orte zaubern und Gedanken lesen, ist aber auch Kind geblieben. Dem achtjährigen Lukas hilft das Joly über dessen Wahrnehmungsstörung hinweg. Das kleine Joly ist ein Jahrtausende altes Wesen, das jung geblieben ist – und immer dem hilft, der es entdeckt. Es hat einen Sprachfehler, es lispelt und verdreht Buchstaben, ist aber humorvoll und lebensfroh, innerer Helfer und bester Freund. Mit List und menschlichem Ur-Wissen hilft das Joly in „Die wundersame Sauberzuppe“ dem achtjährigen Lukas Busch über seine Wahrnehmungsstörung hinweg. Es begleitet den Jungen in seinem Alltag, zur Sprachheiltherapeutin, in die Schule und zum Fußballverein. Sogar dem Vater des Jungen hilft das Joly bei einem schwierigen Auftrag.

Durch kindgerechte Sprache und professionelles psychologisches Wissen gelingt es dem Autoren und Pädagogen Jo van den Speulhof, den Alltag einer Familie, vor allem aus der Sicht der Kinder, zu beschreiben. Wie durch kleine Wunder werden alle Probleme und Sorgen begleitet und irgendwann gelöst. Das Joly soll dabei Kreativität und Lebensfreude symbolisieren. Die Sprachfehler der Protagonisten fördern zudem die Konzentration und das genaue Hinschauen auf den Text.

Johannes van den Speulhof, „Das Joly. Die wundersame Sauberzuppe“, 360-Grad-Verlag, ISBN: 978-3-96185-760-9, 9,90 Euro.

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Kita Schule Artikel Unterrichtsmaterial Hauptvorstand
news-13252 Wed, 17 Jan 2018 16:56:43 +0100 Streikrecht für Beamte auf dem Prüfstand https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/streikrecht-fuer-beamte-auf-dem-pruefstand/ Am 17. Januar 2018 hat das Bundesverfassungsgericht über das Streikrecht für Beamte verhandelt. Die GEW wurde dabei in Ihrer Rechtsauffassung in einigen Punkte bestätigt – doch ein rechtskräftiges Urteil steht noch aus. Wie es jetzt weiter geht. „Das Streikrecht ist ein Grundrecht, das verbeamteten Lehrkräften bis heute vorenthalten wird. Wir wollen das Beamtenrecht modernisieren und demokratisieren. Eine starke Demokratie wie in Deutschland hält es aus, wenn Lehrerinnen und Lehrer streiken“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Mittwoch in Karlsruhe vor dem Bundesverfassungsgericht, wo das Streikrecht für Beamte verhandelt wurde. Die GEW sieht sich nach der mündlichen Verhandlung in vielen Punkten ihrer Auffassung bestätigt, ein abschließendes Urteil der Bundesverfassungsrichterinnen und -richter steht allerdings noch aus.

Die Vorträge vor dem Bundesverfassungsgericht hätten deutlich gemacht, wie groß die Bandbreite der Einschätzungen zu den Auswirkungen des Streikrechts sei: vom Untergang des Staates bis zu kaum wahrnehmbaren Veränderungen. Unterstellungen, ein Streikrecht für Beamte ohne hoheitliche Aufgaben bedrohe die Funktionsfähigkeit des Staates, verwies Tepe „ins Reich der Fabel“. Tepe stellte klar, dass die GEW zwischen Beamten mit hoheitlichen Aufgaben wie in der Justiz, bei der Polizei, dem Militär, aber auch Schulleitungen und Beamten ohne hoheitliche Aufgaben unterscheide. „Lehrkräfte üben keine hoheitlichen Aufgaben aus, deshalb muss das Streikverbot für sie aufgehoben werden“, sagte die GEW-Vorsitzende.

Außerdem habe die GEW hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie mit dem Streikrecht verantwortungsvoll umgeht. „Die Lehrkräfte haben ein hohes Berufsethos: Sie wollen die Schülerinnen und Schüler in ihrer Lernentwicklung unterstützen. Streiks richten sich nicht gegen die Kinder, Jugendlichen und Eltern, sondern sollen den Arbeitgeber treffen“, unterstrich Tepe. In der Vergangenheit hätten die Arbeitgeber des öfteren nach Gutsherrenarbeit Weihnachts- und Urlaubsgeld gekürzt oder die Arbeitszeit erhöht. „Gegen solche Angriffe müssen sich die Lehrkräfte wirksam zur Wehr setzen können“, so die GEW-Vorsitzende.

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Recht Beamte Artikel Hauptvorstand
news-13248 Wed, 17 Jan 2018 13:50:23 +0100 Unwort-des-Jahres-Jury kritisiert „Genderwahn“ https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/unwort-des-jahres-jury-kritisiert-genderwahn/ Neben der Wahl des Begriffs „Alternative Fakten“ zum Unwort des Jahres 2017 hat die Jury die Formulierung „Genderwahn“ kritisiert. Damit würden in rechtspopulistischen Kreisen Bemühungen um Geschlechtergerechtigkeit diffamiert. Die unabhängige Jury des Unworts des Jahres hat den Begriff „Genderwahn" gerügt. Mit dem Ausdruck würden in konservativen bis rechtspopulistischen Kreisen zunehmend Bemühungen um Geschlechtergerechtigkeit in undifferenzierter Weise diffamiert – von geschlechtergerechter Sprache über „Ehe für alle“ bis hin zu den Bemühungen um die Anerkennung von Transgender-Personen.

Familien- und Geschlechterpolitik sind seit jeher Teil der Programme rechter und rechtspopulistischer Organisationen. So versucht die extreme Rechte, Einfluss auf gesellschaftliche Debatten zu nehmen. Kritiken und Angriffe gegen „Gender“ und geschlechterpolitische Akteure entstammen jedoch einem breiten Spektrum. Die Bundeszentrale für politische Bildung widmet sich in einem Dossier zum Rechtsextremismus ausführlich den Begriffen „Gender“ und „Genderwahn“. 

Zum Unwort des Jahres wurde „alternative Fakten“ gewählt. So hatte die Beraterin von Donald Trump die falsche Tatsachenbehauptung bezeichnet, zur Amtseinführung des US-Präsidenten seien so viele Feiernde auf der Straße gewesen wie nie zuvor bei entsprechender Gelegenheit. Ebenfalls kritisiert wurde der Begriff „Shuttle Service“ im Zusammenhang mit Seenotrettungseinsätzen von Nichtregierungsorganisationen im Mittelmeer.

Insgesamt waren bei der Jury 1.316 Einsendungen eingegangen. Darunter waren 684 verschiedene Ausdrücke. Die zehn häufigsten Einsendungen waren Babycaust, alternative Fakten, Nazi, Sondierungsgespräche, ergebnisoffen, Jamaika, Koalition, atmender Deckel, Obergrenze, Fake News und Bio-Deutscher,

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Gesellschaftspolitik Gleichstellung Artikel
news-13239 Wed, 17 Jan 2018 09:28:16 +0100 Studentische Beschäftigte streiken in Berlin https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/studentische-beschaeftigte-streiken-in-berlin/ Erstmals seit mehr als 30 Jahren sind rund 1.000 studentische Beschäftigte der Berliner Hochschulen in einen ganztägigen Warnstreik getreten. GEW und ver.di fordern unter anderem eine Erhöhung des Stundenlohns auf 14 Euro. Die studentischen Beschäftigten der Berliner Hochschulen sind am Dienstag in einen ganztägigen Warnstreik getreten. Rund 1.000 Studierende versammelten sich zu einer Kundgebung auf dem Bebelplatz gegenüber der Humboldt Universität. Die GEW Berlin und ver.di wollen mit dem Warnstreik die Forderungen nach einer Erhöhung des Stundenlohns auf 14 Euro und einer dynamischen Anpassung des Lohns an die Lohnentwicklung im öffentlichen Dienst durchsetzen.

„Dieser Streik ist überfällig. Die studentischen Beschäftigten warten seit 17 Jahren auf eine Lohnerhöhung. Das entspricht einem Lohnverfall von 30 Prozent“, sagte GEW-Verhandlungsführer Udo Mertens. „Unsere Forderung nach einem Stundenlohn von 14 Euro entspricht nur dem Inflationsausgleich. Gerade für Studierende sind die Lebenskosten in Berlin explodiert.“ Die Gewerkschaften forderten die Hochschulleitungen auf, „schnell ein überarbeitetes Angebot auf den Tisch zu legen“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Matthias Neis.

Nach fünf Verhandlungsrunden, in denen sich die Arbeitgeber kaum bewegten, erklärten GEW und ver.di die Verhandlungen zu einem neuen Tarifvertrag der studentischen Beschäftigten (TVStud) am 11. Dezember 2017 für gescheitert.

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Studium Wissenschaft Tarif Artikel Hauptvorstand
news-13225 Tue, 16 Jan 2018 10:29:51 +0100 US-Lehrergewerkschaft verurteilt Trumps Äußerungen über „Dreckslochländer“ https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/us-lehrergewerkschaft-verurteilt-trumps-aeusserungen-ueber-dreckslochlaender/ Die US-Gewerkschaft AFT hat die jüngsten rassistischen „Dreckslochländer“-Äußerungen von US-Präsident Donald Trump scharf verurteilt. Gewerkschaftspräsidentin Randi Weingarten fordert eine Entschuldigung. Weingarten betonte darüber hinaus: „In den Klassenzimmern in unserem Land haben Amerikas Lehrer an diesem Morgen mit den Auswirkungen zu kämpfen. Denken Sie darüber nach: Wenn Sie ein Kind haitianischer oder afrikanischer Abstammung wären, was würden Sie heute Morgen fühlen? Was passiert in Klassen, wenn Kinder einfach die vulgären und abscheulichen Kommentare des Präsidenten nachahmen, wiederholen oder ihre rassistischen Untertöne teilen? Wie lehren wir Kinder, dass ihr Präsident am Vorabend des Martin-Luther-King-Day-Wochenendes, in dem wir Gerechtigkeit, Freiheit und Chancengleichheit ehren und fördern, die in der Verfassung verankerten Werte verraten?“

US-Medienberichten zufolge hatte sich Trump während der Beratungen über ein neues Einwanderungsgesetz abwertend über Menschen aus Haiti und afrikanischen Staaten geäußert. „Warum sollten wir Immigranten aus Dreckslochländern aufnehmen?“, sagte Trump demnach. Senatoren beider Parteien hatten ihm zuvor einen überparteilichen Kompromiss für einen Gesetzentwurf vorgelegt: Hunderttausende junge Einwanderer, die als Kind illegal in die USA gebracht worden waren, sollten vor Abschiebung geschützt werden. Im Gegenzug sollte der US-Grenzschutz verstärkt werden. Die US-Regierung dementierte Trumps Zitate nicht. 

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Gesellschaftspolitik Internationales Artikel Hauptvorstand
news-13219 Mon, 15 Jan 2018 14:12:35 +0100 In neun Schritten zur finanziellen Mündigkeit https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/in-neun-schritten-zur-finanziellen-muendigkeit/ Jan Neynabers „Finanztherapie“ führt Leserinnen und Leser in den Vermögensaufbau mit Aktien ein. Das Buch zeigt auch, wie sie ihr Wissen über sich selbst mit dem Finanzwissen kombinieren können. Seit 40 Jahren „berät“ die Finanzbranche Kunden mit Blick auf Begriffe wie Liquidität, Risiko und Rendite – für viele Sparerinnen und Sparer nur schwer verständlich. Mit Jan Neynabers Buch „Finanztherapie“ lernen Leserinnen und Leser nun, weshalb Aktien eigentlich sicher, immer liquide und renditestark sind. „Finanztherapie“ führt in neun Schritten zur finanziellen Mündigkeit für alle, die das wollen. Es ist eine erzählerische Gebrauchsanweisung für den Vermögensaufbau und die Vermögenssteigerung mit Aktien.

Der Autor arbeitet seit 1998 für diverse Banken im Aktiengeschäft. Er berät die wichtigsten Fondsmanager in Deutschland, England und der Schweiz zu Fragen in deutschen Aktien.

Finanztherapie“, Jan Neynaber, Verlag: Geld & Wissen, ISBN 978-3-946850-07-6, 14,70 Euro.

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Gesellschaftspolitik Artikel Hauptvorstand
news-13217 Mon, 15 Jan 2018 13:36:55 +0100 „Erlebniswelt Rechtsextremismus“: Hintergründe und Methoden zur Prävention https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/erlebniswelt-rechtsextremismus-hintergruende-und-methoden-zur-praevention/ Rechtsextremismus heute: Nie war das Bild moderner, die Nähe zu den Ausdrucksformen aktueller Jugendkulturen größer. Die überarbeitete Neuausgabe von „Erlebniswelt Rechtsextremismus“ verbindet Analysen mit Impulsen für die Prävention. „Erlebniswelt Rechtsextremismus“ – der Begriff steht für Mittel und Strategien, um junge Menschen für diese Szene zu gewinnen. Rechts zu sein verspricht Action, Tabubruch und Anerkennung, zu den Lockmitteln zählen multimediale Angebote im Social Web, Events wie Flashmobs und Konzerte. Gerade an Jugendliche richtet die Szene ihre wichtigsten Werbebotschaften: Kameradschaft und Zusammenhalt in unsicheren Zeiten. Zurzeit steht vor allem die Hetze gegen Flüchtlinge im Mittelpunkt rechtsextremistischer Kampagnen. Die Propaganda sucht den Anschluss an Stimmungen in der Mitte der Gesellschaft. Zum Teil gibt sie sich jung und intellektuell, etwa die Identitäre Bewegung, die sich als Neue Rechte versteht.

Rechtsextremismus im modernen Gewand fordert die politische Bildung heraus. Die überarbeitete Neuausgabe des Bandes „Erlebniswelt Rechtsextremismus“ verbindet Analysen mit Impulsen für die Praxis: 19 Projektskizzen stellen Methoden und Ansätze vor, wie in der Arbeit mit Jugendlichen der kritische Blick auf den Rechtsextremismus geschärft werden kann. Das Onlineangebot, das mit der Neuausgabe zur Verfügung steht, bietet ergänzendes Material zu jedem Beitrag: Aufsätze, Präsentationen und Arbeitsblätter. Die Publikation will Mut machen, Elemente zu erproben, mit eigenen Ideen zu kombinieren und Ansätze fortzuentwickeln.

„Erlebniswelt Rechtsextremismus: modern - subversiv - hasserfüllt. Hintergründe und Methoden für die Praxis der Prävention“, Stefan Glaser, Thomas Pfeiffer (Hg.), Wochenschau Verlag, ISBN: 978-3-7344-0499-3 (Print) / 978-3-7344-0500-6 (PDF), 24,90 Euro (Print) / 19,99 Euro (PDF).

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Gesellschaftspolitik Artikel Unterrichtsmaterial Hauptvorstand
news-13213 Mon, 15 Jan 2018 12:16:11 +0100 Neues Themenheft „Klassismus – Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft“ https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/neues-themenheft-klassismus-diskriminierung-aufgrund-der-sozialen-herkunft/ Diskriminierung aufgrund sozialer Herkunft ist verbreitet, wird gesellschaftspolitisch aber kaum diskutiert. Das neue Themenheft „Klassismus“ von Schule ohne Rassismus will dies ändern. Klassismus bezeichnet die Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft – und kaum ein gesellschaftlicher Bereich oder eine Institution ist nicht von Klassismus geprägt. So haben etwa viele Menschen Ressentiments gegenüber Langzeitarbeitslosen und Armen. Dennoch spielt die Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft bisher kaum eine Rolle in gesellschaftlichen und politischen Debatten oder in der Antidiskriminierungsarbeit. Das neue Themenheft von Schule ohne Rassismus will dies ändern. Die Autorinnen und Autoren zeigen, was Klassismus ist, wie er eine gerechtere Gesellschaft verhindert, welche Rolle er schon in der Schule spielt, aber auch, was sich gegen Klassismus tun lässt. Das Heft kostet 4,95 Euro inklusive Versandkosten und ist im Courage-Shop bestellbar.

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Gesellschaftspolitik Artikel Unterrichtsmaterial Hauptvorstand
news-13211 Mon, 15 Jan 2018 11:57:39 +0100 „Kino macht Schule“ zeigt Filme des Max-Ophüls-Festivals https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/kino-macht-schule-zeigt-filme-des-max-ophuels-festivals/ Unter dem Titel „Kino macht Schule“ haben Schulklassen weiterführender Schulen beim 39. Filmfestival Max Ophüls Preis die Möglichkeit, während des Festivals ausgewählte Beiträge aus dem Wettbewerbsprogramm zu sehen. Kino macht Schule“: Unter diesem Motto finden vom 23. bis zum 26. Januar 2018 Kinoseminare der Bundeszentrale für politische Bildung und der Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes statt. In Kooperation mit dem Filmfestival Max Ophüls Preis werden im Cinestar Saarbrücken fünf Filme aus dem Wettbewerbsprogramm als Sondervorführungen für Schülerinnen und Schüler gezeigt. Eine erklärende Einführung und eine Diskussion im Anschluss an den Film unter Leitung des Film- und Medienpädagogen Jörg Litzenburger ergänzen die Kinovorführungen. Zu den gezeigten Beiträgen gehören die Spielfilme „Blue my Mind“ und „Lomo – The Language of many others“, die Webserie „Hit and run“ sowie in der Kategorie mittellange Filme „Endling, eure Kinder“.

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Schule Artikel Hauptvorstand
news-13208 Mon, 15 Jan 2018 10:57:41 +0100 Digitale Angebote wichtig für Flüchtlinge https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/digitale-angebote-wichtig-fuer-fluechtlinge/ Sprache, Ausbildung, Berufswahl – in diesen Bereichen brauchen Geflüchtete digitale Angebote dringend. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat dazu die syrische Informatikstudentin Ola Al Naameh interviewt. Apps zum Deutschlernen und Aufklärung über die Möglichkeiten der beruflichen und akademischen Ausbildung zählen für die in Deutschland lebende, syrische Informatikstudentin Ola Al Naameh zu den dringendsten digitalen Angeboten für Flüchtlinge. Für sie selbst seien digitale Angebote mit Informationen zu Master-Studiengängen in Deutschland und zur Suche nach Stipendien am wichtigsten gewesen, sagte die 26-Jährige im Interview mit der Bundeszentrale für politische Bildung am Rande des Digitalen Flüchtlingsgipfels 2017. Außerdem habe sie Angebote zu Uni-Rankings für den Fachbereich Informatik genutzt.

Digitale Angebote spielten bei der Integration ihrer Einschätzung nach eine immense Rolle, betonte Ola Al Naameh – insbesondere Apps zum Deutschlernen sowie Informationen zur Ausbildungs- und Berufswahl und Regularien für Bewerbungen. Die Neuankömmlinge müssten sich unabhängig fühlen, dabei könnten neue Technologien helfen.

Bereits 2016 wurde in Berlin über eine bessere Koordination der viel­fältigen vorhandenen Angebote der digitalen Flüchtlingshilfe beraten. Beim Digitalen Flüchtlingsgipfel ein Jahr später wurde analysiert, wie gut sich die digitalen Integrationsprojekte mit den etablierten Strukturen im öffentlichen Sektor und in der Zivilgesellschaft verzahnt haben, und wie Flüchtlinge selbst die Angebote bewerten.

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Studium Berufliche Bildung Migration Artikel Hauptvorstand
news-13206 Mon, 15 Jan 2018 10:14:58 +0100 Die GEW bei der didacta 2018 https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/die-gew-bei-der-didacta-2018/ Bei der Bildungsmesse didacta 2018 in Hannover ist die GEW beispielsweise mit den Themen Kita-Qualitätsgesetz, Lehrkräftemangel und Herausforderungen der beruflichen Bildung vertreten. Auf geht’s zur Bildungsmesse didacta vom 20. bis 24. Februar nach Hannover: In Halle 11, Stand C05 , empfängt die GEW Interessierte jederzeit zu Infogesprächen und hält Materialien aus allen Bildungsbereichen bereit. Zudem ist die Bildungsgewerkschaft mit eigenen Veranstaltungen im Messeprogramm vertreten.

Unter dem Titel „Lehrkräftemangel - Attraktivität des Berufs erhöhen jetzt!“ diskutieren die niedersächsische GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth und der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am 21. Februar ab 14 Uhr über mögliche Lösungen für mehr Personal  und Wege zur Steigerung der Attraktivität des Berufs.

Inwieweit die Digitalisierung die Berufsbildenden Schulen beeinflusst und mit welchen Herausforderungen für die berufliche Bildung und Weiterbildung sie verbunden sein wird, ist Thema des Forums, das der GEW-Organisationsbereich Berufliche Bildung und Weiterbildung mit den Berufsbildungsforschern  Rita Meyer  von der Leibniz-Universität Hannover und Georg Spöttl  von der Universität Bremen sowie dem GEW-Experten Ansgar Klinger am 21. Februar ab 13 Uhr veranstaltet.

Darüber hinaus geht es am 23. Februar ab 14 Uhr unter dem Titel „ Ein Qualitätsentwicklungsgesetz für Kita und Kindertagespflege - wird jetzt alles gut?“ um das seit Jahren von der GEW geforderte, Kita-Qualitätsgesetz. Ziel ist es, bundeseinheitliche Qualitätsstandards auf Grundlage wissenschaftlicher Kenntnisse festzulegen und nötige Maßnahmen durch Investitionen des Bundes in die frühkindliche Bildung zu finanzieren.

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Artikel Hauptvorstand
news-13204 Mon, 15 Jan 2018 09:27:58 +0100 Animationsfilm mit Krimiplot über Vincent van Gogh https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/animationsfilm-mit-krimiplot-ueber-vincent-van-gogh/ „Loving Vincent“ erweckt die Bilderwelten van Goghs zum Leben: 125 Künstler schufen rund 65.000 Einzelbilder für den ersten vollständig aus Ölgemälden erschaffenen Film. Bei Kinofenster.de gibt es Unterrichtsmaterialien. Ein Jahr nach dem Tod Vincent van Goghs taucht plötzlich ein Brief des Künstlers an dessen Bruder Theo auf. Der junge Armand Roulin erhält den Auftrag, den Brief auszuhändigen. Zunächst widerwillig macht er sich auf den Weg, doch je mehr er über Vincent erfährt, desto faszinierender erscheint ihm der Maler, der zeit seines Lebens auf Unverständnis und Ablehnung stieß. War es am Ende gar kein Selbstmord? Entschlossen begibt sich Armand auf die Suche nach der Wahrheit. Der Animationsfilm „Loving Vincent“ erweckt die Bilderwelten van Goghs zum Leben: 125 Künstler aus aller Welt kreierten mehr als 65.000 Einzelbilder für den ersten vollständig aus Ölgemälden erschaffenen Film.

Kinofenster.de stellt für eine Besprechung von „Loving Vincent“ im Unterricht Materialien für die Fächer Kunst, Deutsch, Französisch und Ethik bereit. Empfohlen ist ein Einsatz ab der neunten Klasse, mögliche Themen sind etwa Außenseiter, Einsamkeit, Lebenskrisen, Psychiatrie und Selbstmord.

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Schule Artikel Unterrichtsmaterial Hauptvorstand
news-941 Mon, 15 Jan 2018 08:35:00 +0100 GEW-Ratgeber Sozialversicherung für Promovierende neu aufgelegt https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-ratgeber-sozialversicherung-fuer-promovierende-neu-aufgelegt/ Die GEW bietet mit ihrem Ratgeber einen Überblick über die Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen-, Renten- und Unfallversicherung von Promovierenden. Die Dauer einer Promotion variiert je nach Fachgebiet. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass diese im Durchschnitt bei mehr als drei Jahren liegt, trotz aller politischen Reformen. Für die Promovierenden ist dies eine lange Zeit, in welcher der Lebensunterhalt durch Einkommen, Stipendien, Unterstützungsleistungen Dritter oder durch Kredite finanziert werden muss. Daneben ist es unumgänglich, dass Promovierende auch einige Gedanken an die soziale Absicherung und damit an das gesetzliche Sozialversicherungssystem (Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen-, Renten- sowie gesetzliche Unfallversicherung) verwenden. Dabei hilft die GEW mit ihrem Ratgeber „Sozialversicherung für Promovierende“, der jetzt vollständig überarbeitet und neu aufgelegt wurde.

Für viele Promovierende stellt sich die Frage nach den gesetzlichen Sozialversicherungen oft zum ersten Mal, da die Promotion häufig direkt an das Studium angeschlossen wird. Für Studierende hat der Gesetzgeber vereinfachende und begünstigende Sonderregelungen getroffen, so dass Studierende sich in vielen Fällen nicht detailliert mit den sozialversicherungsrechtlichen Regelungen befassen müssen. Über die Behandlung der Promovierenden finden sich dagegen keine besonderen Regelungen in den Büchern des Sozialgesetzbuches. Auch die bestehende Möglichkeit, sich nach der Maßgabe der entsprechenden Landeshochschulgesetze bei einer Hochschule als „PromotionsstudentIn“ einzuschreiben, hat keinen Einfluss auf die Stellung im sozialen Sicherungssystem. Die Anwendbarkeit der Bestimmungen richtet sich somit nach den allgemeinen Regeln und demnach nach der Art des erzielten Einkommens. Je nachdem, ob der Lebensunterhalt durch Bankkredit, Zuwendungen aus dem Familien- oder Bekanntenkreis, Stipendium, selbständige Tätigkeit oder abhängige Voll- oder Teilzeitbeschäftigung bestritten wird, können sich Unterschiede ergeben.

Der GEW-Ratgeber „Sozialversicherung für Promovierende“ zeigt auf, welche Konsequenzen sich für Promovierende aufgrund des gewählten Finanzierungsmodells im Hinblick auf die einzelnen Bereiche des Sozialversicherungssystems ergeben und was in den jeweiligen Fällen zu beachten ist. Dabei sollen die Gesetzesverweise den Interessierten einen Zugang zur Beantwortung spezieller Fragen erleichtern.

Druckexemplare des Ratgebers können zum Preis von 0,75 Euro erworben werden. Bestellungen bis 9 Stück richten Sie bitte an: broschueren(at)gew(dot)de, Fax: 069/78973-70161. Bestellungen ab 10 Stück erhalten Sie im GEW-Shop, gew-shop(at)callagift(dot)de, Fax: 06103-30332-20. Die elektronische Ausgabe des GEW-Ratgebers kann hier heruntergeladen werden.

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Studium Wissenschaft Artikel Hauptvorstand
news-13203 Mon, 15 Jan 2018 08:28:32 +0100 Hochschule und Forschung second? https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/hochschule-und-forschung-second/ Nach fünf Verhandlungstagen haben CDU, CSU und SPD am Freitag die Ergebnisse ihrer Sondierungsverhandlungen präsentiert. GEW-Hochschulexperte Andreas Keller kommentiert diese mit Blick auf die Hochschulfinanzierung. Sofern der Parteitag der SPD dafür kommenden Sonntag in Bonn grünes Licht gibt, können die Parteien die Koalitionsverhandlungen für die Bildung der neuen Bundesregierung aufnehmen. Mit gemischten Gefühlen hat der stellvertretende Vorsitzende und Hochschulexperte der Bildungsgewerkschaft GEW, Andreas Keller, die wissenschaftspolitischen Ergebnisse aufgenommen. „Verstetigung des Hochschulpakts, Verbesserung des BAföG – in manchen Bereichen scheinen Union und SPD weiter gehen zu wollen, als es die gescheiterten Jamaika-Koalitionäre vermochten. Beim Themen wie ‚Gute Arbeit in der Wissenschaft’ oder ‚Hochschulzulassung‘ weist das Sondierungspapier allerdings weiße Flecken auf. Und die versprochenen Mehrausgaben könnten sich als Tropfen auf den heißen Stein entpuppen. Bei den Koalitionsverhandlungen müssen CDU, CSU und SPD daher noch eine Schippe drauflegen und konkreter werden, damit es am Ende nicht heißt: Wirtschaftspolitik und Steuersenkungen first, Hochschule und Forschung second“, mahnte der GEW-Vize.

Gegenüber der bisherigen Finanzplanung des Bundes plant die Große Koalition für die Jahre 2018 bis 2021 Mehrausgaben in Höhe von 45,95 Milliarden Euro ein. Davon sind für Bildung, Forschung, Hochschulen und Digitalisierung gerade mal 5,95 Milliarden Euro vorgesehen, das sind nicht einmal 1,5 Milliarden jährlich. Zum Vergleich: Für die schrittweise Abschaffung des Solidaritätszuschlages sind allein zehn Milliarden Euro vorgesehen. Insgesamt betragen die öffentlichen und privaten Ausgaben für Bildung und Forschung in Deutschland derzeit über 275 Milliarden Euro jährlich.

„Wie in diesem Rahmen der ‚Ausbau’ des BAföG und eine ‚deutliche Verbesserung’ seiner Leistungen finanziert werden sollen, wie es Union und SPD zu recht in Aussicht stellen, ist daher fraglich“, gab Keller zu bedenken. „Nur noch 15 Prozent aller Studierenden erhalten Leistungen nach dem BAföG. Die Fördersätze und Freibeträge müssen umgehend erhöht werden, und zwar um mindestens zehn Prozent. Weiter muss das BAföG endlich wieder zu einem Vollzuschuss werden und auch Schülerinnen und Schülern an allgemeinbildenden Schulen wieder zugutekommen. Wir brauchen daher eine BAföG-Reform, die sofort und spürbar wirkt. Eine ‚Trendumkehr’ erst 2021, also am Ende der Wahlperiode, greift zu kurz und kommt zu spät“, kritisierte der GEW-Vize.

Positiv bewertete Keller die Absicht der Groß-Koalitionäre, die Finanzierung von Studienplätzen über den Hochschulpakt zu verstetigen. „Schon heute lässt das Grundgesetz eine auf Dauer und in der Fläche angelegte Finanzierung der Hochschulen durch den Bund zu – höchste Zeit, dass die Bundesregierung diese Möglichkeit nutzt! Der Hochschulpakt darf aber nicht einfach nur fortgeschrieben, er muss darüber hinaus auch ausgebaut werden: In vielen Studienfächern gibt es schon heute zu wenige Studienplätze – mit der Folge eines flächendeckenden Numerus clausus, den soeben das Bundesverfassungsgericht beanstandet hat. Um die Qualität von Lehre und Studium zu verbessern, müssen außerdem die Betreuungsrelationen zwischen Lehrenden und Studierenden verbessert werden“, mahnte der GEW-Hochschulexperte.

Enttäuscht zeigte sich Keller von den Leerstellen des Sondierungspapiers in Sachen „Gute Arbeit in der Wissenschaft“ sowie „Hochschulzulassung“. „Das Karlsruher Numerus-clausus-Urteil vom 19. Dezember hat deutlich gemacht, dass die Hochschulen und die Länder damit überfordert sind, das Grundrecht auf freie Hochschulzulassung durchzusetzen und allen Studienberechtigten faire Zulassungschancen zu eröffnen. Der Bund muss daher endlich von seiner Gesetzgebungskompetenz Gebrauch machen und ein Bundes-Zulassungsgesetz erlassen“, forderte der GEW-Sprecher.

„Mit der Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes und dem Tenure-Track-Programm hat die letzte Bundesregierung erste Schritte in die richtige Richtung eingeleitet. Gut so, doch diesen Schritten müssen in der kommenden Legislaturperiode weitere folgen. Doch schon die Ankündigung von Noch-Bildungsministerin Johanna Wanka, ein Tenure-Track-Programm für die Fachhochschulen nachzulegen, droht nun zu versanden. Ganz zu schweigen von der dringend erforderlichen Entfristungsoffensive für den akademischen Mittelbau. Die neue Regierung muss weitere Impulse für faire Beschäftigungsbedingungen und verlässliche Karrierewege in Hochschule und Forschung geben – darauf pocht die GEW und wird auch die künftige Regierung mit der Kampagne für den ‚Traumjob Wissenschaft’ unter Druck setzen“, machte Keller deutlich.

Keller machte darauf aufmerksam, Union und SPD hätten sich bereits darauf verständigt, dass die außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) über den Pakt für Forschung und Innovation weiterhin Jahr für Jahr mit einem Aufwuchs ihrer Haushalte um drei Prozent rechnen könnten. „Das bedeutet aber auch: Über die DFG werden Jahr für Jahr drei Prozent mehr befristete Drittmittel ins Hochschulsystem gepumpt, mit denen die Hochschulen Forscherinnen und Forscher immer wieder befristet anstellen. Auch deshalb werden heute neun von zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit einem Zeitvertrag abgespeist – eine Fehlentwicklung! Dem muss endlich mit einer deutlichen Steigerung der Grundfinanzierung der Hochschulen entgegengewirkt werden, damit es mehr Dauerstellen für die wachsenden Daueraufgaben in Forschung, Lehre und Wissenschaftsmanagement gibt. Der Bund muss den Ländern unter die Arme greifen und sich für eine bessere Grundfinanzierung der Hochschulen engagieren – hier müssen Union und SPD noch nachlegen“, betonte der GEW-Vize.

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Wissenschaft Artikel Hauptvorstand
news-13201 Sun, 14 Jan 2018 17:35:48 +0100 Iran: Esmail Abdi vorläufig frei https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/iran-esmail-abdi-vorlaeufig-frei/ Der 2016 zu sechs Jahren Haft verurteilte iranische Lehrer und Gewerkschafter Esmail Abdi ist vorläufig aus dem Gefängnis entlassen worden. Die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe sieht darin einen Erfolg internationaler Solidarität. Politisches Urteil gegen Lehrergewerkschafter
Überraschend wurde der ehemalige Vorsitzende der „Tehran Teacher Trade Association“, Esmail Abdi, am 9. Januar 2018 aus dem Teheraner Evin-Gefängnis entlassen. Der Lehrer war im März 2016 von einem iranischen Strafgericht zu einer sechsjährigen Haftstrafte wegen gewerkschaftlichen Engagement für die Interessen von Lehrkräften verurteilt worden. Die Anklage hatte ihm die Durchführung von Versammlungen und konspirative Arbeit gegen die nationale Sicherheit vorgeworfen. Das Urteil und die Inhaftierung von Abdi stießen im Iran und international auf Protest. In einem Brief an den iranischen Staatspräsidenten Rohani hatte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe das Urteil als „Verstoß gegen Meinungs- und Versammlungsfreiheit und gegen das Recht von Lehrkräften zur Gründung von Gewerkschaften“ kritisiert und die sofortige und bedingungslose Freilassung von Abdi gefordert.

Proteste iranischer Lehrkräfte
Lehrerinnen und Lehrer haben kein leichtes Leben in Iran. Ihre Gehälter bewegen sich oft unter der Armutsgrenze. Fortschreitende Privatisierung und Kommerzialisierung bedrohen das einst gute öffentliche Bildungswesen. Immer wieder kam es daher in den letzten Jahren zu Protesten und Streiks iranischer Lehrkräfte,  zuletzt am 9. März 2017, als tausende Lehrerinnen und Lehrer in Teheran und rund zwanzig weiteren Städten auf die Straße gingen, um für bessere Bezahlung, soziale Sicherung und für die Freilassung Esmail Abdis aus dem Evin-Gefängnis zu demonstrieren. Das ist berüchtigt für grausame Haftbedingungen. Schon während der Zeit des Schah-Regimes wurden hier  politische Gefangene eingesperrt und gefoltert. Im Gefängnis war es Esmail Abdi nicht gestattet, Kontakt mit seiner Familie oder zu seinem Rechtsanwalt zu haben.

Solidarität wirkt
Seine vorzeitige Haftentlassung zum jetzigen Zeitpunkt kommt unerwartet und ist auch nur vorläufig, wie die Bildungsinternationale (Education International) mitteilte. Der Dachverband von mehr als 400 Bildungsgewerkschaften, dem auch die GEW angehört, hatte gemeinsam mit LabourNet, Amnesty International und anderen die weltweite Kampagne zur Freilassung Abdis organisiert. „Ich freue mich, dass Esmail Abdi nicht mehr im Gefängnis ist“, erklärte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe in Frankfurt. „Seine Freilassung ist ein erster Erfolg der zeigt, dass internationale Solidarität wirkt. Wir dürfen aber jetzt nicht nachlassen. Denn solange das Urteil gegen Abdi nicht aufgehoben ist, kann er jederzeit wieder verhaftet werden.  Der Iran muss endlich damit aufhören, Menschen- und Gewerkschaftsrechte zu verletzen und Forderungen der Lehrerinnen und Lehrer nach besserer Bezahlung und guter öffentlicher Bildung zu missachten. “

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Internationales Artikel Hauptvorstand
news-13042 Fri, 12 Jan 2018 10:00:00 +0100 Castings wie auf dem Pferdemarkt https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/castings-wie-auf-dem-pferdemarkt/ Um den Fachkräftemangel zu bekämpfen, setzt der Berliner Senat auf Quereinstieg, wirbt Lehrkräfte aus dem Ausland an, erhöht die Klassenfrequenzen. Doch immer noch bilde das Land zu wenige Pädagoginnen und Pädagogen aus, kritisiert die Landes-GEW. Im Frühjahr 2017 sind in Kneipen, Kinos, Szenetreffs, Bars und Jugendeinrichtungen Berlins Postkarten mit ungewöhnlichen Slogans aufgetaucht. „Du hast unseren Kindern gerade noch gefehlt!“ oder „Nu mach ma hinne. Bewirb Dich schnell“ war auf ihnen zu lesen. Zusätzlich wurden entsprechende Anzeigen in Onlineportalen, Fachmagazinen und Zeitungen geschaltet und berlinweit mehr als 500 Plakate aufgehängt. Urheberin der Aktion war die Senatsschulverwaltung, die um Lehrkräfte warb – den Schulen der Hauptstadt drohte für das nun laufende Schuljahr 2017/18 ein akuter Mangel an Lehrerinnen und Lehrern.

Besonders prekär war die Lage an Grundschulen. An ihnen hatten den neu zu besetzenden 1.000 Stellen im Schuljahr 2016/17 lediglich 175 vollständig ausgebildete Referendare gegenübergestanden. „Der Senat hat die steigende Geburtenrate und die Entwicklung bei den Schülerzahlen jahrelang ignoriert und zu wenige eigene Lehrkräfte ausgebildet“, kritisiert der GEW-Landesvorsitzende Tom Erdmann. Die Hauruckaktion sei eine Verzweiflungstat gewesen. Dazu gehörte auch, dass man die Bewerbungsfrist verlängerte und sogar im Ausland, etwa in Großbritannien und den Niederlanden, um Personal warb.

Die Suche nach Grundschullehrkräften sei chaotisch und katastrophal, ergänzt Stephan Wahner von der Fachgruppe Grundschule der Berliner GEW. „Auf den Lehrercastings geht es zu wie auf einem Pferdemarkt, auf dem Schulleiter um die wenigen Lehrkräfte geradezu buhlen.“ Derzeit seien unter den neu eingestellten Pädagoginnen und Pädagogen an Grundschulen weniger als 50 Prozent ausgebildete Grundschullehrkräfte. Die restlichen Stellen wurden mit Quereinsteigerinnen und -einsteigern (30 bis 40 Prozent) sowie Gymnasiallehrkräften (rund 10 Prozent) besetzt. Besonders leiden auch Schulen in sozialen Brennpunkten: An einigen Einrichtungen, so GEW-Landeschef Erdmann, bestünden die Kollegien mittlerweile zu einem Drittel aus Seiteneinsteigerinnen und -einsteigern.

Der komplette Artikel von Jürgen Amendt ist in der Januarausgabe der „E&W“ abgedruckt.

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Schule Bildungssystem Artikel Hauptvorstand
news-13022 Fri, 12 Jan 2018 08:00:00 +0100 Mit vereinten Kräften gegen Kinderarbeit https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/mit-vereinten-kraeften-gegen-kinderarbeit/ Seit drei Jahren trägt die malische Lehrkräftegewerkschaft SNEC dazu bei, dass mehr Jungen und Mädchen in dem westafrikanischen Land Schulen besuchen. Die GEW-Stiftung fair childhood – Bildung statt Kinderarbeit fördert das Projekt. Wer sich mit Soumeïla H. Maiga unterhält, erfährt: Am Anfang des Projekts, das die Kinderarbeit in Mali zurückdrängen soll, steht die Fortbildung der Lehrkräfte. „Zunächst bilden wir in den Dorfschulen den Direktor und eine Lehrkraft als Verbindungsperson aus“, erzählt der Koordinator des SNEC-Projekts, „mit einer Handreichung der Bildungsinternationale (BI) lernen sie die Definition von Kinderarbeit und Techniken für die Gespräche zur Sensibilisierung der Eltern.“ Nahezu 800 Lehrkräfte wurden in dem 18-Millionen-Einwohner-Land auf diese Weise seit 2015 geschult.

Parallel entstehen an Schulen „Clubs gegen Kinderarbeit“ – Mitglieder sind Schülerinnen und Schüler. Diese klären in den Dörfern über die Risiken von Kinderarbeit auf, suchen Kontakt zu Kindern, die nicht zur Schule gehen, erforschen die Gründe und teilen ihre Informationen mit der Verbindungslehrkraft. Diese sucht dann das Gespräch mit den Kindern und deren Eltern. „Was die Schüler mir erzählen, hilft mir, eine geeignete Strategie für das Überzeugungsgespräch mit dem arbeitenden Kind und seinen Eltern zu finden“, erzählt Verbindungslehrer Noumoutieba Diarra. Auch die Fortbildung der SNEC empfindet er als hilfreich: „Dort habe ich gelernt, besser mit den Angehörigen zu kommunizieren, etwa ihre Beweggründe aufmerksamer anzuhören, bevor ich sie zu überzeugen versuche.“

„So machen wir klar, dass Bildung eine Priorität ist.“

In jeder der beteiligten Kommunen in insgesamt fünf Regionen Malis gründete die SNEC ein Komitee (Comité de veille). Mitglieder sind die traditionellen religiösen Dorfchefs sowie Vertreterinnen und Vertreter von Frauen-, Arbeitgeber- und Zivilorganisationen. Auch dieses leistet einen zentralen Beitrag zur Sensibilisierung gegen Kinderarbeit und für Schulbildung. Ein typisches Vorgehen ist: Der Chef des Dorfes beruft eine Versammlung der Einwohnerinnen und Einwohner ein. Alle haben Rederecht – aber zum Schluss erklärt der Chef, dass Kinderarbeit in dem Dorf künftig nicht akzeptiert werde. „Diese Entscheidung der lokalen, von der Bevölkerung respektierten Autoritäten hilft uns sehr dabei, die Familienmitglieder zu überzeugen, alle Kinder in die Schule zu schicken“, erzählt Diarra. Yakouba Bagavogo, Dorfoberer und Komitee-Präsident in dem Ort Yéréfouméla, erläutert: „Wer ablehnt, sein Kind in die Schule zu geben, kann zum Beispiel von der Solidarität der Jugendgruppe zur gegenseitigen Erntehilfe ausgeschlossen werden. So machen wir klar, dass Bildung eine Priorität ist.“

In sogenannten „Associations de mères d’élèves“ (AME) tragen Mütter zur Sensibilisierung bei. „Sie überzeugen Ehemänner und Kinder von der Bedeutung der Schulbildung“, erläutert SNCE-Koordinator Maiga. Die Mutter Madié Bagayogo hat dafür ein ganz konkretes Beispiel: „Wer gut gelernt hat, kann zum Beispiel Lehrkraft mit einer festen Arbeit und garantiertem Einkommen werden. Mädchen hingegen, die sich in der Hauptstadt Bamako in Haushalten verdingen, sind vielfältiger Ausbeutung ausgesetzt. Dass Mädchen schwanger aus der Stadt zurückkamen und von der Dorfgemeinschaft nicht akzeptiert wurden, hat viele zum Nachdenken gebracht.“

„Analphabetismus tut weh!“

Kadjatou Douna, eine Müttervertreterin in dem Dorf Syentoula, ergänzt: „Dieses Projekt hat die Lehrkräfte verändert. Sie reagieren sofort, sobald ein Kind der Schule fernbleibt. Das Vorgehen der Lehrkräfte und des Comité de veille verpflichtet die Eltern, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Und: Ich konnte dank ihrer Unterstützung meine neunjährige Tochter wieder zur Schule schicken. Ich hatte kein Geld für Schuhe und Schulmaterial und habe sie zu Hause behalten. Sie jetzt so glücklich und erfolgreich zu sehen, weil sie die Schule besucht, das hat mich überzeugt, dass ich alles für ihren Schulbesuch tun muss.“ Möglich war das, weil die AME in einigen Dörfern Unterstützungsfonds schuf: Umgerechnet 15 Cent, die die Mitglieder jede Woche bezahlen, ermöglichen der Schule, Kindern in Not zu helfen.

Allein in dem Dorf Yéréfouméla wurde so erreicht, dass binnen weniger Monate neun Jungen und 17 Mädchen in die Schule zurückkehrten. In Syentoula wurde ein ganzes Jahr lang kein Kind zum Schulabbrecher. „Der siebenjährige Moussa wollte zum Arbeiten und Geldverdienen in die Großstadt. Wir konnten ihm klarmachen, dass er dort nur von Tag zu Tag etwas verdient, wir aber vom Lernen in der Schule ein ganzes Leben lang profitieren“, erzählt Clubmitglied Youssouf. Die zwölfjährige Fatoumata ergänzt: „Meine Motivation, im Club mitzumachen, ist: Ich will dafür sorgen, dass in unserem Dorf die Zahl der Menschen, die nicht lesen und schreiben können, zurückgeht. Nur wer das kann, kann seine Angelegenheiten selbst regeln und ist nicht auf die Hilfe anderer angewiesen. Analphabetismus tut weh!“

„Inzwischen kommt Kinderarbeit als Thema im offiziellen Unterrichtsprogramm vor.“

In den fünf beteiligten Regionen sind mithilfe des SNEC-Projekts rund 550 Kinder zurück in die Schule gekommen; die Abbruchrate an den beteiligten Schulen fällt; die schulischen Leistungen der Kinder verbessern sich. „Das ermutigt die Lehrkräfte“, sagt ein Schulleiter, „sie haben speziellen Unterstützungsunterricht für Schülerinnen und Schüler, die reintegriert werden, entwickelt.“ Auch die SNEC profitiert von dem Projekt: „Dank des Fortbildungsangebots haben wir zahlreiche neue Mitglieder gewonnen. Auch unser Ansehen in der Gesellschaft ist gestiegen“, berichtet Projektkoordinator Maiga. Bis auf die Regierungsebene sei das Engagement durchgedrungen. „Inzwischen kommt Kinderarbeit als Thema im offiziellen Unterrichtsprogramm vor“, fährt er fort. Zu guter Letzt werde die Position der Gewerkschaft in ihrem Bemühen um die Integration der kommunalen Lehrkräfte in den öffentlichen Dienst gestärkt: 800 Lehrkräfte wurden bisher in diesen übernommen. „Dort“, so Maige, „arbeiten sie zu deutlich besseren Bedingungen als zuvor.“

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Internationales Artikel Hauptvorstand
news-13039 Wed, 10 Jan 2018 12:00:00 +0100 „Nur im Bett zu liegen, gibt es bei uns nicht“ https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/nur-im-bett-zu-liegen-gibt-es-bei-uns-nicht/ Oft kommt es völlig unerwartet: Eltern, Partnerin, Partner oder andere Angehörige werden pflegebedürftig. Die Dialog-Redaktion der „E&W“ wirft einen Blick in den Alltag eines Mannes, der sich für die Pflege seiner Frau entschieden hat. Im Wohnzimmer der Familie Dahmer in Dortmund hängt ein großes Foto einer hübschen Frau mit langen dunklen Haaren. Es zeigt eine lächelnde Christine Dahmer kurz vor ihrem 38. Geburtstag – und kurz vor ihrem Schlaganfall. Heute sitzt die inzwischen 48-Jährige mit Pflegegrad fünf im Rollstuhl, kann nicht sprechen und nur den rechten Arm leicht heben. Sie gilt als Wachkomapatientin, auch wenn sie inzwischen versteht, wenn man mit ihr spricht. Bei einem kleinen Spaß kann sie sogar herzlich lachen. „Man kann mit ihr über Augen und Mimik kommunizieren“, sagt Ingo Dahmer.

Nach dem Schicksalsschlag 2008 war für den Radiofernsehtechniker sofort klar, dass er seine Frau nach Hause holt. Dass er seinen Job aufgibt und sich auch um vier Kinder und Haushalt kümmert. Seine Frau in ein Heim zu geben, wie es ihm die Ärzte rieten? Ausgeschlossen. Dahmer: „Ich bin so ein Typ, der macht dann einfach.“

Zwischen sechs und sieben Uhr morgens steht der 49-Jährige auf, wäscht seine Frau und zieht sie an. Drei bis vier Mal die Woche steht zwischen acht und zehn Uhr Physio- oder Ergotherapie an. Dann wird gefrühstückt, Mittagessen gekocht, mit dem behindertengerechten Auto zum Einkaufen und im Sommer in den Garten gefahren. Dahmers Frau sitzt den ganzen Tag im Rollstuhl und ist fast immer dabei: „Tagsüber im Bett zu liegen, gibt es bei uns nicht“, sagt er. Vom Persönlichen Budget des Bundes, einer Finanzspritze für pflegebedürftige und behinderte Menschen, mit der sie selbstbestimmt Ausgaben für persönliche Hilfen decken können, kann sich Dahmer vier Assistenzkräfte leisten, die bei Pflege, Betreuung und im Haushalt helfen: „Das bringt mehr Entlastung für mich als ein Pflegedienst.“ Der nämlich hat längst Feierabend, wenn seine Frau nach dem Fernsehen um 23 Uhr ins Bett geht.

„Nicht das ganze Leben von der Pflege bestimmen lassen, sondern diese integrieren.“

In der Erdgeschosswohnung der Dahmers wurde einiges umgebaut: Ein Deckenlifter führt mit einer Schiene vom Bett im Schlafzimmer zur Wanne im Badezimmer. In die Wohnzimmerdecke ist ein Haken für den Lifter geschraubt, um Dahmers Frau vom Rollstuhl in den Sessel hieven zu können. Das Pflegebett flog dagegen wieder aus dem Schlafzimmer. Stattdessen ergänzte Dahmer das Ehebett um einen Pflegebetteinsatz: „Die Wohnung muss nicht aussehen wie ein Krankenhaus.“ Welche Hilfsmittel es gibt, und welche Anträge er bei der Krankenkasse stellen kann – in all das musste er sich einlesen.

Irgendwann waren die Ersparnisse trotzdem aufgebraucht. „Man wird automatisch Hartz-IV-Empfänger“, erklärt er. Da das Pflegegeld nicht von dieser Leistung abgezogen wird, kommt die Familie – nur die zwölfjährige Tochter Jona wohnt noch zu Hause – über die Runden. Dennoch wünscht sich Dahmer, dass pflegende Angehörige das bekommen, was auch ein Pflegedienst bekäme. Dieser könnte für seine Frau 1.900 Euro abrechnen, er dagegen erhält nur 900 Euro Pflegegeld.

Anderen Betroffenen empfiehlt er: „Nicht das ganze Leben von der Pflege bestimmen lassen, sondern diese integrieren.“ Sein persönliches Erfolgsrezept heißt Liebe: „Wenn die Beziehung vorher nicht in Ordnung war, kann man nachher auch nicht pflegen.“

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news-13041 Wed, 10 Jan 2018 10:00:00 +0100 Pflege geht uns alle an https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/pflege-geht-uns-alle-an/ Die Politik muss Rahmenbedingungen schaffen, damit die Pflege zu Hause gelingen kann. Dazu gehören neue Arbeitszeitmodelle, das Recht auf Teilzeit wegen Pflege und eine finanzielle Honorierung von Pflegezeiten. Wenn die Gesellschaft altert, wird Pflege für viele Menschen Alltag. 2,08 Millionen Menschen werden in Deutschland heute schon von ihren Angehörigen gepflegt. Mal im Alleingang, mal mit Unterstützung ambulanter Pflegedienste, mal mit der Hilfe von Freunden, Bekannten, Nachbarn. Und doch läuft vieles im Verborgenen ab. Es wird Zeit, Pflegenden in unserer Gesellschaft mehr Wertschätzung entgegenzubringen. Arbeitgeber können dazu einen Beitrag leisten, indem sie Arbeitszeitmodelle entwickeln, die verhindern, dass die Entscheidung, ein Familienmitglied zu pflegen, zum Armutsrisiko wird.

Das Recht auf Teilzeit wegen Pflege sollte Gegenstand von Tarifverhandlungen sein. Nur wenn die Unternehmen und Dienststellen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermuntern, diesen Rechtsanspruch einzulösen, nur wenn Vorgesetzte sowie Kolleginnen und Kollegen die Entscheidung solidarisch mittragen, anstatt mit den Schultern zu zucken, setzen sie ein klares Signal: Pflege ist eben kein individueller Job, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe, die alle etwas angeht.

Doch mit einem solidarischen Signal ist es nicht getan. Pflegezeiten müssen auch finanziell honoriert werden. Es ist an der Zeit, dass die Pflegekassen finanziell einspringen, wenn Pflegende in Teilzeit gehen müssen und deshalb eine Zeitlang weniger Rentenbeiträge zahlen können. Nur so können wir verhindern, dass Pflege zum Armutsrisiko wird. Mit ihrer aktuellen Tarifkampagne macht sich die IG Metall zu Recht für einen Lohnausgleich stark, wenn Beschäftigte ihre Arbeitszeit wegen Pflege- und Familienaufgaben reduzieren.

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news-13176 Wed, 10 Jan 2018 08:17:34 +0100 Neues Unterrichtsmaterial: Facebook bei der Arbeit https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/neues-unterrichtsmaterial-facebook-bei-der-arbeit/ Dürfen Beschäftigte im Betrieb soziale Medien nutzen? Oft findet sich diese Antwort in einer Betriebsvereinbarung. Was genau eine solche Vereinbarung eigentlich ist, erläutert eine neue Unterrichtseinehit von Böckler Schule. Ist die private Nutzung sozialer Medien im Betrieb erlaubt? Eine Antwort auf diese Frage findet sich in vielen Betrieben in einer Betriebsvereinbarung. Aber was genau ist eigentlich eine Betriebsvereinbarung, wer macht sie, und was kann sie regeln? Dies erklärt  die Unterrichtseinheit „Facebook bei der Arbeit“ von Böckler Schule.

Das Material zeigt auch auf, wie Textbausteine aus Betriebsvereinbarungen zu Social Media konkret aussehen können. Ein mögliches Thema im Unterricht ist ferner die Frage, warum das Thema Datenschutz seit ein paar Jahren häufig Inhalt von Betriebsvereinbarungen ist. Erklärt wird zudem, wie sich die Betriebsvereinbarung zum Tarifvertrag einerseits und zum Arbeitsvertrag andererseits verhält.

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Schule Artikel Unterrichtsmaterial Hauptvorstand
news-13040 Wed, 10 Jan 2018 08:00:00 +0100 Wenn Pflege zum Alltag wird https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/wenn-pflege-zum-alltag-wird/ 2,9 Millionen Menschen in Deutschland sind 2015 laut Pflegestatistik pflegebedürftig gewesen. 2,08 Millionen von ihnen, das sind 73 Prozent, werden zu Hause versorgt. Selbst pflegen, aber wie? Die Januarausgabe der „E&W“ gibt Tipps. Pflege über viele Jahre kann das eigene Leben prägen. „Das belastet auf Dauer oft mehr als die Angehörigen erwarten“, sagt Sabine Jansen, Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, im „E&W“-Interview. Oft erwische es Familien unerwartet, sie müssten sich mit der neuen Situation zurechtfinden und schnell entscheiden. Viele Pflegende seien zudem selbst hochbetagt. „Wenn sie sich um ihren pflegebedürftigen Partner kümmern, müssen sie sich ehrlich damit auseinandersetzen: Kann ich das überhaupt? Pflegen ist meist auch schwere körperliche Arbeit.“

Die meisten Menschen wollten natürlich zu Hause leben – andererseits aber auch nichts zur Last fallen. Möglich sei auch ein Mix aus häuslicher und professioneller Betreuung: etwa die Alltagspflege an eine Tageseinrichtung auslagern und den Rest zu Hause übernehmen. Der Pflegende kann dann seinem Alltag zu Hause nachgehen, abends und am Wochenende ist man zusammen. Ab Pflegegrad zwei kann man diese Leistung in Anspruch nehmen. „Das A und O ist gründliche Information“, sagt Jansen.

  • Wie beantrage ich den Pflegegrad? Wo bekomme ich Zuschüsse? Wo finde ich ambulante Pflegedienste? Wie finde ich die richtige Einrichtung? Diese Links helfen weiter.

Pflegekompass: In der Datenbank der „Deutsche Rentenversicherung Knappschaft Bahn See“ kann man nach stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen im ganzen Land stöbern. Wer Postleitzahl und Art der Pflege eingibt, bekommt eine Übersicht über alle passenden Angebote im Umkreis, inklusive der monatlichen Kosten, die jeder und jede unabhängig vom Pflegegrad selbst zu tragen hat. Soweit vorhanden spuckt die Datenbank gleich einen Qualitätsreport (Transparenzbericht genannt) mit aus. Auch möglich ist die Suche nach dem Namen der Einrichtung. Inklusive Online-Pflegeberatung und gut sortierten Informationen rund um Pflegeversicherung, Antragstellung, häusliche Pflege und finanzielle Leistungen für pflegende Angehörige.

Verbraucherzentralen: Die bundesweite Website der Verbraucherzentralen informiert umfangreich über Pflegeversicherung, Eingruppierung in Pflegegrade und Ansprüche an die Pflegekasse. Hier gibt es auch Tipps, wie sich Angehörige und Gepflegte auf die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) vorbereiten können. Bundesweite Pflegehotline: 0180-7705001

Unfallkasse Nordrhein-Westfalen (UK NRW): Die Website beim-pflegen-gesund-bleiben.de der UK NRW nimmt besonders die Bedürfnisse pflegender Angehöriger in den Blick, vor allem gesundheitliche und seelische Belastungen. Mit Tipps zu Gesundheitsschutz, Selbstsorge und sportlichem Ausgleich, Anleitungen für die Planung des Pflegealltags, rechtlichen Grundlagen, Pflegehotlines und Notfallnummern.

BMFSFJ: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erläutert auf seiner Website alle gesetzlichen Regelungen und Leistungen zur Pflege, gibt einen Überblick über Seniorenbüros, weiterführende Links, Broschüren und die Rechte von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen. Schnelle Hilfe bekommen Angehörige am Pflegetelefon: 030/201 791 31.

BAGSO: Infos rund um die Pflege zu Hause und im Heim, zu Versicherungen, Qualität von Pflegeangeboten, Beratung der Pflegekassen bietet die Bundesgemeinschaft der Senioren-Organisationen. Dazu: Literatur- und Linktipps nach Themen geordnet.

Pflege.de: Das Portal, das unter anderem von der Kreditanstalt für Wiederaufbau unterstützt wird, liefert eine Fülle übersichtlich aufbereiteter Informationen. Mit dabei: Pflegegradrechner, Anbietervergleiche, Infos zu stundenweiser Betreuung, Rechtsgrundlagen der Pflege, Tipps für ambulante Pflege, barrierefreies Wohnen und Ansprüche berufstätiger Angehöriger, die pflegen.

Pflege durch Angehörige: Der Blogger Otto Beier hat zweimal Angehörige gepflegt und ist über die Jahre zum Experten für Informationen rund um die Pflege geworden. Mit seiner Seite möchte er anderen das oft mühsame Einarbeiten in das Unterstützungssystem erleichtern. Die äußert umfangreiche Website entwirrt das komplizierte Geflecht von Leistungen, Anträgen und bundesweiten Anlaufstellen. Sie liefert einen guten Überblick von den Kosten häuslicher Pflege über Pflegegrade, Zuschüsse, Hilfsmittel für die häusliche Pflege, Krankheitsbilder, Selbsthilfegruppen bis zu Heimpflege. Nützlich: Musterbriefe für Antragsteller, Online-Pflegegeldrechner, Buchtipps.

Das komplette Themenpaket Pflege von Anja Dilk ist auf den „Dialog“-Seiten der Januarausgabe der „E&W“ nachzulesen.

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news-13172 Tue, 09 Jan 2018 11:15:12 +0100 Island setzt Lohngleichheit durch https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/island-setzt-lohngleichheit-durch/ In Island gilt seit Anfang 2018 der „Equal Pay Act“, der festlegt, dass Frauen und Männern für die gleiche Arbeit der gleiche Lohn gezahlt werden muss. Die GEW appelliert an die künftige Bundesregierung, sich dies als Beispiel zu nehmen. Foto: Pixabay / CC0

Island hat mit dem seit Jahresanfang geltenden „Equal Pay Act“ als erstes Land weltweit die Lohngleichheit für Frauen und Männer gesetzlich festgeschrieben. Das neue Gesetz fordert von Unternehmen mit mehr als 25 MitarbeiterInnen, sich daraufhin testen zu lassen, ob sie Frauen beim Lohn diskriminieren. Bezahlen sie gerecht, erhalten sie ein Lohngleichheits-Zertifikat, das isländisch „Jafnlaunavottun“ heißt. Was passiert, wenn sie dieses Zertifikat nicht erhalten, ist noch unklar. Zwar gilt Island in Sachen Entgeltgleichheit schon lange als Vorbild, doch auch dort verdienen Frauen im Schnitt noch immer weniger als Männer. Im EU-Durchschnitt liegt die geschlechtsspezifische Lohnlücke bei 16,3 Prozent, in Deutschland sogar bei rund 21 Prozent.

Hierzulande gilt seit 6. Januar 2018 in Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten zwar das Entgelttransparenzgesetz, das Beschäftigten das Recht gibt, zu erfahren, was Kolleginnen und Kollegen des jeweils anderen Geschlechts in vergleichbarer Postition verdienen. „Das Gesetz wird keine schnellen, durchschlagenden Veränderungen bringen, dazu sind die praktischen Hürden vielfach zu hoch und der Geltungsbereich zu stark eingeschränkt“ kritisiert jedoch beispielsweise die Expertin für Genderforschung am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, Christina Klenner.

GEW-Frauenpolitikexpertin Frauke Gützkow betont an die Adresse der künftigen Bundesregierung gerichtet: „Zu Entgeltgleichheit und Entgelttransparenz muss der zukünftigen großen Koalition etwas einfallen. In einem Koalitionsvertrag erwarten wir Vereinbarungen zum Ausbau des Gesetzes – wie es auch gehen kann, zeigt Island.“ Auch die Vorsitzende des Deutschen Frauenrates (DF), Mona Küppers, fordert: „Entgeltdiskriminierung darf in der Politik nicht weiter als individuelles, sondern muss als ein strukturelles Problem behandelt werden. Deshalb muss im nächsten Koalitionsvertrag der Bundesregierung das Verbandsklagerecht nachverhandelt werden.“ Der DF verlangt ferner, einen individuellen Auskunftsanspruch für Beschäftigte in allen Unternehmen sicherstellen sowie Betriebe zu verpflichten, Entgeltdiskriminierung aufzudecken und zu beseitigen.

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Gleichstellung Recht Artikel Hauptvorstand
news-13170 Tue, 09 Jan 2018 08:51:09 +0100 Mutterschutz für Schülerinnen und Studentinnen https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/mutterschutz-fuer-schuelerinnen-und-studentinnen/ Seit 2018 profitieren mehr Frauen vom gesetzlichen Mutterschutz. Schülerinnen und Studentinnen werden einbezogen, wenn Ort, Zeit und Ablauf der Ausbildung verpflichtend sind oder ein Pflichtpraktikum absolviert werden muss. Mit dem Gesetz zur Neuregelung des Mutterschutzrechts ist am 1. Januar 2018 ein neues Mutterschutzgesetz in Kraft getreten. Der mit der Schwangerschaft beginnende Mutterschutz bezieht nun auch Schülerinnen und Studentinnen ein, „soweit die Ausbildungsstelle Ort, Zeit und Ablauf der Ausbildungsveranstaltung verpflichtend vorgibt oder sie ein im Rahmen der schulischen oder hochschulischen Ausbildung verpflichtend vorgegebenes Praktikum ableisten“. Verantwortlich für die Sicherstellung des Mutterschutzes sind bei Schülerinnen und Studentinnen die Schulen und Hochschulen.

Für Schülerinnen und Studentinnen gelten im Mutterschutz indes Besonderheiten. So können sie auf die Inanspruchnahme der in der Regel achtwöchigen Schutzfrist nach der Entbindung verzichten: Die Schule oder Hochschule muss eine Fortsetzung der Ausbildung zulassen, wenn die Schülerin oder Studentin dies verlangt. Mussten sich junge Frauen bislang krankschreiben lassen, können sie nun also selbst entscheiden, ob sie auch während des Mutterschutzes beispielsweise an Prüfungen teilnehmen oder nicht.

Schülerinnen und Studentinnen dürfen darüber hinaus zwischen 20 Uhr und 22 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen tätig werden, wenn sie einwilligen und dies für Ausbildungszwecke erforderlich ist. In diesem Fall ist kein behördliches Genehmigungsverfahren erforderlich. Die Schule oder Hochschule muss die Beschäftigung oder Teilnahme an Ausbildungsveranstaltungen zwischen 20 Uhr und 22 Uhr jedoch der Aufsichtsbehörde mitteilen.

Nachteilsausgleich für verpasste Prüfungen

Während Frauen in betrieblicher Berufsbildung und Praktikantinnen im Sinne von § 26 des Berufsbildungsgesetzes Anspruch auf Leistungen nach dem Mutterschutzgesetz haben, bekommen Schülerinnen und Studentinnen ohne Beschäftigungsverhältnis keine Leistungen. Da Studentinnen in der Regel Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung ohne Krankengeldanspruch sind, haben sie auch keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Auch die Regelungen zum Kündigungsschutz werden auf Schülerinnen und Studentinnen nicht angewendet.

Für die GEW ist insbesondere wichtig, dass die jungen Frauen an Schulen und Hochschulen klare Ansprechpartnerinnen und -partner haben, die beratend tätig sind. „Keine Verwaltungseinheit, sondern zum Beispiel ein Familienbüro“, erklärt Janina Glaeser, Referentin im Arbeitsbereich Frauenpolitik beim GEW-Hauptvorstand. Zudem müsse sichergestellt werden, dass es für im Mutterschutz verpasste Prüfungen einen Nachteilsausgleich gebe. Glaeser plädiert etwa für spezielle Regelungen in den Prüfungsordnungen oder eine mögliche Aussetzung von Abgabefristen. Darüber hinaus müssten schwangere und stillende Studentinnen auch ohne Mutterschaftsgeld finanziell abgesichert sein. Denkbar sei etwa eine staatliche Überbrückungshilfe.

Das Bundesfrauenministerium (BMFSFJ) hat einen mehr als 100 Seiten langen Leitfaden veröffentlicht, der alle Aspekte der neuen Regelungen ausführlich erläutert. Zudem gibt es ein Servicetelefon: Tel.: 030 20179130.

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Studium Schule Gleichstellung Recht Artikel Hauptvorstand
news-13109 Mon, 08 Jan 2018 12:00:00 +0100 JA13 – Es geht voran! https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/ja13-es-geht-voran/ Die GEW hat seit 2016 Bewegung in die Gleichbehandlung der Lehrämter gebracht - und in einigen Bundesländern inzwischen auch den Klageweg beschritten. Nach ersten Erfolgen heißt es nun: am Ball bleiben! Gleiches Geld für gleich(wertig)e Arbeit – das ist eine uralte Gewerkschaftsforderung. Wir haben inzwischen durch gemeinsame GEW-Aktionen in allen Bundesländern (November 2016 und 2017) Bewegung in die Gleichbehandlung der Lehrämter gebracht. Nun müssen wir alle am Ball bleiben und nachsetzen. Die Lehrkräfte an ihren Schulen, die GEW-Landesvorsitzenden mit ihren Fachleuten in Verhandlungen mit den Bildungs- sowie Finanzministerinnen und -ministern, ich als GEW-Vorsitzende in Gesprächen mit den Parteien auf der Bundesebene und mit der Kultusministerkonferenz. Bisher werden in vielen Bundesländern die Lehrkräfte mit den Lehrämtern Grundschule, Grund- und Hauptschule, mancherorts auch noch Realschule diskriminiert. Sie erhalten A12 als beamtete und E11/E12 als tarifbeschäftigte Lehrerinnen und Lehrer. Ihre Arbeit wird materiell weniger anerkannt. Dagegen wehren wir uns.

In sieben Bundesländern ist die Ausbildung für alle Lehrämter inzwischen gleich lang. Wenn aber alle angehenden Lehrkräfte gleich lang studieren und danach ein gleich langes Referendariat machen, müssen sie auch gleich besoldet beziehungsweise entgolten werden – und zwar mindestens mit A13/E13. Diese Position stützen mehrere juristische Gutachten. In einigen Bundesländern hat sich die GEW zudem bereits auf den Klageweg gemacht. Es geht um die Gleichbehandlung mit Blick auf europäisches Recht, es geht um die Gleichbehandlung bei gleicher Bezahlung und es geht für die Grundschullehrerinnen gegen mittelbare Diskriminierung wegen des Geschlechts. Nach und nach haben einige Landesregierungen entschieden, zumindest in der Sekundarstufe I die neu ausgebildeten Lehrkräfte nach A13/E13 zu bezahlen. Die GEW kämpft jetzt für die „Bestandslehrkräfte“, die auch mitgenommen werden müssen. Für diese hat die Bildungsgewerkschaft in einzelnen Ländern bereits erfolgreich Verhandlungen geführt.

„Die Erfolge in mehreren Bundesländern zeigen, dass wir gemeinsam etwas bewegen können.“

Bis Sommer 2017 galt wie in Stein gemeißelt: Lehrkräfte mit dem Grundschulehramt werden überall nach A12/E11 bezahlt. Das zu ändern, stand schon lange im Arbeitsprogramm der GEW. E13 ist inzwischen in Berlin für die neu ausgebildeten Grundschullehrkräfte zum Schuljahresbeginn 2017 Realität geworden. Die Berliner GEW kämpft mit Demonstrationen und Gesprächen für das Nachziehen der „Bestandslehrkräfte“. Nur wenn auch diese besser bezahlt werden, wird die GEW Ruhe geben. Nur wenn diese mitgehoben werden, enden Ungerechtigkeit und Unzufriedenheit in den Lehrkräftezimmern. Unser Glückwunsch geht auch nach Brandenburg, wo alle Lehrkräfte in einem Stufenplan von 2019 an bis August 2020 nach A13 gehoben werden. Das ist der Lohn für hartnäckige Verhandlungen! Wir müssen nun überall weiter Druck entfalten. In allen Bundesländern müssen die Grundschullehrkräfte und die Lehrkräfte in der Sekundarstufe nach A13/E13 bezahlt werden.

2016 und 2017 haben wir bundesweit im November die Aktionszeit für A13/E13 ausgerufen. An vielen Stellen im Land hat es vielfältige Aktivitäten gegeben. Lasst euch inspirieren und motivieren, schaut mal auf der GEW-Homepage nach, was alles gelaufen ist in Berlin, Baden-Württemberg, in Hessen, in NRW und, und, … und macht mit, wenn es im März 2018 am Equal-Pay-Day und am Internationalen Frauentag heißt: „JA13“! Dann werden wir wieder öffentlich für die Gleichbehandlung von Frauen und Männern und für die Gleichbehandlung der Schularten streiten. Macht mit! Die Erfolge in mehreren Bundesländern zeigen, dass wir gemeinsam etwas bewegen können.

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Gleichstellung Tarif Artikel Hauptvorstand
news-13016 Mon, 08 Jan 2018 11:00:00 +0100 Scharfe Kritik an der Flüchtlingspolitik https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/scharfe-kritik-an-der-fluechtlingspolitik/ Deutschland bekämpfe keine Fluchtursachen, sondern rüste die Genzen afrikanischer Transitländer auf, kritisiert der Menschenrechtsexperte Thomas Gebauer in einem Interview, mit dem die „E&W“-Serie „Willkommen in Deutschland“ endet. Der Geschäftsführer der Menschenrechts- und Hilfsorganisation medico international, Thomas Gebauer, hat die europäische Flüchtlingspolitik scharf kritisiert. Das Engagement Europas konzentriere sich nicht darauf, Flucht zu verhindern und deren Ursachen zu bekämpfen. „Ziel ist ganz offenbar, die Grenzen klassischer Transitländer wie Niger oder Mali, aber auch Äthiopiens so zu sichern und aufzurüsten, dass niemand mehr nach Libyen durchkommt“, sagte Gebauer im „E&W“-Interview. „Die Menschen sollen das Mittelmeer erst gar nicht erreichen.“ Diese vorverlagerte Außengrenze werde etwa an der Grenze zwischen Sudan und Äthiopien durch bewaffnete Grenzschützer abgesichert, rekrutiert aus den Reihen ehemaliger Djandjawid-Milizen, die im Darfur-Krieg zahlreiche Menschenrechtsverletzungen und Massaker begingen. „Skandalös ist, dass für solche Grenzschutzprogramme auch Mittel aus dem Europäischen Entwicklungsfonds ausgegeben werden.“

Gebauer monierte weiter: „Die globale Krise, die mit der Ankunft der Flüchtlinge in Europa auch hierzulande sichtbar wurde, soll wieder unsichtbar gemacht werden. Das lässt sich politisch als Erfolg verkaufen.“ Die Bundesregierung könne so stolz verkünden, sie habe es geschafft, die Zahl der Flüchtlinge zu senken. Um die Freizügigkeit in Europa zu verteidigen, dränge die EU heute darauf, diese innerhalb Afrikas einzuschränken. Die Grenzen im westafrikanischen Raum, in dem lange bevor das in Europa der Fall war Freizügigkeit herrschte, seien immer schwieriger zu überwinden. „Dabei ist die Möglichkeit, sich frei zu bewegen, in Westafrika überlebenswichtig - etwa um mit den Auswirkungen ausbleibender Niederschläge zurechtzukommen, sind die Menschen regelmäßig in die Nachbarländer ausgewichen.“

Der Bundesregierung warf Gebauer vor, eine Politik zu betreiben, die letztlich die Situation in den Herkunftsländern verschärfe. „Wir wissen, dass allein in Afrika jährlich 18 Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden müssten, damit junge Menschen, die auf die Arbeitsmärkte drängen, eine Chance haben. Wie aber soll das gelingen, wenn die Freihandelsabkommen, die Europa und Deutschland den Ländern Afrikas aufzwingt, einseitig den Norden privilegieren?“ Letztlich seien es handfeste Wirtschaftsinteressen, die in der deutschen Politik zum Ausdruck kämen. „Deutschland hat beim Zugang zu den afrikanischen Märkten im Vergleich zu China, Frankreich und den USA eingebüßt. Nun missbraucht es den öffentlichen Diskurs über Fluchtursachen, um deutsche Wirtschaftsinteressen in Afrika wieder verstärkt zur Geltung zu bringen.“

Das komplette Interview von Helga Haas-Rietschel, „E&W“-Redakteurin, ist in der Januarausgabe der „E&W“ nachzulesen.

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Migration Internationales Artikel Hauptvorstand
news-13164 Mon, 08 Jan 2018 09:46:23 +0100 KMK-Digitalstrategie um Weiterbildung ergänzt https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/kmk-digitalstrategie-um-weiterbildung-ergaenzt/ Die Kultusministerkonferenz hat ihre Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ um das Thema Weiterbildung ergänzt. Offen bleibe, wie die digitale Transformation der Erwachsenenbildung finanziert werden solle, kritisiert die GEW. Zum Jahresende 2017 hat die Kultusministerkonferenz (KMK) ihre im Jahr 2016 beschlossene Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ um einen Abschnitt zur Weiterbildung erweitert. Mit Blick auf digitale Lernsettings sei die Kooperation der Institutionen und Akteure in der Weiterbildung anzustreben, heißt es darin etwa. Zudem werden Gelingensbedingungen für das digital gestützte Lernen und Lehren beschrieben, bevor klare Vorgaben für die Infrastruktur in Form von Netzwerken und Endgeräten, Lernplattformen und Clouds benannt werden. Darüber hinaus fordert die KMK Maßnahmen zum Datenschutz und zur IT-Sicherheit.

Die GEW-Bundesfachgruppe Erwachsenenbildung begrüßte, dass die KMK in ihrer Strategie auch den Weiterbildungssektor aufnehme, vermisst jedoch klar zu benennende Mindeststandards für die Qualifizierung und adäquate Beschäftigung des Personals. Außerdem umgehe die KMK die entscheidende Frage, nämlich wie die digitale Transformation der Erwachsenenbildung finanziert werden solle. Die Erwachsenenbildung für digitale Lernwelten auszustatten, könne nur mit zusätzlicher finanzieller Unterstützung des Bundes ermöglicht werden. „Ohne eine auskömmliche Absicherung mit den erforderlichen Ressourcen bleibt die Erklärung zur Weiterbildung in der digitalen Welt eine Absichtsbekundung“, kritisiert die Bundesfachgruppe.

Weitere Themen im Infoblatt Weiterbildung im Januar 2018:

  • Mindestlohn Weiterbildung allgemeinverbindlich
  • Bundesregierung beschließt „Vergabemindestlohn“ – Schlupfloch zur Umgehung des Mindestlohns nach langjähriger GEW-Forderung geschlossen
  • GKV-Beiträge für Selbständige rückwirkend nach tatsächlichen Einnahmen
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Weiterbildung Artikel Hauptvorstand
news-13015 Mon, 08 Jan 2018 09:00:00 +0100 „Finanzlage der Kommunen ist desolat“ https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/finanzlage-der-kommunen-ist-desolat/ Für Baumaßnahmen an Schulen müssen fast 33 Milliarden Euro investiert werden, Kitas und Sportstätten nicht mitgerechnet. Finanzexperte Henrik Scheller erläutert, welche Folgen der Sanierungsstau hat. Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) hat für 2016 für alle Städte und Gemeinden mit mehr als 2.000 Einwohnern einen Investitionsrückstand von 32,8 Milliarden Euro errechnet. „Viele Schulbauten aus den 1960er- und 1970er- Jahren weisen inzwischen gravierende Baumängel auf – vielen Kommunen fehlt das Geld für eine kontinuierliche und umfassende Instandhaltung“, sagte Henrik Scheller, Teamleiter Finanzen im Arbeitsbereich Infrastruktur, Wirtschaft und Finanzen am Difu in Berlin, im „E&W“-Interview. Oft sei der laufende Schulbetrieb beeinträchtigt: Sanitäranlagen und Turnhallen etwa könnten nicht genutzt werden. „Nicht zuletzt kommt es zu Unterrichtsausfällen.“ Zudem fehle es an „Aufenthaltsqualität“ –  obwohl Schülerinnen und Schüler ebenso wie Lehrkräfte mit dem Ausbau der Ganztagsbetreuung einen großen Teil des Tages in den Schulen verbrächten.

Scheller betonte: „Die Finanz- und Haushaltslage vieler Kommunen ist – trotz des positiven wirtschaftlichen Umfeldes – desolat.“ Insofern seien schnelle und grundlegende Änderungen mit Blick auf die Bildungsinfrastruktur kaum zu erwarten. Mit der jüngsten Finanzausgleichsreform habe der Bund zwar den Kommunalinvestitionsförderungsfonds für den Zeitraum von 2017 bis 2022 um 3,5 auf 7 Milliarden Euro erhöht. Damit sollten Investitionen in die Bildungsinfrastruktur finanzschwacher Kommunen ermöglicht werden. 3,5 Milliarden Euro seien mit Blick auf die ermittelten Investitionsrückstände aber nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“.

Das vollständige Interview von Matthias Heidn, Koordinator der Initiative „Bildung. Weiter denken!“, ist in der Januarausgabe der „E&W“ veröffentlicht.

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Schule Bildung weiter denken Bildungsfinanzierung Artikel Hauptvorstand
news-13162 Mon, 08 Jan 2018 08:55:44 +0100 Ausbildungsquote ist deutlich rückläufig https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/ausbildungsquote-ist-deutlich-ruecklaeufig/ In Deutschland werden immer weniger Fachkräfte ausgebildet. Sowohl das Ausbildungsangebot der Betriebe als auch die Nachfrage der Jugendlichen nach dualer Ausbildung ist rückläufig, wie der Ländermonitor berufliche Bildung 2017 zeigt. Im Jahr 2016 sind rund 80.000 weniger duale Ausbildungsplätze von Betrieben angeboten worden als noch im Jahr 2007. Noch stärker – um 155.000 – ging die Zahl der Bewerber zurück. Das geht aus dem Ländermonitor berufliche Bildung 2017 hervor, einem Forschungsprojekt des Soziologischen Forschungsinstituts Göttingen zusammen mit der Abteilung für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung der Universität Göttingen

Für Ausbildungssuchende verbesserte sich die Situation indes. 2007 standen je 100 Bewerbern nur 85 Ausbildungsplätze zur Verfügung, 2016 waren es 94. Allerdings ist die Situation abhängig vom Wohnort: In Bayern stehen 100 Bewerbern 104 Ausbildungsplätze gegenüber, in Schleswig-Holstein nur 88. In den östlichen Flächenländern ist der Rückgang der dualen Ausbildung dramatisch: Seit 2007 fiel die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze dort um knapp 40 Prozent, die Zahl der Bewerber um 46 Prozent.

Von der verbesserten Lage für Bewerber profitierten Hauptschülerinnen und Hauptschüler zudem kaum: Im Jahr 2015 gelang es nur 49 Prozent der Schulabgängerinnen und -abgänger, direkt eine Ausbildung im dualen oder im Schulberufssystem aufzunehmen. 51 Prozent wechselten zunächst in eine der Maßnahmen des Übergangssystems, in denen kein Berufsabschluss erworben werden kann.

Weitere Themen im Infoblatt Berufsbildung im Januar 2018:

  • Berufliche Schulen 4.0 – Beschluss der KMK
  • „DENK-doch-MAL“ – Herausforderung Akademisierung
  • Beamtenstreikrecht – Verhandlungen vor dem Bundesverfassungsgericht
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Berufliche Bildung Bildungssystem Artikel Hauptvorstand
news-13160 Mon, 08 Jan 2018 08:20:11 +0100 LesePeter Januar für Kinderbuch zum Thema Tod https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/lesepeter-januar-fuer-kinderbuch-zum-thema-tod/ Der LesePeter geht im Monat Januar an das Kinderbuch „Hannah lüftet Friedhofsgeheimnisse“. Darin begegnet die zehnjährige Hannah dem Friedhofsgärtner und Grabsteintexter Florian Tod. Das Kinderbuch „Hannah lüftet Friedhofsgeheimnisse – Eine Geschichte über den Tod und was danach kommt“, ist mit dem LesePeter des Monats Januar 2018 ausgezeichnet worden. Die Autorinnen Diana Hillebrand und Stefanie Duckstein erzählen darin die Geschichte der zehnjährigen Hannah, die gerne Fragen stellt – besonders dann, wenn sie merkt, dass andere diesen ausweichen. Seit sie eine tote Katze gesehen hat, fragt sie sich, was es bedeutet, wenn jemand tot ist und erhält unterschiedliche, nicht immer befriedigende Antworten. 

Hannah lässt nicht locker, und so besuchen Mutter und Tochter gemeinsam einen Friedhof, wo sie dem Friedhofsgärtner Florian Tod begegnen. Dieser hat weder Berührungsängste mit dem Tod noch wird er müde, Hannahs Fragen zu beantworten. Florian erweist sich als wertvoller Gesprächspartner für das Mädchen, der eine Menge weiß und nicht der Meinung ist, dass Kinder sich mit anderen Dingen beschäftigen sollten. In einem „Gedankenbuch“, das eine Art Tagebuch ist, hält Hannah einiges fest. Die Sachinformationen rings um den Tod, seine Symbole, verschiedene Bestattungsmöglichkeiten, Jenseitsvorstellungen, Grabmale und Totenstätten in verschiedenen Kulturen und Religionen sind umfangreich und nicht nur für Kinder interessant.

Der LesePeter ist eine Auszeichnung der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (AJuM) der GEW für ein herausragendes, aktuelles Buch der Kinder- und Jugendliteratur.

Diana Hillebrand und Stefanie Duckstein, Hannah lüftet Friedhofsgeheimnisse – Eine Geschichte über den Tod und was danach kommt“, Kösel Verlag, München 2016, ISBN 978-3-466-37164-8, 160 Seiten, 16,99 Euro, 8 bis 12 Jahre.

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Artikel Unterrichtsmaterial Hauptvorstand
news-13089 Thu, 04 Jan 2018 14:00:00 +0100 Ganztagsschule im Realitätscheck https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/ganztagsschule-im-realitaetscheck/ Alle drei Jahre gibt die Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG) Einblicke in den Ist-Stand. Die jüngsten Ergebnisse zeigen auch: Mehr Einsatz in der Schul- und Unterrichtsentwicklung wäre gut. Zehn Prozent der Schulen geben in der StEG-Erhebung von 2015 an, an weniger als drei Tagen pro Woche Ganztagsangebote bereitzustellen – und somit die Mindestanforderung der Kultusministerkonferenz (KMK), die eine Öffnung an drei Tagen festschreibt, nicht zu erfüllen. Noch problematischer sieht es bei den pädagogischen Leitlinien aus: Die von der KMK geforderte konzeptionelle Verbindung von außerunterrichtlichen Ganztagsangeboten und Unterricht wurde bislang nur an jeder zweiten Ganztagsschule realisiert.

Eine Diskrepanz zwischen Anspruch und gelebter Praxis zeigt sich in den Vertiefungsstudien, an denen 2012 bis 2015 je circa 70 Schulen im Primar- beziehungsweise Sekundarbereich teilnahmen. Die ausgewählten Schulen boten Schwerpunkte im Bereich Sprach- und Leseförderung, soziales Lernen sowie teils auch Naturwissenschaften an. Bei der Befragung der Schülerinnen und Schüler stellte sich indes heraus, dass die Teilnahmequoten ziemlich niedrig waren: An den Grundschulen lagen sie jeweils zwischen 10 und 17 Prozent, in der Jahrgangsstufe 5 unter 8 Prozent.

Wiederholt wurden die Schülerinnen und Schüler, die an den Förderangeboten teilnahmen, befragt und ihre Leistungsentwicklung mittels standardisierter Tests untersucht. Im Vergleich zu Mitschülerinnen und Mitschülern, die keine solchen Angebote besuchten, zeigte sich kein zusätzlicher Lerngewinn. Der Besuch von Ganztagsangeboten reicht offenbar nicht aus, um innerhalb eines oder zweier Halbjahre fachliche Kompetenzen messbar zu steigern. Was sich hingegen gut nachweisen lässt, sind positive Auswirkungen pädagogisch hochwertiger Angebote auf das soziale Lernen, auf die Motivation und das Selbstkonzept der Schülerinnen und Schüler.

Alle drei Jahre befragt StEG repräsentativ ausgewählte Schulleitungen nach dem Ausbau ihrer Ganztagsschulen; zuletzt nahmen 2015 bundesweit 1.516 Schulen teil.

Die komplette Analyse von Prof. Eckhard Klieme, Bildungsforscher am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), und Prof. Ludwig Stecher, Bildungsforscher an der Justus-Liebig Universität Gießen, ist in der Januarausgabe der „E&W“ veröffentlicht.

Kathrin Hedtke hat zudem Eltern nach ihrer Meinung zum Ganztag befragt:  

  • „Ganztagsschule ist gut für alle“

„Ich würde mir wünschen, dass meine Tochter auf eine Ganztagsschule geht. In unserer Schule gehen einige Schüler mittags nach Hause, andere bleiben im Hort, werden früher oder später abgeholt. Oft habe ich ein schlechtes Gewissen, dass ich arbeite – und nicht Mittagessen für meine Kinder koche. In einer Ganztagsschule bleiben alle Schüler gleich lang. Das ist gut für alle.“ (Ana Büttenbender, Darmstadt)

  • „Ich habe Zeit für meine Kinder“

„Für berufstätige Mütter ist eine Ganztagsschule sicher toll. Aber ich habe Zeit und möchte meine Kinder gerne früher abholen. Seit der dritten Klasse will mein Sohn allerdings meist lieber länger im Hort bleiben und mit seinen Kumpels weiter Fußball spielen.“ (Manja Hirschner, Berlin)

  • „Hort hat in den Ferien auf“

„Ganztagsschule kommt für mich nicht infrage, zumindest in der Grundschule. Ich finde nicht gut, wenn das Umfeld der Kinder nur auf die Schule beschränkt ist. Sie sollen auch mit anderen Kindern spielen. Der Hort bietet die Möglichkeit, noch mal eine ganz andere Rolle einzunehmen. Außerhalb der Schule. Und ganz wichtig: Der Hort hat auch in den Ferien auf.“ (Julia Pflüb, Frankfurt)

  • „Miteinander der Kinder wird gestärkt“

„Wir sind beide berufstätig – und sehr froh, dass es Ganztagsschulen gibt. Sonst würde der Junge vielleicht nachmittags mit seinen Freunden auf der Straße rumhängen. Außerdem stärkt es das Miteinander, wenn die Kinder zusammen lernen und nicht allein zuhause am Schreibtisch ihre Hausaufgaben machen.“ (Aron Amm, Berlin)

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Schule Bildungssystem Artikel Hauptvorstand