GEW - Die Bildungsgewerkschaft
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GEW setzt Proteste an Goethe-Instituten fort

Bildungsgewerkschaft fordert faire Beschäftigungsbedingungen

14.11.2013

Frankfurt am Main – Mit bundesweiten Aktionen setzt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zwischen dem 15. und 19. November ihre Proteste an den Goethe-Instituten in Deutschland fort. Faire Beschäftigungsbedingungen für alle Beschäftigten unabhängig von ihrem Status sind das Ziel der Aktionen. Seit Dezember 2012 fordert die GEW vom Goethe-Institut Verhandlungen über tarifvertragliche Vereinbarungen für Freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Bildungsgewerkschaft kritisiert darüber hinaus seit Jahren die Zunahme prekärer und atypischer Beschäftigungsverhältnisse beim Goethe-Institut. Doch die Arbeitgeber lehnen Verhandlungen bisher ab.

Anlass der Aktionstage ist die Mitgliederversammlung des Goethe-Instituts am 19. November. Mitglieder sind ausgewählte Persönlichkeiten des kulturellen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens sowie Vertreterinnen und Vertreter der politischen Parteien und der Arbeitnehmer. „Wir möchten erreichen, dass die Mitglieder die berechtigten Forderungen der Beschäftigten aufgreifen und den Vorstand auffordern, endlich mit der GEW zu verhandeln“, sagte Andreas Gehrke, für Tarifpolitik verantwortliches Vorstandsmitglied, heute in Frankfurt am Main.

Bereits am Freitag, den 15. November, sind die Beschäftigten des Goethe-Instituts Berlin zu einer Protestaktion aufgerufen. Treffpunkt ist um 12.45 Uhr der Haupteingang des Goethe-Instituts, Neue Schönhauser Straße 20, 10178 Berlin. Im Rahmen der Protestaktion führen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Goethe-Instituts eine Straßenperformance auf.

Für Dienstag, den 19. November planen erstmals auch die Beschäftigten der Zentrale des Goethe-Instituts in München eine Protestaktion. Treffpunkt hierfür ist um 12.30 Uhr der Haupteingang, Dachauer Straße 122, 80637 München.

Info: Das Goethe-Institut unterhält in Deutschland dreizehn Einrichtungen, die vor allem Kurse für Deutsch als Fremdsprache anbieten, und die Zentrale in München. Die Sprachkurse werden überwiegend von Honorarlehrkräften durchgeführt, die damit ein Einkommen erzielen, das weit unter dem einer Vertragslehrkraft liegt. Von ihrem Honorar müssen sie sämtliche Sozialversicherungsbeiträge selbst zahlen. Sie haben keinen Anspruch auf bezahlten Urlaub oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Ziele der GEW sind tarifliche Vereinbarungen über die Honorare und die Beteiligung des Arbeitgebers an den Sozialversicherungsbeiträgen. Auch andere Formen prekärer und atypischer Beschäftigungsverhältnisse nehmen beim Goethe-Institut zu, u.a. die hohe Zahl von Befristungen in der Zentrale in München und der Einsatz von Praktikantinnen und Praktikanten für Aufgaben, die eigentlich von Arbeitnehmern auszuführen wären.

Ansprechpartner für die Aktionen in Berlin:

Dieter Wardenbach (Tel.: 030/6931277)
Dr. Detlef Otto (Tel.: 0176/32851884)
Mathias Adelhoefer (Tel.: 0171/2164605)

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