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GEW: „Neue Bundesregierung darf sich nicht wegducken: Wir brauchen ein KiTa-Qualitätsgesetz!“

Bildungsgewerkschaft zum Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme und Fachkräfte-Radar für KiTa und Grundschule 2021

24.08.2021

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) macht sich für ein bundesweites KiTa-Qualitätsgesetz stark. Das KiTa-Qualitäts- und Teilhabegesetz müsse dringend weiterentwickelt werden, appellierte die Bildungsgewerkschaft mit Blick auf das Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme und den Fachkräfte-Radar für KiTa und Grundschule 2021 an die kommende Bundesregierung. „Wegducken gilt nicht: Wir brauchen flächendeckend geltende Mindeststandards für eine verbesserte Fachkraft-Kind-Relation. Leitungskräfte in KiTas sind die Schlüsselfunktionen. Sie benötigen für die komplexen Anforderungen und Aufgaben ausreichende Ressourcen. Das zeigen die Ergebnisse der Untersuchung“, begründete Doreen Siebernik, GEW-Vorstandsmitglied Jugendhilfe und Sozialarbeit, den Vorschlag der Gewerkschaft am Dienstag in Frankfurt a.M.

Sie unterstrich, dass der Erzieherinnen- und Erzieherberuf gesellschaftlich deutlich aufgewertet und besser bezahlt werden müsse. Zudem müssten die Arbeitsbedingungen stimmen. „Nur so gewinnen wir mehr junge Menschen für das Arbeitsfeld KiTa“, betonte Siebernik. In den KiTas seien die Alltagssorgen und Nöte trotz aller Verbesserungen im zurückliegenden Jahrzehnt groß. „Überall fehlen gut ausgebildete Fachkräfte, der qualitative KiTa-Ausbau stottert. Die Ausbildungskapazitäten müssen deutlich steigen. Das erfordert gut ausgebildete Lehrkräfte in der Ausbildung. Beides sind Grundvoraussetzungen, damit die Qualität der Ausbildung verbessert werden kann“, sagte die Gewerkschafterin.

„Der Bund muss Länder und Kommunen unterstützen, um eine Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung langfristig sicherzustellen. Qualitätsverbesserungen müssen aus einem Sondervermögen dauerhaft finanziert werden. Für eine gemeinsame Handlungsstrategie, mehr Fachkräfte zu gewinnen und zu qualifizieren, brauchen Bund, Länder, Kommunen und Träger einen Schulterschluss. Die Bildungschancen der Kinder dürfen nicht von der Postleitzahl abhängig sein“, hob Siebernik hervor.