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GEW: „Inklusion braucht Profis“

Bildungsgewerkschaft zur „Nationalen Konferenz zur inklusiven Bildung“

17.06.2013

Frankfurt a.M./Berlin – „Inklusion braucht Profis“, stellte Marlis Tepe, neue Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Montag mit Blick auf die „Nationale Konferenz zur inklusiven Bildung“ in Berlin fest.

Sie mahnte an, dass die Ausbildung der Pädagoginnen und Pädagogen dringend reformiert werden müsse. Für die Lehrkräfte bedeute das beispielsweise ein einheitliches Lehramt, das die nach den Schularten organisierten Studiengänge zusammenführt. Eine an den Altersstufen der Schülerinnen und Schüler orientierte Ausbildung solle es erst in der Masterphase des Studiums geben. Die Lehrerinnen und Lehrer, so Tepe, müssten in der Ausbildung die pädagogisch-didaktischen Kompetenzen erwerben können, um in heterogenen Gruppen erfolgreiche Lernprozesse zu initiieren und zu begleiten
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Zudem müsse sich inklusive Schule noch stärker für andere Professionen öffnen. „Im Sinne von Interprofessionalität sollen Lehrkräfte in Teams mit Sozialpädagog/inn/en, Schulpsycholog/inn/en, Berufseinstiegsbegleiter/innen/n, Künstler/innen/n, Mentor/inn/en oder Botschafter/inn/en für interkulturelle Kompetenz zusammenarbeiten“, betonte Tepe. „Ohne diese Weichenstellungen kann Inklusion nicht erfolgreich umgesetzt werden.“

„Wir brauchen ‚eine Schule für alle Kinder‘, eine Ausbildung und eine einheitliche Bezahlung aller Lehrerinnen und Lehrer: Dieser Dreiklang ist unser Credo für ein inklusives, zukunftsfähiges Schulsystem. Mit Schulen, die alle Kinder und Jugendlichen mitnehmen, sie bestmöglich individuell fördern – und niemanden ausgrenzen“, sagte die GEW-Vorsitzende. „Wir schlagen vor, die Entwicklung eines inklusiven Schulsystems als Staatsziel in den Schulgesetzen zu verankern und überzeugende Aktionspläne vorzulegen.“

„Für ein inklusives Bildungssystem mit einem qualitativ hochwertigen Angebot müssen die Länder aber auch investieren. Sie müssen die notwendigen materiellen und personellen Ressourcen bereitstellen. Denn eins geht nicht: Die Umsetzung der Inklusion einfach bei den Pädagoginnen und Pädagogen abzuladen“, unterstrich Tepe. Die Bildungsprofis brauchten bei dem Paradigmenwechsel von einem selektiven zu einem inklusiven Bildungswesen die materielle, aber auch die ideelle Unterstützung und Wertschätzung der Gesellschaft. „Alles beginnt mit guter Bildung: Deshalb brauchen wir ein inklusives Bildungssystem von Anfang an – von der Kita über die Schulen und Hochschulen bis in die Weiterbildung“, sagte die GEW-Vorsitzende.

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