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GEW: „Bund muss in Finanzierung einsteigen“

19.05.2017

Bildungsgewerkschaft begrüßt Beschluss der Jugendminister zum Kita-Qualitätsentwicklungsgesetz

Frankfurt a.M. - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßt den Beschluss der Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK) für ein Kita-Qualitätsentwicklungsgesetz. Dieses müsse jetzt jedoch vom Bund verbindlich finanziell unterstützt werden. "Für die Umsetzung des Gesetzes müssen in den nächsten Jahren rund fünf Milliarden Euro bereitgestellt werden", sagte Björn Köhler, für Jugendhilfe und Sozialarbeit verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied, am Freitag in Frankfurt a.M. "Diese Gelder werden benötigt, um zusätzlich zum Ausbau der Kindertagesbetreuung den Fachkraft-Kind-Schlüssel zu verbessern. Kita-Leitungen müssen für ihre Leitungsaufgaben freigestellt, die mittelbare pädagogische Arbeitszeit der Erzieherinnen anerkannt und die Fachberatungen finanziell abgesichert werden." Diese Verbesserungen seien auch ein wesentlicher Schritt, die Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen und Erzieher attraktiver zu gestalten. "Wir brauchen bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Bezahlung, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen", betonte Köhler. Qualitativ gute Kitas seien auch ein wichtiger Schritt, um in ganz Deutschland gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen. Der Geburtsort dürfe nicht über die Bildungs- und Lebenschancen eines Kindes entscheiden.

Der Kita-Experte kündigte an, dass die GEW die Kita-Qualität zu einem zentralen Thema im kommenden Bundestagswahlkampf machen werde. Bereits seit Jahren forderten Arbeiterwohlfahrt, Caritas und GEW in ihrem "Kita-Qualitätspakt", dass sich der Bund an den Kosten beteiligen müsse.

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