GEW - Die Bildungsgewerkschaft
Du bist hier:

GEW: „Arbeitsplatz Wissenschaft muss attraktiver werden“

Bildungsgewerkschaft zum EFI-Gutachten zur Abwanderung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern

26.02.2014

Frankfurt a.M. - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat Bund und Länder aufgefordert, wirksame Maßnahmen für faire Beschäftigungsbedingungen und berechenbare Karrierewege in der Wissenschaft zu ergreifen. „Die deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen haben im Wettbewerb um qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen entscheidenden Standortnachteil: lange und steinige Karrierewege, immer mehr Zeitverträge mit immer kürzeren Laufzeiten. Die Politik muss endlich handeln und die Weichen für einen attraktiven Arbeitsplatz Hochschule und Forschung stellen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende und Hochschulexperte der GEW, Andreas Keller, aus Anlass des heute veröffentlichten Gutachtens der von der Bundesregierung eingerichteten Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI). Die Expertenkommission beklagt, dass zunehmend hoch qualifizierte Forscherinnen und Forscher aus Deutschland abwandern – auch wegen unzureichender Karriereperspektiven und einer nicht zufriedenstellenden Entlohnung.

„Aufwändige Rückkehrprogramme werden ihre Wirkung verfehlen, wenn Bund und Länder nicht gleichzeitig eine Reform der Personalstruktur und Beschäftigungsbedingungen in Hochschule und Forschung anpacken. Wir brauchen mehr dauerhafte Berufsperspektiven neben der Professur, die Verankerung von Mindestvertragslaufzeiten im Wissenschaftszeitvertragsgesetz und eine faire Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen und Berufserfahrungen“, sagte Keller.

Info:

Das Gutachten Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) kann im Kasten rechts abgerufen werden. Die GEW setzt sich seit 2010 mit dem Templiner Manifest für den „Traumjob Wissenschaft“ ein. Auf dem 5. Follow-up-Kongress zum Templiner Manifest am 2. April 2014 in Berlin wird die GEW mit Bundestagsabgeordneten aus allen Fraktionen diskutieren, wie die Weichen für den „Traumjob Wissenschaft“ gestellt werden können.

Zurück