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GEW: „50.000 Streikende im Sozial- und Erziehungsdienst“

Großdemos in Frankfurt a.M. und Hamburg mit über 30.000 Teilnehmern

28.05.2015

Frankfurt a.M./Hamburg – Über 30.000 Beschäftigte des kommunalen Sozial- und Erziehungsdienstes (SuE) demonstrierten heute bei zwei Großkundgebungen in Frankfurt a.M. und Hamburg für eine deutliche Aufwertung des gesamten Berufsfeldes und eine bessere Bezahlung. Unter dem Strich streikten bundesweit rund 50.000 Erzieherinnen, Sozialarbeiter und –pädagogen sowie Beschäftigte aus der Behindertenhilfe. Das teilte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit.

„Die Arbeitgeber haben sich eingemauert. Jetzt müssen sie während ihrer heutigen Mitgliederversammlung einen Weg finden, aus ihrer Burg wieder herauszukommen. Die Gewerkschaften sind verhandlungsbereit – Ziel muss jedoch ein annehmbares Ergebnis sein“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Donnerstag in Frankfurt a.M.

Die Vorsitzende der GEW Hessen, Birgit Koch, bekräftigte vor 16.000 Kolleginnen und Kollegen auf dem Frankfurter Römerberg noch einmal die Forderungen der Gewerkschaften nach einer höheren Eingruppierung aller Beschäftigtengruppen im SuE-Bereich: „Ich fordere die Arbeitgeber auf, endlich ein annehmbares Angebot vorzulegen.“ An der Demonstration und Kundgebung beteiligten sich mehrere Tausend GEW-Mitglieder aus Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland.

15.000 SuE-Beschäftigte kamen zu der Protestkundgebung in Hamburg, darunter rund 1.500 GEW-Mitglieder aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Hamburg.
 
Info: Die Forderungen der Gewerkschaften haben ein Gesamtvolumen, nach dem die Gehälter der SuE-Beschäftigten im Durchschnitt um zehn Prozent steigen. Die Gewerkschaften wollen die Beschäftigtengruppen in der SuE-Gehaltstabelle höher eingruppieren.

Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes hatten mit der VKA seit Ende Februar über den Eingruppierungstarifvertrag für die rund 240.000 kommunalen Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst verhandelt. Zuvor hatten sie die Entgeltordnung (EGO) für den SuE-Bereich zum Jahreswechsel 2014/15 gekündigt. Nachdem fünf Verhandlungsrunden ergebnislos geblieben waren, hatten die Gewerkschaftsgremien die Verhandlungen Ende April für gescheitert erklärt und die Urabstimmung der Mitglieder eingeleitet. Ver.di- und GEW-Mitglieder votierten mit überwältigender Mehrheit für unbefristete Streiks.

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