GEW - Die Bildungsgewerkschaft

Zahlen und Fakten

 Wenn ein Mensch in das Beamtenverhältnis berufen wird, wird ihm zugleich ein „Amt“ verliehen. Gemäß Beamtengesetzen sind ähnliche Ämter zu „Laufbahnen“ zusammengefasst. Das können Ämter sein, die nacheinander per Beförderung durchlaufen werden (Amtsrat, Oberamtsrat u.s.w.), oder fachlich verwandte Ämter.

Das Laufbahnrecht ist Ländersache, es gibt also beim Bund und den 16 Bundesländern jeweils eigene Laufbahnvorschriften. Zusammen mit den Besoldungsordnungen ist hier geregelt, welches Amt welcher Besoldungsgruppe zugeordnet wird, denn bei Beamten richtet sich die Besoldung nicht nach der Tätigkeit, sondern nach dem verliehenen Amt.

Traditionell gab es in Deutschland vier „Laufbahngruppen“: Den einfachen, mittleren, gehobenen und höheren Dienst, abhängig von den geforderten Ausbildungsvoraussetzungen. In vielen Bundesländern gibt es heute nur noch zwei oder drei Laufbahngruppen. Dafür regeln sog. Eingangsämter, in welcher Besoldungsgruppe man mit welcher Ausbildung einsteigt.

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Die weitaus meisten Lehramtsstudent_innen streben in die Sekundarstufe II. Das gilt sowohl für Männer (53,5 Prozent) als auch für Frauen (40,3 Prozent). Gleichwohl ist der Frauenanteil in Schulformen am größten, in denen die pädagogischen Anforderungen besonders hoch sind. Das sind Grund- und Sonderschulen. Der höchste Männeranteil findet sich in weiterführenden und beruflichen Schulen.

Ausführliche Informationen dazu gibt es auf Seite 24 unserer Auswertung für das GEW-Zukunftsforum Lehrer_innenbildung.

Zwar werden sprachliche Fächer nach wie vor weit überwiegend von Frauen gewählt. Doch am Fach Mathematik zeigt sich, dass Frauen auch in MINT-Fächern langsam aufholen.

Detailliert kann dies auf Seite 20 unserer Auswertung für das GEW-Zukunftsforum Lehrer_innenbildung nachgelesen werden.

Im Vergleich zum Durchschnitt aller Mitgliedsstaaten in der EU bleibt die Verdienstlücke zwischen Männern und Frauen in Deutschland konstant besonders groß.

Hohe Qualifikation schützt nicht vor Entgeltdiskriminierung. Am größten ist der Abstand bei über 50-jährigen Frauen mit Universitätsabschluss (Grafik 4).