GEW - Die Bildungsgewerkschaft - Website https://www.gew.de GEW - Die Bildungsgewerkschaft - Website de-DE GEW - Die Bildungsgewerkschaft - Website Thu, 21 Feb 2019 15:21:21 +0100 Thu, 21 Feb 2019 15:21:21 +0100 TYPO3 EXT:news news-16041 Thu, 21 Feb 2019 11:40:42 +0100 Der Digitalpakt wird kommen https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/der-digitalpakt-wird-kommen/ Deutschlands Schulen können endlich auf schnelles und stabiles Internet sowie digitale Lehr- und Lernmethoden hoffen. Der Bundestag hat am Donnerstag der für den sogenannten Digitalpakt nötigen Grundgesetzänderung zugestimmt. Schule Bildung weiter denken Bildungsfinanzierung Artikel Hauptvorstand news-16034 Wed, 20 Feb 2019 13:03:33 +0100 Lehrwerke für Sprachen und Gesellschaft prämiert https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/lehrwerke-fuer-sprachen-und-gesellschaft-praemiert/ Bei der Bildungsmesse didacta in Köln sind die Schulbücher des Jahres 2019 in den Kategorien Sprachen und Gesellschaft ausgezeichnet worden. In der Kategorie MINT hat keines der eingereichten Werke die Jury überzeugt. Schule Artikel Hauptvorstand news-16028 Wed, 20 Feb 2019 09:22:10 +0100 „Wir brauchen auch mehr Geld für Schulbauten!“ https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/wir-brauchen-auch-mehr-geld-fuer-schulbauten/ Heute tagt der Vermittlungsausschuss zum Digitalpakt Schule. Es könnten Milliarden des Bundes für WLAN und digitale Lerninhalte fließen. Doch das reicht nicht. Weiterbildung Berufliche Bildung Schule Bildung weiter denken Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem Artikel Hauptvorstand news-16029 Wed, 20 Feb 2019 09:06:25 +0100 Die Warnstreikwelle rollt https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/die-warnstreikwelle-rollt/ Der Protest der Tarifbeschäftigten der Länder auf den Straßen spitzt sich zu: Rund eine Woche vor der dritten Verhandlungsrunde zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften sind erneut rund 1.700 Beschäftigte in den Warnstreik getreten. Tarif TV-L Artikel Hauptvorstand news-16027 Tue, 19 Feb 2019 16:16:39 +0100 100 Jahre Geschichte im Spiegel der Emotionen https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/100-jahre-geschichte-im-spiegel-der-emotionen/ Daueraufgeregtheit, Fake News, radikale Positionen und einfache Antworten auf komplexe Fragen: Politik wird scheinbar zunehmend von Gefühlen bestimmt. Wie Emotionen Geschichte und Gesellschaft schon seit 1919 prägten, zeigt eine Ausstellung. Gesellschaftspolitik Artikel Unterrichtsmaterial Hauptvorstand news-15739 Mon, 18 Feb 2019 12:30:00 +0100 Freiheit zum Lernen https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/freiheit-zum-lernen/ Modellprojekt am Indischen Ozean: Im Osten Tansanias haben Gewerkschafter sich vorgenommen, Kinderarbeit zu beseitigen, zunächst in zwei Dörfern des Bezirks Mvomero. Die GEW-Stiftung Fair Childhood unterstützt sie dabei. Schule Internationales Artikel Hauptvorstand news-15735 Mon, 18 Feb 2019 10:10:00 +0100 Eine Schule mit vielen Religionen und Kulturen https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/eine-schule-mit-vielen-religionen-und-kulturen/ Friedlich nebeneinander stehen sie im Hof der Schule: die Moschee, die christliche Kirche, ein buddhistischer und ein Hindu-Tempel. Die Kinder lernen an der Yayasan Perguruan Sultan Iskandar Muda auch das respektvolle Miteinander von Religionen. Schule Internationales Artikel Hauptvorstand news-16015 Mon, 18 Feb 2019 09:47:25 +0100 Umgang mit Whatsapp ist Grauzone https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/umgang-mit-whatsapp-ist-grauzone/ Der Umgang mit Whatsapp-Chats zwischen Eltern und Lehrkräften ist in den Bundesländern laut einer dpa-Umfrage unterschiedlich und zum Teil nur vage geregelt. Wichtig sind aber klare Anweisungen – und auch Rücksicht auf Freizeit. Schule Recht Artikel Hauptvorstand news-15924 Mon, 18 Feb 2019 00:00:00 +0100 „Eine angemessene Bezahlung verstehe ich als Wertschätzung“ https://www.gew.de/troed2019/das-sagen-gew-mitglieder/ Wer die Technologien von morgen entwickelt, muss auch angemessen bezahlt werden – findet Olaf Hellwig. Studium Wissenschaft Tarif TV-L Artikel Hauptvorstand news-15743 Fri, 15 Feb 2019 10:35:00 +0100 Vorbereitet auf den Ernstfall https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/vorbereitet-auf-den-ernstfall/ Ob Suizid, Unfalltod oder Gewaltvorfall: Das Unglück selbst kann Schule nicht verhindern. Doch wenn sie auf den Umgang mit den Folgen vorbereitet ist, kann sie die Krise besser meistern. Schule LehrerInnenbildung Artikel Hauptvorstand news-15742 Fri, 15 Feb 2019 09:20:00 +0100 Trauerbegleitung für Kinder https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/trauerbegleitung-fuer-kinder/ „Kinder trauern, indem Momentaufnahmen aufflackern. Dann ist es wichtig, kurz und knapp zu antworten. Sie können nur das verarbeiten, wonach sie fragen“, sagt Heike Neyls. Die Sozialmanagerin leitet eine Kita des DRK in Hamburg. Kita Artikel Hauptvorstand news-16000 Fri, 15 Feb 2019 08:29:07 +0100 Warnstreiks von Bremen bis München mit Tausenden auf der Straße https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/warnstreiks-von-bremen-bis-muenchen-mit-tausenden-auf-der-strasse/ In der Tarifrunde reagieren die Beschäftigten der Länder weiter mit Warnstreiks auf die ablehnende Haltung der Arbeitgeber. Jüngste Zentren der Proteste sind Dresden, Tübingen, München und Bremen mit insgesamt knapp 7.000 Beteiligten gewesen. Bildungsbereiche Schulsozialarbeit Studium Wissenschaft Kita Weiterbildung Berufliche Bildung Schule Tarif TV-L Beamte Artikel Hauptvorstand news-15922 Fri, 15 Feb 2019 00:00:00 +0100 „Man muss organisiert sein!“ https://www.gew.de/troed2019/das-sagen-gew-mitglieder/ Für Detlef Landgraf ist klar, dass man als Lehrer organisiert sein muss, gerade in der Tarifrunde. Weiterbildung Berufliche Bildung Schule Tarif TV-L Artikel Hauptvorstand news-15998 Thu, 14 Feb 2019 14:16:40 +0100 Afrikas Jugend lehnt sich auf https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/afrikas-jugend-lehnt-sich-auf/ Die Filmemacherin Wanuri Kahiu erzählt in ihrem Film „Rafiki“ von zwei Mädchen, die in Kenia gegen Homophopie und religiöse wie gesellschaftliche Dogmen aufbegehren und für ihre Liebe kämpfen. Schule Gleichstellung Artikel Unterrichtsmaterial Hauptvorstand news-15996 Thu, 14 Feb 2019 13:44:42 +0100 Deutschland nimmt 1.700 Minderjährige in Armee auf https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/deutschland-nimmt-1700-minderjaehrige-in-armee-auf/ Das Deutsche Bündnis Kindersoldaten hat die Bundesregierung am „Red Hand Day“ erneut aufgefordert, keine Minderjährigen mehr in die Bundeswehr aufzunehmen. Derzeit ist dies hierzulande ebenso wie in den USA und Großbritannien noch der Fall. Gesellschaftspolitik Artikel Hauptvorstand news-15992 Thu, 14 Feb 2019 09:29:27 +0100 Weitere 1.000 Beschäftigte im Ausstand https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/weitere-1000-beschaeftigte-im-ausstand/ Die Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen weiten sich aus: Wieder haben mehr als 1.000 pädagogische Fachkräfte demonstriert. „Geld ist genug da, es muss nur richtig verteilt werden“, sagte Dorothea Schäfer. Schulsozialarbeit Kita Schule Tarif TV-L Beamte Artikel Hauptvorstand news-15991 Thu, 14 Feb 2019 08:07:05 +0100 12.000 protestieren am Brandenburger Tor https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/12000-protestieren-am-brandenburger-tor/ Viele Kitas und Schulen in Berlin sind am Mittwoch geschlossen geblieben, rund 20.000 Unterrichtsstunden ausgefallen. Statt zur Arbeit sind 12.000 Tarifbeschäftigte ans Brandenburger Tor gezogen, um für mehr Geld zu demonstrieren. Schulsozialarbeit Kita Weiterbildung Berufliche Bildung Schule Tarif TV-L Beamte Artikel Hauptvorstand news-15738 Wed, 13 Feb 2019 14:00:00 +0100 Lernen wie daheim https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/lernen-wie-daheim/ Geprägt von der Reformpädagogik entwarf der Berliner Architekt Hans Scharoun in den 1960er- und 1970er-Jahren zwei Schulgebäude in Nordrhein-Westfalen. Diese beeindrucken noch heute. Schule Artikel Hauptvorstand news-15737 Wed, 13 Feb 2019 09:25:00 +0100 „Aus dem System gekippt“ https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/aus-dem-system-gekippt/ Niedersachsen diskutiert über den Umgang mit Brennpunktschulen. Mehr als nur ein zögerlich anlaufendes Landesförderprogramm für 20 ausgewählte Schulen fordern Expertinnen und Experten aus Praxis, Wissenschaft und Politik. Schule Bildungssystem Artikel Hauptvorstand news-15976 Wed, 13 Feb 2019 09:08:23 +0100 3.000 protestieren beim Auftakt in Leipzig https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/3000-protestieren-beim-auftakt-in-leipzig/ In Sachsen ist die Verärgerung über die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde groß: Zum Auftakt der Warnstreiks sind rund 3.000 Tarifbeschäftigte zu einer Kundgebung nach Leipzig gekommen. Schulsozialarbeit Kita Schule Tarif TV-L Beamte Artikel Hauptvorstand news-15974 Wed, 13 Feb 2019 08:04:10 +0100 Mehr als 1.300 Beschäftigte machen Druck für sechs Prozent https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/mehr-als-1300-beschaeftigte-machen-druck-fuer-sechs-prozent/ Nach der ergebnislosen zweiten Tarifrunde sind bundesweit die ersten Warnstreiks erfolgt: Hochburgen der Protestaktion waren zunächst Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen mit mehr als 1.300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Bildungsbereiche Tarif TV-L Beamte Artikel Hauptvorstand news-15921 Wed, 13 Feb 2019 00:00:00 +0100 „Gute Tarifverträge sind unser Ziel!“ https://www.gew.de/troed2019/das-sagen-gew-mitglieder/ Bei den Tarifverhandlungen geht es um mehr, als bloß das Gehalt – findet Julia Landgraf. Studium Wissenschaft Tarif TV-L Artikel Hauptvorstand news-15854 Mon, 11 Feb 2019 10:05:00 +0100 „Masterplan Senioren ans Netz“ https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/masterplan-senioren-ans-netz/ Rund zehn Millionen Menschen über 70 leben offline. Ob Einkaufen, Onlinebanking, Kommunikation oder Telemedizin: Viele Ältere nutzen also gerade jene Onlineangebote nicht, die ihre Handlungsspielräume im Alltag erweitern könnten. Kommentar: „Lasst uns Brücken bauen“

Wir spüren es an allen Ecken des Alltags: Die Digitalisierung durchdringt unser Leben. Wer teilhaben will, muss online sein. Ja, selbst für einfache Alltagserledigungen geht es kaum noch ohne digitales Grundverständnis. Eine Fahrkarte am Automaten kaufen, eine Konzertkarte online ordern, einen Termin im Bürgerbüro reservieren. Was aber ist mit jenen, die sich nicht auskennen in der digitalen Welt?

Zehn Millionen Menschen über 70 Jahre sind offline, 61 Prozent der Generation 60+ nutzen digitale Medien nur rudimentär. Sicher ist: Es wird ihnen nichts anderes übrig bleiben als dazuzulernen. Lebenslanges Lernen bekommt in der digitalen Gesellschaft eine neue Bedeutung: Über die Horizonterweiterung oder die Anpassung an neue Anforderungen im Beruf hinaus bleibt es für jede und jeden elementar, um den Alltag zu bewältigen und zu verstehen, was in der Welt um einen herum passiert.

Es darf nicht sein, dass jene ausgeschlossen werden, die nicht mehr dazulernen wollen oder können.

Umso wichtiger ist es, die Menschen zur Teilnahme zu befähigen. Es ist Sache der Kommunen, der Wohlfahrtsverbände, ganz besonders der Gewerkschaften, dafür Angebote zu machen. Niedrigschwellig, wohnortnah, kostenlos. Denn wir dürfen nicht nur von den Älteren Anpassung erwarten, wir müssen auch auf sie zugehen. Als Gewerkschaft treiben wir die Diskussion aktiv voran: Wie soll die Gesellschaft im Zeitalter der Digitalisierung aussehen? Wie viel digital, wie viel analog soll sein? Es darf nicht sein, dass jene ausgeschlossen werden, die nicht mehr dazulernen wollen oder können. Die es sich nicht leisten können oder dort leben, wo auch die beste Onlinekompetenz nur bedingt nutzt, weil es immer noch kein gut funktionierendes WLAN gibt – wie vielerorts auf dem Land.

Es ist eine Gratwanderung. Denn zur menschlichen Gesellschaft der Zukunft gehört beides: Analoges und Digitales. Wir brauchen Brücken zwischen beiden Welten. Die Maschinen zu stürmen wäre ebenso falsch wie jene auszugrenzen, die lieber offline sind. Wir dürfen analoge Angebote nicht abschaffen. Nicht nur um Technikmuffeln, Skeptikerinnen und Skeptikern Teilhabe zu sichern, sondern auch um das Menschliche in unserer Gesellschaft zu bewahren. Das persönliche Miteinander jenseits des Klicks. Das brauchen alle Menschen. Egal wie alt sie sind.

Frauke Gützkow, GEW-Vorstandsmitglied Frauen und Senioren

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Mitglieder 60+ Gesellschaftspolitik Artikel Hauptvorstand
news-15791 Mon, 11 Feb 2019 08:45:00 +0100 „Wann können Sie anfangen?“ https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/wann-koennen-sie-anfangen/ Von der Theaterwissenschaft ohne Fortbildung erst einmal in den Schulalltag – sieht so die Zukunft der Bildung aus? In Brandenburg jedenfalls war das bis jüngst möglich. Dieser Beitrag beendet die E&W-Serie zum Fachkräftemangel. Schule Bildungssystem Artikel Hauptvorstand news-15919 Mon, 11 Feb 2019 00:00:00 +0100 „Wir Erzieherinnen und Erzieher legen den Grundstein!“ https://www.gew.de/troed2019/das-sagen-gew-mitglieder/ Erzieherinnen und Erzieher haben mehr Gehalt verdient, weil sie den Grundstein für die Bildungslaufbahnen der Kinder legen – findet Wiebke Tillmann. Kita Tarif TV-L Artikel Hauptvorstand news-15741 Fri, 08 Feb 2019 12:00:00 +0100 Quereinstieg lockt mehr Männer https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/quereinstieg-lockt-mehr-maenner/ Durch den Fachkräftemangel steigt die Zahl der Quereinstiege in den Kitas. Mittlerweile gibt es unterschiedliche Modelle. Darüber sprach die „E&W“ mit Jannes Boekhoff, Fachreferent in der Koordinationsstelle Chance Quereinstieg/Männer in Kitas. Kita Gleichstellung Artikel Hauptvorstand news-15850 Fri, 08 Feb 2019 09:30:00 +0100 Die Länder sind am Zug https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/die-laender-sind-am-zug/ Nach Inkrafttreten des „Gute-Kita-Gesetzes“ liegt die Verantwortung nun ganz bei den Ländern. Die GEW fordert diese auf, vorrangig die Personalsituation zu verbessern - so dass auch ausreichend Zeit für Vor- und Nachbereitung sei. Kita Bildungsqualität Artikel Hauptvorstand news-15938 Thu, 07 Feb 2019 18:05:00 +0100 Streik! https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/streik/ In der zweiten Verhandlungsrunde zum Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes der Länder haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt und blocken in zentralen Themen. Für die GEW und die Beschäftigten heißt das: Streik! „Besonders bei den beiden für uns zentralen Erwartungen zur Paralleltabelle sowie zur Angleichung der Gehälter im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder an die Verdienste im kommunalen Dienst mauern die Arbeitgeber weiter“, sagte Marlis Tepe. "Jetzt sind die Kolleginnen und Kollegen gefordert, mit bundesweiten Warnstreiks zu zeigen, dass sie mit ihren Gewerkschaften kämpfen.“ In Baden-Württemberg, Berlin und Hamburg hatten bereits Ende Januar tausende Landesbeschäftigte die Arbeit zeitweise niedergelegt.

Nach Jahren des Sparens und des Personalabbaus macht sich die GEW für deutliche Verbesserungen für den öffentlichen Dienst stark. Tepe: „Die Arbeit im öffentlichen Dienst muss wieder attraktiver werden. Schon jetzt sind viele Einrichtungen nicht mehr in der Lage, freie Stellen zu besetzen, weil sich zu wenige junge Menschen für eine Arbeit im Landesdienst entscheiden.“ Eine spürbare Verbesserung der Einkommen könne hier die nötige Abhilfe schaffen.

„Uns bleibt jetzt keine andere Wahl als den Druck zu erhöhen, da sich die Arbeitgeber an für uns zentralen Stellen nicht bewegt haben. Dazu zählt sicherlich die Paralleltabelle.“ (Daniel Merbitz)

Eine weitere Erwartung der GEW ist die "stufengleiche Höhergruppierung": Wenn Beschäftigte bei veränderten oder anspruchsvoller werdenden Tätigkeiten in eine höhere Entgeltgruppe kommen, sollen sie in die gleiche Erfahrungsstufe kommen, in der sie in ihrer bisherigen Einkommensgruppe sind. Im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen ist das bereits tarifvertraglich geregelt, auch bei ihren Beamtinnen und Beamten verfahren die Länder so.  Für ihre Tarifbeschäftigten weigern sich die Arbeitgeber aber bislang, eine entsprechende Vereinbarung zu treffen. Dadurch kann für Beschäftigte die paradoxe Situation entstehen, dass sie nach einem Tätigkeitswechsel zwar höher eingruppiert werden, aber trotzdem weniger verdienen als vorher.

"Es waren zwar konstruktive, aber auch sehr zähe Verhandlungen", sagte Daniel Merbitz, verantwortlich für Tarifpolitik im GEW-Vorstand. "Uns bleibt jetzt keine andere Wahl als den Druck zu erhöhen, da sich die Arbeitgeber an für uns zentralen Stellen nicht bewegt haben. Dazu zählt sicherlich die Paralleltabelle." Besonders an dieser Stelle räche sich, dass die Arbeitgeber in den letzten eineinhalb Jahren die Lösung vieler Themen blockiert haben. "Das staut sich jetzt alles in dieser Entgeltrunde", kritisierte Merbitz.

Info: Die dritte Verhandlungsrunde beginnt am 28. Februar in Potsdam. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von einem Jahr haben

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Schulsozialarbeit Studium Wissenschaft Kita Weiterbildung Berufliche Bildung Schule Tarif TV-L Artikel Hauptvorstand
news-15940 Thu, 07 Feb 2019 08:03:19 +0100 Zwölf Überstunden die Woche: WiMis arbeiten #unbezahlt https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/zwoelf-ueberstunden-die-woche-wimis-arbeiten-unbezahlt/ Häufig werden wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeitet mit Teilzeitstellen abgespeist, müssen aber Vollzeit arbeiten – für das halbe Gehalt. Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schieben Überstunden – deutlich mehr als andere Beschäftigte – und außerdem in der Regel unbezahlt. Das hat die Sonderauswertung einer Befragung des Deutschen Zentrums für Wissenschafts- und Hochschulforschung (DZHW) ergeben, die das Hannoveraner Forschungsinstitut im Auftrag der Zeitschrift „Forschung und Lehre“ erstellt hat und über die Spiegel Online berichtete. „Schluss mit Ausbeutung und Lohn-Dumping, volles Gehalt für volle Arbeit“, forderte GEW-Vize Keller aus Anlass der Veröffentlichung der Ergebnisse.

Im Durchschnitt sind es nicht weniger als zwölf Überstunden pro Woche, die wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten. Deutlich mehr als andere Erwerbstätige: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland machen durchschnittlich vier Überstunden pro Woche. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die am Anfang ihrer Karriere stehen und noch keinen Doktortitel haben, kommen sogar auf rund 13,5 Überstunden pro Woche. Ihre vertraglich festgelegte Arbeitszeit liegt laut DZHW bei durchschnittlich 30 Wochenstunden. Die meisten Überstunden erbringen teilzeitbeschäftigte Männer: Sie arbeiten im Schnitt rund 17,5 Stunden pro Woche mehr als bezahlt.

Andreas Keller, stellvertretender Vorsitzender und Vorstandsmitglied für Hochschule der GEW, forderte die Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf, gegenzusteuern. „Nichts spricht gegen eine Teilzeitbeschäftigung – wenn die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dies wünschen und außerhalb der Arbeitszeit tatsächlich nicht arbeiten müssen. Was aber nicht in Ordnung geht, ist, Beschäftigte gegen ihren Willen mit Teilzeitstellen abzuspeisen und volle Arbeit zu verlangen. Das ist nichts anderes als eine Gehaltskürzung auf kaltem Wege – Schluss mit #unbezahlt“, kritisierte der GEW-Hochschulexperte und spielte mit dem Hashtag auf eine Twitter-Kampagne von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zum Thema an.

Beschäftigten an Hochschulen und Forschungseinrichtungen müsse daher grundsätzlich eine Vollzeitbeschäftigung angeboten werden, sagte Keller und verwies auf die Empfehlungen des von der GEW ausgearbeiteten Herrschinger Kodex „Gute Arbeit in der Wissenschaft“. Unlängst hatte sich auch der Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz und Rektor der Universität Duisburg-Essen Ulrich Radtke dafür ausgesprochen, Doktorandinnen und Dokotoranden grundsätzlich ganze Stellen anzubieten.

Besonders bunt treiben es die von Bund und Ländern finanzierten außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Mit Billigung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung werden Doktorandinnen und Doktoranden auf Vollzeitstellen eingestellt, erhalten aber nur das halbe Gehalt. Möglich ist das, weil sich die Forschungseinrichtungen standhaft weigern, einen Tarifvertrag zu unterschreiben oder einem tarifgebundenen Arbeitgeberverband beizutreten. „Es ist skandalös, dass Bund und Länder die Tarifflucht und Dumping-Löhne an öffentlichen Wissenschaftseinrichtungen nicht nur dulden, sondern mit Steuergeldern finanzieren. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz muss dem Treiben ein Ende machen und Max Planck, Helmholtz, Fraunhofer und Leibniz an den Verhandlungstisch mit den Gewerkschaften zwingen“, sagte Keller. Hierzu gibt es auch einen Bericht von Spiegel Online. 

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Studium Wissenschaft Artikel Hauptvorstand
news-15939 Thu, 07 Feb 2019 07:27:39 +0100 „Bund und Länder hört die Signale“: Auch HRK-Chef Alt für Dauerstellen https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/bund-und-laender-hoert-die-signale-auch-hrk-chef-alt-fuer-dauerstellen/ Dauerstellen für Daueraufgaben – das ist das Credo der GEW-Kampagne für den Traumjob Wissenschaft, für die Aufrufe wie das Templiner Manifest oder der Herrschinger Kodex „Gute Arbeit in der Wissenschaft“ stehen. Templiner Manifest und Budenheimer Memorandum wirken. Im Budenheimer Memorandum hat die Bildungsgewerkschaft GEW den Grundsatz auf die Hochschulfinanzierung übertragen. Ein neuer Hochschulpakt muss her und für Dauerstellen sorgen. Nach der Vorsitzenden des Wissenschaftsrats, Martina Brockmeier, hat nun überraschend der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Peter-André Alt, die Forderung der GEW aufgegriffen.

In einem gestern veröffentlichten Interview mit dem Berliner Tagesspiegel sagte Alt wörtlich: „Für Daueraufgaben müssen Dauerstellen geschaffen werden. Es ist wichtig, dass man das als ein Ziel des neuen Pakts definiert und dass die Hochschulen sich danach richten. Denn natürlich gibt es wegen der ständig zunehmenden Projektförderung zu viele, die nur befristet beschäftigt werden.“ Damit scheint der 2018 gewählte neue HRK-Präsident nicht weniger als einen Kurswechsel der altehrwürdigen Dachorganisation der Universitäten, Fachhochschulen und Kunsthochschulen einzuleiten. Alts Vorgänger im Amt Horst Hippler ließ keine Gelegenheit aus zu betonen, wie essentiell ein hoher Anteil an Zeitverträgen für die Wissenschaft sei.

Zuvor hatte die Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Martina Brockmeier, in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung ähnlich geäußert – nicht völlig überraschend, weil bereits ein 2018 veröffentlichtes Positionspapier des Wissenschaftsrats den Hochschulpakt 2020 für die Ausweitung des Befristungswesens an Hochschulen mitverantwortlich gemacht hatte.

Der stellvertretende Vorsitzende und Hochschulexperte der GEW, Andreas Keller, zeigte sich erfreut über die Äußerungen des HRK-Präsidenten. „Immer mehr Zeitverträge mit immer kürzeren Laufzeiten – das ist nicht nur unfair gegenüber den hoch qualifizierten und engagierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, sondern untergräbt auch die Kontinuität und damit Qualität von Lehre und Forschung. Darüber hinaus können die Hochschulen im Wettbewerb mit anderen Arbeitgebern um die klügsten Köpfe nicht mehr mithalten. Das dämmert nun auch immer mehr Präsidentinnen und Präsidenten, Rektorinnen und Rektoren. Es wird höchste Zeit für eine konzertierte Aktion von Hochschulleitungen und Beschäftigten für Dauerstellen für Daueraufgaben, die GEW ist in dieser Frage zum Schulterschluss bereit“, sagte Keller.

Auch in weiteren Äußerungen Alts zeigen sich auffällige Parallelen zum Budenheimer Memorandum der GEW. So sprach sich der HRK-Präsident für die auch von der GEW geforderte Dynamisierung der Finanzierung des Pakts aus und machte sich, analog zur Bildungsgewerkschaft, dafür stark, die Zuweisungen an die Hochschulen nicht nur an der Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger, sondern auch der Zahl der Studierenden auszurichten.

Die Bildungsgewerkschaft möchte jetzt den Druck auf Bund und Länder in Sachen Hochschulpakt erhöhen. Dazu GEW-Vize Keller: „Die Verlängerung und Verstetigung der Exzellenzinitiative als Exzellenzstrategie hat schon Brief und Siegel, die Verlängerung und Dynamisierung des Pakts für Forschung und Innovation gilt als ausgemacht. Die Regierungen des Bundes und der Länder müssen jetzt unter Beweis stellen, dass ihnen Lehre und Studium ebenso wichtig sind wie die Spitzenforschung. Ein neuer Hochschulpakt muss her, der sicherstellt, dass die von Bund und Ländern finanzierten Stellen entfristet werden. Bund und Länder hört die Signale: Dauerstellen für Daueraufgaben!“

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Studium Wissenschaft Artikel Hauptvorstand