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Das Coming-out

Das Coming-out beschreibt das eigene Erkennen und gegebenenfalls öffentlich machen der sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität. Dies stellt für Kinder, Jugendliche sowie auch für Erwachsene eine zusätzliche Herausforderung dar, die sich mit den alterstypischen Herausforderungen in Kita, Schule und Hochschule, Aus- und Weiterbildung und Beruf überlagert.

Wenn sich Ihnen Lernende oder Kolleg*innen anvertrauen, gehen Sie vertraulich damit um und unternehmen Sie nichts, was nicht ausdrücklich von der Person gewünscht wird. Vermeiden Sie unbedingt ein Fremd-Outing. Stellen Sie keine intimen Fragen. Verwenden Sie selbstverständlich selbstgewählte Vornamen und Pronomen von Lernenden und Kolleg*innen und korrigieren Sie andere, wenn sie eine falsche Ansprache verwenden.

Suchen Lernende das Gespräch mit Vertrauenslehrer*innen oder anderen Vertrauenspersonen, ist es sinnvoll, ihnen neben der Beratung auch weiterführende Adressen zu geben. Unter „Beratung und Unterstützungsangebote“ sind Organisationen, Beratungsstellen, Jugendgruppen und Jugendzentren der LSBTIQ*-Community aufgeführt, die Beratung oder Coming-out-Gruppen anbieten.

Hinweis: Der Begriff LSBTI* wird als Sammelbegriff für sexuelle und geschlechtliche Identitäten verwendet und steht u. a. für lesbisch, schwul, trans*, inter* und queer. Mit dem Sternchen wird auf die Leerstellen und dynamischen Erweiterungen von Begriffen und Identitäten hingewiesen, die sich unter diesem Sammelbegriff fassen lassen.