GEW - Die Bildungsgewerkschaft
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Anja Bensinger-Stolze

Anja Bensinger-Stolze kandidiert für den Organisationsbereich Schule.

Anja Bensinger-Stolze, 57 Jahre (Foto: Franziska Holz)

GEW-Schulpolitik muss bildungspolitisch wirksam sein und sich daran messen lassen. Dafür stehe ich ein. Gemeinsam kann man mehr erreichen. Seit 2013 bin ich Landesvorsitzende der GEW Hamburg und habe im Koordinierungsvorstand, in diesem Gremium arbeiten der Geschäftsführende Vorstand und die Landesvorsitzenden zusammen, die länderspezifischen Feinheiten kennengelernt. Es kommt darauf an, Strategien zu erarbeiten, die auf Landesebene wirksam sind. Ich möchte eine neue Diskussion entfachen.

  • Wir brauchen ein gemeinsames Vorgehen bei schulischer Inklusion.

In Hamburg haben wir diese Diskussion am Anfang meiner Amtszeit als Landesvorsitzende geführt und ein breites Bündnis gegründet. 2017 haben wir mit dem Senat verhandelt und viele unserer Forderungen durchgesetzt. Die Diskussion über Inklusion ist bundesweit nahezu zum Erliegen gekommen. Wir sollten den Prozess größer anlegen und überlegen, was wir eigentlich in Schule wollen: zum Beispiel forschendes Lernen, individuelles Lernen, Schulqualität, demokratische Schule, emanzipatorische Bildung.

  • Beteiligung aller Akteure

Bundesfachgruppen, Ausschüsse und die Landesverbände müssen alle einbezogen sein. Die direkte Beteiligung der Landesverbände ist erforderlich. Hier wird die konkrete Bildungspolitik gemacht. Regionalkonferenzen wären dafür ein gutes Mittel.

  • Verstärkte Lobbyarbeit in der Kultusministerkonferenz (KMK)

Dort werden die Weichen für die Schulpolitik in allen 16 Bundesländern gestellt. Im vergangenen Jahr hat die KMK den Status quo einer Bildungspolitik der 1950er-Jahre festgeschrieben. Alte Pädagogik im digitalen Gewand. Von Inklusion verabschiedet sie sich weitgehend. Ihre Entscheidungen müssen stärker öffentlich kritisiert werden.

  • Mehr Zeit für qualitative pädagogische Arbeit – Attraktivität von Schule steigern

Wesentlicher Faktor für mehr Qualität sind ausreichende Zeitressourcen. Es geht auch um Arbeits- und Gesundheitsschutz. Gute Arbeitsbedingungen machen das Arbeitsfeld Schule für mehr Fachkräfte attraktiv. So können wir der politischen Auseinandersetzung neuen Schub geben. Mehr zu mir gibt es hier.

Anja Bensinger-Stolze