GEW - Die Bildungsgewerkschaft
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MaiMeeting Workshops

Dieser Workshop ist bereits ausgebucht. Anmeldungen sind nicht mehr möglich.

Seminarinhalte und Methoden

Die dialogischen Theateransätze Augusto Boals bieten einen Schatz an Möglichkeiten für die pädagogische Praxis. Ihre Geschichte beginnt in den er Jahren in Lateinamerika, seitdem hat sich Boals Theater der Unterdrückten auf allen fünf Kontinenten verbreitet und wird in mehr als 60 Ländern praktiziert, meist in enger Verbindung mit sozialen Bewegungen, die sich für gesellschaftliche Veränderung einsetzen. Den emanzipatorischen Bildungsideen des ebenfalls brasilianischen Pädagogen Paulo Freire eng verbunden, bringen Boals Übungen, Spiele und Techniken Gruppen in Bewegung und zum Nachdenken und machen die Erfahrungswelten der Teilnehmer*innen zum Thema. Bildertheater und Forumtheater ermöglichen Interaktion, dialogische Prozesse und die Auseinandersetzung damit, wie Realität verändert werden kann.

Der Workshop bietet die Gelegenheit, einen praktischen Einblick in die Theatermethoden Augusto Boals zu bekommen und ihre Anwendungsmöglichkeiten zu reflektieren. Vorerfahrungen im Theaterspiel sind NICHT notwendig, Neugier und Lust auf Bewegung hingegen schon.

 

Seminarleitung:

Till Baumann hat an Augusto Boals Theaterzentrum in Rio de Janeiro gelernt und lebt als Theatermacher in Berlin. Seit dem Jahr 2000 arbeitet er mit Boals Theateransätzen in Europa und Lateinamerika, u.a. in Schulen, Jugendeinrichtungen, Gefängnissen und Theatern. Für den Verein Miteinander e.V. führt er in Sachsen-Anhalt Theaterprojekte zum Thema Rechtsextremismus durch. In Berlin ist er Teil der Theaterwerkstatt KURINGA und des Paulo Freire Instituts. Er hat Augusto Boals “Übungen und Spiele für Schauspieler und Nicht-Schauspieler” übersetzt und gibt Weiterbildungen für Multiplikator*innen. Weitere Informationen: www.tillbaumann.de 

 

Seminarinhalte und Methoden:

Bildung hat die Aufgabe, die Menschen auf Teilhabe und Gestaltung der politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gesellschaft vorzubereiten und ihnen ein hohes Maß an Selbstbestimmung, kritischem Denken und Mündigkeit zu vermitteln. Dies ist angesichts der gesellschaftlichen und technologischen Entwicklung eine große Herausforderung. Die sogenannte vierte industrielle Revolution lässt deutliche Umwälzungen in der Gesellschaft im Allgemeinen und der Arbeitswelt im Besonderen erwarten. Die GEW beteiligt sich an dem gewerkschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs über die Chancen und Risiken der zunehmenden Digitalisierung der Arbeits- und Lebenswelt mit dem Ziel der Gestaltung der neu entstehenden Strukturen im Sinne verbesserter Arbeits- und Lebensbedingungen für alle. Bildungseinrichtungen sollten die Chancen und Möglichkeiten digitaler Medien möglichst nutzen und die Risiken und Gefahren der Mediennutzung möglichst minimieren.

Die Pädagog*innen müssen darin unterstützt werden, digitale Medien sinnvoll für die Informationsbeschaffung, die Produktion von Medien, die Differenzierung und methodische Anreicherung des Unterrichts zu nutzen. Die Lernenden sollen befähigt werden, sich souverän, urteilskompetent, kreativ und sinnvoll in digitalen Welten zu bewegen. Zum anderen müssen sie für die Möglichkeiten und Gefahren im Netz sensibilisiert und stark gemacht werden. Dazu gehört nicht zuletzt ein Verständnis für die ökonomischen und gesellschaftlichen Dimensionen von Informations- und Kommunikationstechnologien. In diesem Sinne ist Medienbildung und -erziehung als Teil gesellschaftspolitischer Bildung zu verstehen.

Die GEW betrachtet die Digitalisierung als einen interessengeleiteten Prozess, der gewerkschaftlich kritisch und konstruktiv gestaltet werden muss, sensibilisiert und mobilisiert ihre Mitglieder für die Nutzung von Gestaltungsmöglichkeiten und qualifiziert sie für die inhaltliche und arbeitsplatzpolitische Auseinandersetzung.

Im Rahmen des Maimeetings möchte die GEW sowohl über ihr gerade gestartetes Projekt „Bildung in der Digitalen Welt“ informieren, als auch in drei angebotenen Themenfeldern mit Unterstützung von Inputreferaten mit den Teilnehmenden ins Gespräch kommen.

Themenfeld 1 - Arbeit, Rechte und Arbeitsbedingungen im Bildungsbereich.

Hierbei werden die spezifischen Bedingungen und Fragestellungen in KITA, Jugendhilfe, Schule, Beruflicher Bildung, Weiterbildung, Hochschule und Studium zu besprochen. Stichworte hierbei sind u.a. die Verdichtung und Entgrenzung der Arbeit durch die Informationsflut (und -verpflichtung), Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Datenschutz, Urheberrecht sowie soziale Spaltung.

Themenfeld 2 - Pädagogische Herausforderungen und Chancen sowie der daraus entstehende Aus-, Fort- und Weiterbildungsanforderungen der Beschäftigten in allen Bildungsbereichen

Hier wird besprochen, welche Herausforderung zukünftig anstehen, digitale Mittel sinnvoll in einem pädagogischen Gesamtkonzept einzusetzen, Chancen durch die Digitalisierung zu erkennen und zu nutzen, Gefahren abzuwehren. Dabei geht es u.a. um die Nutzung digitaler Lernmedien und -arrangements für inklusive, binnen-differenzierte und individualisierende Lernprozesse. Die angehenden Lehrkräfte sind unzureichend auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorbereitet. Auch fehlt ein ausreichendes und bedarfsgerechtes Angebot an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Wie kann eine Verankerung in allen Phasen der Lehrer*innenbildung aus unserer Sicht aussehen, damit Lehrende zukünftig in die Lage sind, digitale Medien in ihrem jeweiligen Fachunterricht professionell und didaktisch sinnvoll nutzen sowie inhaltlich reflektieren zu können.

Themenfeld 3 - Kommerzialisierung und Ökonomisierung

Es ist eine zunehmende Kommerzialisierung und Ökonomisierung der Bildung durch die Digitalindustrie in allen Bildungseinrichtungen (z.B. Hard- und Software, Fortbildungsangebote, Lernplattformen und Verwaltungstools) zu erkennen. Die Gefahr besteht, dass Firmen bestimmen, was und wie gelehrt und gelernt wird. Es zeichnen sich Tendenzen ab, Kinder und Jugendlichen mittels digitaler Medien „passgenau“ für die Wirtschaft abzurichten, anstatt demokratische und mündige Bürger zu bilden. Zudem bestehen wirtschaftliche Interessen an der Datensammlung über externe, kommerzielle Anbieter.

 

Seminarleitung:
Arnfried Gläser, Referent beim GEW Hauptvorstand und weitere Expert*innen

 

Die repräsentative Demokratie, ihre Institutionen und Funktionseliten stecken in einer tiefen Legitimationskrise. Bloße Politikverdrossenheit war gestern. Heute sind es Verachtung und Hass gegenüber dem Establishment, die auf den Straßen schreiend in Szene gesetzt werden.

Organisierte Rechtspopulisten, beraten durch eine sich akademisch aufstellende „Neue Rechte“, etablieren sich als Bewegung, als Partei und als Teil der Zivilgesellschaft. Die Regression demokratischer Werte und erreichter zivilisatorischen Standards ist europaweit längst kein Gespenst mehr.

Angesichts dieser Entwicklungen wollen wir im Seminar u.a. fragen: Was muss sich am Verständnis von Demokratie sowie an den realen Möglichkeiten und Formen demokratischer Partizipation ändern? Wie gelingt es, subjektive Handlungsfähigkeit und Handlungsmotivation zu entwickeln? Und was können wir in und mit unserer Gewerkschaft dazu beitragen?

Seminarinhalte:

  • Neoliberale Globalisierung und ihre Folgen: Kosmopolitismus versus Kommunitarismus in einer sozial und kulturell gespaltenen „Mitte“.
  •  „Wir sind das Volk!“ – der rechtspopulistische Angriff auf die Demokratie.
  • Gewerkschaft und Demokratie: Chancen einer pluralen Solidarität durch Stärkung der Diskursfähigkeit.
  • Über die Schwierigkeit für jede und jeden, Demokratie zu leben.

Methodisches Vorgehen:

Visualisierte Kurzvorträge, Textarbeit zu ausgewählten Themen in Kleingruppen sowie eine praktische Übung mit anschließender Reflexion

Seminarleitung:

Dr. Heidemarie Dießner,Dr. Werner Dießner, Institut für SozialManagement, Markkleeberg

Heidemarie Dießner, Jahrgang 1954, Studium der Philosophie, Wissenschaftstheorie und Mathematik an der Universität Leipzig, Promotion und Lehre auf den Gebieten: Philosophische Probleme der Wissenschaften, Wissenschaftsgeschichte, Erkenntnistheorie, langjährige Tätigkeit im Weiterbildungsbereich einer deutschen Großbank.

Werner Dießner, Jahrgang 1957, Studium der Philosophie, Geschichte und Logik an der Universität Leipzig, Promotion und Lehre auf dem Gebiet der Geschichte der Philosophie, Ausbildung zum Moderator und zum Trainer im sozialpsychologischen Bereich, seit 1998 freiberuflicher Referent und Trainer in der außerschulischen Jugendbildung und in der Erwachsenenbildung.

Das Internet bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten. Über soziale Medien können wir uns vernetzen; Apps. vereinfachen unseren Alltag. Möchtest du facebook, instagram, trello und wie sie nicht alle heißen kennenlernen? Im Workshop können die Teilnehmer*innen jenseits von Grundsatzdebatten verschiedene digitale Werkzeuge einfach mal ausprobieren. In einem ersten Überblick werden verschiedene Kanäle und tools vorgestellt, Nutzer*innen und Funktionsweise kurz präsentiert.

Im Anschluss gibt es mehrere Praxisphasen, in denen die Teilnehmer*innen eigene Beiträge verfassen sollen. Für diese Arbeitsphase ist es wichtig, dass jede/r Teilnehmer*in ein internetfähiges Gerät mitbringt, egal ob Smartphone, Tablet oder Laptop.

Wie können wir die GEW in den sozialen Medien stark machen? Welche Kanäle eignen sich für welche Zielgruppen? Welche digitalen Werkzeuge können wir nutzen? Do’s and dont’s. Ziel des Workshops ist Teilnehmer*innen verschiedene Kanäle sowie Tools vorzustellen, sich gemeinsam über deren Möglichkeiten und Einsatz in der GEW auszutauschen.
 

Seminarinhalte und methodisches Vorgehen
Input zum Seminarinhalt in Form von kurzen Vorträgen mit anschließender Diskussion. Bearbeitung von Arbeitsaufträgen in Einzel- und Gruppenarbeit und Präsentation der Ergebnisse im Plenum.

 

Seminarleitung
Susanne Melchior,
hat einen Master in Politikwissenschaft und hat sich schon während des Studiums intensiv mit „Demokratie in Zeiten des Internets“ beschäftigt, insbesondere mit der Vernetzung von Aktivist*innen über soziale Medien. Seit Juni 2018 ist sie als Referentin im GEW Landesverband Schleswig-Holstein mit dem Arbeitsschwerpunkt Stärkung der Aktions- und Kampagnenfähigkeit im Schulbereich tätig. Neben dieser Tätigkeit arbeitet sie für den Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0, der analysiert wie das partizipative Internet den Forschungsalltag verändert. In beiden Funktionen betreut sie sowohl die Internetpräsenz als auch die jeweiligen Social Media Kanäle mit.

Zielgruppe:

Aktive aller Ebenen der GEW, die ihre GEW erfolgreich darstellen wollen – in ihrer Einrichtung, am Seminar, an der Uni, auf Personalversammlungen…

Was ist drin im Workshop?

Die Chancen nutzen. Wir agieren auf unserem Meinungsmarkt und platzieren unsere Themen. Welche Medien nutzen wir dafür? Wir suchen für die Anlässe die entsprechenden Medien und arbeiten zielgruppenspezifisch an den Texten, Fotos, Layout und Clips. Dazu gibt der Workshop Anregungen. Die Teilnehme*innen lernen in unserem „Labor“ Wirkungsweisen kennen. Kurze Inputs geben Hilfestellungen und verdeutlichen, was gezielter Medieneinsatz leistet. Werteorientierte Kommunikation für die Beschäftigten vor Ort bedeutet: Dicht dran sein und Menschen mitnehmen. Gerade in der heutigen Zeit ist Authentizität gefragt, gepaart mit unseren Erfolgen und dem Nutzen für die Menschen werden wir mehr.

Welchen Nutzen habe ich?

Ich bin in der Lage, Erfolge in Nutzen zu übersetzen, die Beschäftigten mitzunehmen und die Arbeit der GEW sichtbar  zu machen. Ich kenne meine Zielgruppen, mache ihnen Angebote und begeistere sie. Ich spiele auf der Klaviatur laut und leise, schwarz und weiß.

Wer macht den Workshop?

Das ist mein Name: Michael Rasch.

Das ist meine Geschichte:

  • Gelernter Matrose, Studium zum Kapitän auf großer Fahrt,
  • Studium Kommunikation, Grafik und Foto, Qualitätsmanagement-Auditor (TÜV-Nord)
  • Arbeit bei Airbus: Aufbau Intranet European Works Council und Begleitung Gesamt- und Konzernbetriebsrat
  • seit 1986 Gründer und Inhaber der Praxis für Öffentlichkeit
  • seit 2017 freiberuflich Trainer und Motivator

Das ist mein Schwerpunkt:

  • Vereine, Verbände, Institutionen und Gewerkschaften
  • sowie den Öffentlichen Dienst aus dem Jammertal zu führen und sie mit Ideen versorgen

Wenn du in Stadt- und Kreisvereinigen, in Fachgruppen oder Gremien an turnusmäßigen Sitzungen teilnimmst, bist du meistens hart im Nehmen. Zu deinem Vergnügen gehst du da nicht hin, eher aus Pflichtgefühl oder Gewohnheit. Sitzungen sind ja kaum zu vermeiden, wenn man – auf welcher Ebene auch immer – die Gewerkschaft voran bringen möchte. Und traust du dich wirklich eine neue Person mitzubringen und zu sagen: „Hej, komm doch mal mit in unsere Fachgruppenversammlung. Ist echt spannend und macht Spaß!“?

An dieser Stelle setzt unser Workshop an. Du bist herzlich willkommen, wenn du in der GEW mit der Leitung und Durchführung von Sitzungen zu tun hast oder dir als Teilnehmer*in eine kreative, gewinnbringende, lösungsorientierte und angenehme Sitzungskultur wünschst, um mit mehr Spaß dabei zu sein.

Seminarinhalte

Wir besprechen unsere Erfahrungen in Sitzungen und Veranstaltungen.
Wir erfahren etwas über den Stellenwert und die Geschichte der Sitzungs- und Veranstaltungskultur in der GEW und beschäftigen uns damit, wie wir sie in Zukunft gestalten wollen.
Wir suchen gemeinsam nach neuen Wegen der Vorbereitung, Leitung und Durchführung von Zusammenkünften in unterschiedlichen Arbeitszusammenhängen unserer Gewerkschaft.

Methodisches Vorgehen

In unserem Workshop stehen die Arbeitszusammenhänge und Qualifizierungswünsche der Teilnehmer*innen im Vordergrund. Wir schauen uns dazu Beispiele einer neuen Sitzungskultur an und richten unseren Workshop so aus, dass Neues auch gelebt werden kann.

Seminarleitung

Susanne Reinig, Referentin, GEW Baden-Württemberg
Manfred Diekenbrock, Bildungsreferent, GEW Nordrhein-Westfalen

Ansprechpartner_in
Nicole Lund
Assistenz im VB Vorsitzende
Reifenberger Straße 21
60489 Frankfurt am Main
069/78973-108