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Bundestagswahl 2017: bildungspolitische Pläne der Parteien

Kooperationsverbot abschaffen oder am strikten Bildungsföderalismus festhalten, marode Schulen sanieren und das BaföG massiv erhöhen oder auf der „schwarzen Null“ bestehen: Die GEW hat die Bildungsexperten von SPD, CDU, Grünen und Linke befragt.

Der SPD-Bildungspolitiker Ernst Dieter Rossmann wirbt dafür, „das Kooperationsverbot praktisch anzugehen“. „Statt hehrer Ziele wollen wir Aufgaben definieren; und vereinbaren, wer was anpackt.“ Der Obmann der Unions-Fraktion im Bildungsausschuss des Bundestages, Stefan Kaufmann, betont, die CDU halte gemeinsame Programme wie den Digitalpakt, bei dem sich die Länder verpflichteten, das Geld des Bundes einschlägig zu investieren, für „den besseren Weg“. Der bildungspolitische Sprecher der Grünen, Özcan Mutlu, will von einem „Kooperationsgebot“ sprechen: „Wir wollen den Ländern nichts wegnehmen, wir wollen sie unterstützen.“ Die Linkspartei legt derweil einen Schwerpunkt auf Studium und Wissenschaft: BAföG-Höchstförderdauer und Altersgrenze gehörten abgeschafft, außerdem sollten 100.000 unbefristete Stellen an Hochschulen geschaffen werden, sagt Linke-Bildungsexpertin Nicole Gohlke.