GEW - Die Bildungsgewerkschaft

Mitgliederversammlung der AG-Goethe in der GEW

Am 24. und 25. Juni 2016 hat die Mitgliederversammlung der Arbeitsgruppe Goethe-Institut in der GEW in Steinbach am Taunus stattgefunden. Die Teilnehmer/innen legten die Ziele für die Arbeit der nächsten vier Jahre fest und wählten einen neuen Arbeitsgruppenvorstand.

Juli 2016

Die Mitgliederversammlung 2016 wurde durch die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe eröffnet, die an die Ziele gewerkschaftlicher Arbeit erinnerte. Neben dem Einsatz für die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen ihrer Mitglieder engagiert sich die GEW bildungs- und gesellschaftspolitisch für interkulturelle Öffnung und Dialog, für den Ausbau der Geschlechterdemokratie und gegen Diskriminierung.

Es folgte eine Lesung aus dem Buch von Ibraimo Alberto „Ich wollte leben wie die Götter“. Der anwesende Autor erzählte dazu bewegende Episoden aus seiner beeindruckenden Lebensgeschichte, von seiner Jugend in Mosambik, seiner Zeit als Vertragsarbeiter in der DDR, als Profiboxer, Ausländerbeauftragter und Sozialarbeiter bis hin zu aktuellen Erfahrungen mit Rassismus in seiner neuen Heimat Karlsruhe.

Andreas Gehrke, im Geschäftsführenden Vorstand der GEW für Tarif- und Beamtenpolitik zuständig, berichtete über die Tarifarbeit beim Goethe-Institut. In den letzten Jahren wurden das Ortskräftestatut und die Tarifverträge sowohl für den Eigenmittelbereich wie für den Öffentliche Mittel-Bereich überarbeitet. Dabei konnte die GEW neben Verbesserungen bei der Eingruppierung mehrerer Beschäftigtengruppen eine weitgehende Angleichung der Tarifverträge erreichen und die Verträge wesentlich übersichtlicher, transparenter und zeitgemäßer gestalten. Die AGV-Sprecherin Nina Wichmann hob in ihrem Grußwort das Engagement gegen die zunehmende Entgrenzung und Verdichtung der Arbeitswelt beim Goethe-Institut hervor, das in der Formulierung des Steinbacher Apells mündete. Der gemeinsam präsentierte Rechenschaftsbericht des scheidenden AGV rief die zahlreichen Aktivitäten der letzten vier Jahre in Erinnerung. Das machte noch einmal deutlich: Es waren bewegte vier Jahre und es gibt weiterhin großen Bedarf für gewerkschaftliche Arbeit am Goethe-Institut. Der AGV wurde einstimmig entlastet.

Der Leitantrag des AGV orientierte sich bewusst am Steinbacher Appell als Rahmen für diese Arbeit. Ergänzt um konkrete Arbeitsaufträge für den neu zu wählenden AGV wurde auch dieser Antrag einstimmig beschlossen.

Zur Wahl für den neuen Arbeitsgruppenvorstand traten insgesamt elf Kandidat/innen an. Die sieben Gewählten finden Sie unter den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern.