GEW - Die Bildungsgewerkschaft

Tipps zur Krankenversicherung

Angestellte Lehrkräfte, die aus dem deutschen Schuldienst an eine Europäische Schule versetzt werden, haben bei der Krankenversicherung einen Nachteil gegenüber verbeamteten Lehrkräften.

Foto: Pixabay / CC0

Für angestellte Lehrkräfte, die aus dem deutschen Schuldienst abgeordnet werden, um an einer Europäischen Schule zu unterrichten, gibt es bei der Krankenversicherung einen gravierenden Nachteil gegenüber verbeamteten Lehrkräften. Während letztere ihre private Krankenversicherung auf „Anwartschaft“ setzen und damit viel Geld sparen können, tut sich für angestellte Lehrkräfte eine Lücke auf. Sie können in dieser Zeit zwar auch in eine für sie vorteilhafte Krankenversicherung, die sogenannte Caisse de maladie, wechseln.

Werden sie aber länger als sechs Wochen krank, stellt das abordnende deutsche Bundesland seine Gehaltszahlungen ein und verweist auf die gesetzliche Krankenversicherung zur Zahlung von Krankengeld. Hat die angestellte Lehrkraft diese ruhen lassen, bekommt sie nach sechs Wochen nur noch den europäischen Anteil des Gehalts. Dies kann je nach Dienstalter und Familienstand weniger als 1.000 Euro sein. Daher ist es für angestellte Lehrkräfte wichtig, sich freiwillig gesetzlich in Deutschland zu versichern – auch wenn das ein erheblicher zusätzlicher Kostenfaktor ist.

Europäische Schulen gibt es an 14 Standorten in Belgien, Luxemburg, Spanien, Italien, Großbritannien und Deutschland. Dort unterrichten rund 2.200 Lehrkräfte etwa 25.000 Schülerinnen und Schüler. An den Schulen kann ein europäisches Abitur gemacht werden, das es ermöglicht, überall in der EU zu studieren.