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"Willkommenskitas" für geflüchtete Kinder

In die Kitas kommen zunehmend geflüchtete Mädchen und Jungen. Das stellt die Einrichtungen vor enorme Anforderungen. Verschiedene Organisationen bieten Fortbildungen an – zum Beispiel in Sachsen das Programm „Willkommenskitas“.

14.07.2016

Kitas müssen sich vor dem Hintergrund der steigenden Zahl geflüchteter Kinder derzeit mit vielen Fragen auseinandersetzen: Wie können wir den Kindern das Ankommen erleichtern, wie die Eltern erreichen, wie gehen wir angemessen mit sprachlicher Vielfalt und kulturellen Unterschieden um?

Oft fühlten sich die ErzieherInnen dabei zwischen den Bedürfnissen einheimischer Eltern und Flüchtlingsfamilien zerrissen, sagt Axel Möller von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) in Dresden. Auf der einen Seite gebe es „Vorurteile und Ängste gegenüber schutzsuchenden Familien“, auf der anderen „hohen Integrationsbedarf“. „Die Erzieherinnen brauchen mehr Unterstützung“, fordert er. „Denn interkulturelle Bildung wird bislang auch in den pädagogischen Konzepten sächsischer Kitas kaum berücksichtigt“.

Verschiedene Organisationen bieten daher Fortbildungen an. Die DKJS startete 2014 ihr Programm „Willkommenskitas“. Die zehn Kitas, die bislang mitmachen, erhalten einen Angebotsmix aus Schulungen, Coaching und Netzwerktreffen. Die Thüringer Sozialakademie (TSA) am Standort Dresden, Träger von gut acht Einrichtungen im Bundesland Sachsen, hat Themen zu interkultureller Pädagogik und Asylrecht in die Bildungspläne ihrer Erzieherfachschule integriert und lädt zu Fachtagungen ein.

Anja Dilk hat für die "E&W" eine Dresdner "Willkommens"-Kita besucht. Ihre Reportage ist in der Juli-/Augustausgabe nachzulesen.

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