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lerntRÄUME gestaltenWeil zu viel Hitze auf den Kopf schlägt!

15.000 Mitglieder hat die GEW im Sommer 2018 gefragt, wie es um ihre Bildungseinrichtungen steht. Die Auswertung zeigt: Es gibt viel Verbesserungsbedarf und viele gute Ideen, bei hohen Temperaturen trotzdem gut zu lernen.

06.05.2019

Die hohen Temperaturen in den Gebäuden von Schulen, Kitas und Hochschulen sind besonders in den heißen Sommermonaten eine echte Herausforderung. Da kommt manchmal so einiges zusammen. Die Befragten der GEW-Umfrage bemängeln vor allem:

  • Oft fehlen Jalousien, um die Fenster zu verdunkeln, was nicht nur zu vermehrtem Schwitzen führt, sondern auch das Arbeiten mit Beamern manchmal unmöglich macht.
  • Räume, die nach Süden ausgerichtet sind und dann noch besonders große Fensterfronten haben, werden im Sommer zur Sauna.
  • Fenster, die sich gar nicht oder nicht mehr öffnen lassen, führen oft zu stickiger und ungesunder Luft. Lernen ist so nicht möglich.

 

Sonnenschutz und ein besseres Raumklima sind ganz konkrete Maßnahmen, die Bildungsbeteiligten und pädagogisch Beschäftigten gut tun würden. Die GEW organisiert mit den Landesverbänden Veranstaltungen, Aktionen und Studien zu allem, was bei Gebäuden der Bildungseinrichtungen wichtig ist:

  • Landesverbände wie die GEW-Hessen lenken ihren Fokus in diesem Jahr auch auf den Investitionsstau in Hochschulen oder was die baulichen Voraussetzungen des Ganztagsausbaus mit sich bringen.
  • Der GEW-Landesverband Berlin hat sich in einer Fachtagung im März 2019 damit beschäftigt, wie zukunftsfähiger Schulbau, der auch Arbeits- und Gesundheitsschutz der dort Beschäftigten ernst nimmt, aussehen kann.
  • Die GEW NRW wird sich im Rahmen ihres Landesgewerkschaftstages vom 23. bis 25. Mai ebenfalls mit dem „Schulbaunotprogramm“ beschäftigen.
  • In Sachsen wurde auf dem Landesgewerkschaftstag 2019 ein Beschluss zu Sanierung und Neubau gefasst – der Landesverband wird sich also auch in Zukunft für deren ausreichende Finanzierung stark machen.

 

Die GEW hatte im Sommer 2018 eine repräsentative Befragung unter 15.000 Mitgliedern aller Bildungsbereiche zur Gebäudequalität von Bildungseinrichtungen in Auftrag gegeben.
Neben quantitativen Erhebungen war auch eine offene zusätzliche Rückmeldemöglichkeit Teil der Befragung. Hier hat die GEW die Mitglieder nach Aspekten gefragt, die beim Thema „lerntRÄUME gestalten“ nicht vergessen werden dürften. Die zu hohen Temperaturen und die mangelhafte Temperaturregulierung kristallisierten sich dabei als ein wichtiger Punkt heraus. Das Ergebnis ist die Studie „Gebäudequalität von Bildungseinrichtungen“. 
Die Befragung wie auch das kontinuierliche Engagement unter dem Motto „lerntRÄUME gestalten“ ist Teil der bundesweiten GEW-Initiative „Bildung. Weiter denken!“ für bessere Lern- und Arbeitsbedingungen sowie mehr Geld für Bildung. Die GEW zeigt mit ihrer Initiative nicht nur, was sie unter guter Bildung versteht, sondern auch wie sich zusätzliche Investitionen in Bildung finanzieren lassen.
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